Filmpodium

Do, 27.01.2022 | 20:45 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Ichi the Killer (Koroshiya 1)

Takashi Miike (Japan 2001)

Manga Movies
Noch bis Ende Januar widmet das Museum Rietberg dem Manga, seinen Erzählformen und -möglichkeiten eine Ausstellung. Wir nehmen den Ball auf und stellen eine kleine Auswahl von Manga-Adaptionen für die Leinwand zusammen, von Klassikern wie Akira und Nausicaä aus dem Tal der Winde bis zu Zürcher Kinopremieren von In This Corner of the World und Ichi the Killer. Im Kinderfilmprogramm wird passend dazu der Anime The Piano Forest mit Workshop angeboten.

English review

Als der Boss einer Yakuza-Bande mit einem Haufen Geld verschwindet, macht sich dessen rechte Hand Kakihara auf die Suche nach dem Verbleib. Dabei schreckt er nicht vor übelsten Folterungen zurück. Gleichzeitig werden die Bandenmitglieder einer nach dem anderen von einem mysteriösen Ichi regelrecht dahingemetzelt. Fasziniert kann Kakihara es kaum erwarten, dem Killer zu begegnen. Doch Ichi handelt unter Hypnose und wird von Jijii, der Ichis Psychosen auszunutzen weiss, manipuliert. (pm)
«Man kann bei Miike selten umhin zu fragen: Hat der Film Spass an der Gewalt, verleitet er den Betrachter selbst zur Lust daran? Die Antwort lautet hier: eher nein. Natürlich ist die Darstellung der extremen Gewalt, der angerichteten Blutbäder mitunter komisch, aber dies vor allem in den Momenten, in denen sich aller Realismus verflüchtigt, das Comicmoment überwiegt. Die Figuren aber, die hier töten und Gewalt ausüben, taugen gar nicht zur Identifikation, beides, das Töten wie die Gewalt, ist mit widerwärtigen Motivationen kurzgeschlossen, ist dem Betrachter, der zusehen muss, (...) eine Qual (das spricht freilich gerade für, nicht gegen den Film). An der so durch und durch verrohten Bande, die Miike vorführt, gibt es nichts zu bewundern. Natürlich erteilt Miike keine Lektionen, fällt er keine moralischen Urteile, gibt dem denkbar unheroischen Schrecken Gesichter, Taten und blutstrotzende Bilder. Nicht zuletzt aber der Overkill nimmt der Darstellung viel vom Spekulativen, das hier lauert. Eher könnte man vermuten, dass der Effekt eine Katharsis wäre, allerdings nicht eine Reinigung durch starken Affekt, sondern eine heilsame Beschmutzung durch Überdruss, bis zum Ekel, an der Stumpfheit der vorgeführten Welt.» (Ekkehard Knörer, jump-cut.de)

Wir zeigen den Film in der von Miike autorisierten restaurierten, ungekürzten Fassung.

Dieser Film enthält explizite Szenen starker Gewalt, Vergewaltigung und sexuelle Gewalt gegen Frauen, Folter und Verstümmelung.


129 Min. / Farbe / DCP / Jap/e

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

27.01.2022
20:45 - 22:54 UHR

04.02.2022
20:45 - 22:54 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Takashi Miike
Drehbuch: Sakichi Sato
Autor: Hideo Yamamoto
Kamera: Hideo Yamamoto
Musik: Karera Musication, Seiichi Yamamoto
Schnitt: Yasushi Shimamura
Besetzung: Tadanobu Asano (Kakihara), Nao Omori (Ichi), Shinya Tsukamoto (Jijii, Ichis Helfer), Paulyn Sun (Karen), Sabu aka Hiroyuki Tanaka (Kaneko), Susumu Terajima (Suzuki), Shun Sugata (Takayama), Suzuki Matsuo (Jiro & Saburo, die Zwillinge), Mai Goto (Sailor), Rio Aoki (Miyuki)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch


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Max gives his darling daughter Marion money to buy new shoes. At the shoe shop, she meets a handsome young man and brings him home on the same day. Determined to foil a premature marriage, Max and his wife pretend to be crazy to scare the suitor off.
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Charley Bowers (1877–1946) was a cartoonist, a pioneer of stop-motion animation and a poetic silent-film comedian, all in one.
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Larry Semon (1889–1928) war in den frühen 1920er-Jahren als Slapstick-Komiker fast so beliebt wie Chaplin und drehte mit Oliver Hardy, bevor Stan Laurel dessen Partner wurde.

Little Larry takes on a job as a debt collector. But the first family whose rent he is assigned to collect is that of the burly local gang leader (Oliver Hardy). Larry gets more lumps than bucks.
Larry Semon (1889-1928) was a slapstick comedian whose popularity rivaled Chaplin's and made films with Oliver Hardy before Stan Laurel became his partner.
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