Dauerausstellung |


Versuch auf einem untergehenden Schiff in die eigene Haut zu fahren

Eine Hommage für Thomas Brasch 

Brasch hat Stücke, Erzählungen und Gedichte geschrieben, Shakespeare übersetzt und stand als Regisseur hinter der Kamera. Diese Spannweite künstlerischer Ausdrucksmittel lässt sich als Identitätssuche lesen – das macht sie universell und interessant. Braschs Leben ist von starken Brüchen gekennzeichnet: Als Sohn jüdischer Emigranten im englischen Exil geboren, kam die Familie 1947 nach Ostdeutschland. 1976 verliess Brasch gemeinsam mit seiner Freundin Katharina Thalbach die DDR. Aber auch zum kapitalistischen Teil Deutschlands hatte Brasch ein schwieriges Verhältnis, hielt er den Sozialismus für die bessere Idee: «Im Osten habe ich mir den Kopf wund geschlagen an Mauern, im Westen sind diese Mauern aus Gummi.» Es gelang ihm nicht, anzukommen, nicht in Alkohol, Drogen, Arbeit – und nicht im vereinten Deutschland. Stattdessen blieben Wut, Traurigkeit und der künstlerische Widerstand gegen die Unmenschlichkeit politischer Systeme.

Konzept Hommage Max Czollek und Moritz Richard Schmidt Von und mit Max Czollek, Tine Milz und Moritz Richard Schmidt Im Rahmen von Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur (3.10.–9.11.2020) Trägerschaft des Projekts Leo Baeck Foundation Partner Kino Xenix, Omanut- Forum für jüdische Kunst und Kultur Information Anschliessende Busfahrt mit Überraschungsgast ins Kino Xenix. Das Kino Xenix zeigt ausgewählte Brasch-Filme.

 Die Tage der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur finden als dezentraler Kongress vom 3. Oktober bis 9. November 2020 in Deutschland, Schweiz und Österreich statt. Das Projekt befindet sich in Trägerschaft der Leo Baeck Foundation: www.tdjml.org

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