Filmpodium

Do, 15.08.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Witness for the Prosecution

Billy Wilder (USA 1957)

Billy Wilder
Billy Wilder, 1906 als Samuel Wilder in Galizien geboren und von seiner anglophilen Mutter zunächst «Billie» gerufen, hatte sich schon in Deutschland einen Namen als Drehbuchautor zahlreicher Filmoperetten, Schwänke und Komödien gemacht, ehe er nach der Machtübernahme der Nazis via Frankreich in die USA emigrierte und in Hollywood eine neue Karriere begann. Ob Screwball Comedy oder Film noir, Melodrama oder Satire, Wilders Werke zeichneten sich stets durch Scharfsinn, Witz und einen illusionslosen Blick auf seine Mitmenschen aus.

English text below

Leonard Vole steht vor Gericht, weil er die reiche Mrs. French ermordet haben soll. Der Staranwalt Sir Wilfrid Robarts übernimmt seine scheinbar aussichtslose Verteidigung. Der Prozess läuft gar nicht in seinem Sinne, bis die Anklage ihre Kronzeugin ins Spiel bringt, wobei der Schuss nach hinten losgeht: Voles Ehefrau Christine belastet ihn schwer – aus eigennützigen Motiven.
Wilder spielt in seiner Verfilmung des Bühnenerfolgs von Agatha Christie wie üblich mit Schein und Sein und hintergründigen Mann-Frau-Beziehungen. Die brillanten schauspielerischen Darbietungen vor allem der «monstres sacrés» Charles Laughton und Marlene Dietrich und die kühl-präzise Inszenierung erhalten in diesem klassischen «courtroom drama» die Spannung buchstäblich bis zum letzten Augenblick aufrecht. (mb)

Leonard Vole is on trial for murdering the wealthy Mrs. French. Star attorney Sir Wilfrid Robarts takes on the seemingly hopeless task of defending him. The trial is not going well for him at all until the prosecution brings on its crown witness, a move that backfires: Vole's wife Christine's testimony incriminates him heavily – but her motives are selfish.
In his film adaptation of Agatha Christie's stage success, Wilder, as usual, plays with deceptive appearances and mysterious relationships between men and women. The brilliant performances of «monstres sacrés» Charles Laughton and Marlene Dietrich in particular and the cool, precise staging maintain the suspense literally until the very last minute in this classic «courtroom drama». (mb)

116 Min. / sw / 35 mm / E/d*

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Besetzung / Künstler

Regie: Billy Wilder
Drehbuch: Billy Wilder, Harry Kurnitz
Autor: Agatha Christie
Kamera: Russell Harlan
Musik: Matty Malneck
Schnitt: Daniel Mandell
Besetzung: Tyrone Power (Leonard Stephen Vole), Charles Laughton (Sir Wilfrid Robarts), Marlene Dietrich (Christine Vole), John Williams (Brogan-Moore), Elsa Lanchester (Ms. Plimsoll)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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Charley Chase (1893–1940) war bereits ein arrivierter Filmemacher, als Leo McCarey bei den Hal Roach Studios anheuerte. Chase wechselte vor die Kamera, und McCarey drehte mit ihm klassische Komödien über einen sympathischen Durchschnittsbürger, der in aussergewöhnliche Bredouillen gerät.
Good Night, Nurse! (USA 1918)
Der betrunkene Fatty möchte in einem Lokal Schutz vor dem Unwetter suchen, aber der Besitzer lässt ihn nicht mehr herein. Als er endlich nach Hause kommt, hat seine Frau beschlossen, ihn in ein Sanatorium einzuweisen, um ihn von seiner Trunksucht zu kurieren. Da ihm der Chefarzt der Heilanstalt kein Vertrauen einflösst, versucht Fatty mit einer hübschen Patientin abzuhauen.
Von den Slapstick-Komikern der 1910er-Jahre konnte sich nur Charlie Chaplin in Sachen Ruhm mit Roscoe «Fatty» Arbuckle (1887–1933) messen. Er war ein gewaltiger Star, der auch als Entdecker von Buster Keaton in die Filmgeschichte einging. In Good Night, Nurse! (1918) ist Keaton noch nicht das «Stoneface» und zeigt als flirtender Chefarzt virtuoses Mienenspiel.
The «High Sign» (USA 1921)
Buster heuert bei einer Schiessbude an und gibt sich gegenüber dem Besitzer als Meisterschütze aus. Der Mann ist Chef einer Gangsterbande, deren Mitglieder sich mit einem kuriosen Handzeichen identifizieren. Er befiehlt Buster, den Geizkragen Nicklenurser umzubringen. Aber Nicklenurser und seine Tochter haben soeben Buster als Leibwächter engagiert.
Buster Keaton (1895–1966) drehte The «High Sign» 1921 als ersten Kurzfilm in Eigenregie. Veröffentlicht hat er ihn aber erst später, vermutlich weil er mit der Gestaltung seines Stils und seiner Figur noch nicht zufrieden war. Auch deshalb war der Film eher selten zu sehen, obschon er höchst unterhaltsam ist.
Big Business (USA 1929)
Stan und Ollie hausieren im sonnigen Kalifornien mit Christbäumen. Einer ihrer potenziellen Kunden reagiert unwirsch, als sie bei ihm klingeln. Es kommt zu einer fatalen Eskalation.
Leo McCarey inszenierte diesen Klassiker des rabiaten Slapsticks, in dem das von ihm geschaffene Komiker-Duo Stan Laurel (1890–1965) und Oliver Hardy (1892–1957) seiner Rachsucht und seinem Zerstörungstrieb freien Lauf lässt.
Mabel's Strange Predicament (USA 1914)
Mabel wartet im Hotel auf ihren Liebsten und wird von einem betrunkenen Landstreicher belästigt. Auf ihrer Flucht vor dem zudringlichen Verehrer gerät sie in Teufels Küche.
Mabel Normand (1892–1930) war nicht nur als Model und Schauspielerin erfolgreich, sie führte auch bei zahlreichen Filmen Regie, auch bei Mabel's Strange Predicament (1914). Darin hat Charlie Chaplin seinen zweiten Auftritt überhaupt in der Rolle des Tramps.
(Januar)

Dragnet Girl (Hijosen no onna): Yasujiro Ozu (Japan 1933) (Januar)

The Blot: Lois Weber (Januar)

The Shining (Extended Version): Stanley Kubrick (GB/USA 1979) (Januar, Februar)

Kohlhiesels Töchter: Ernst Lubitsch (Januar)

Borderline: Kenneth Macpherson (Januar)

Pandora and the Flying Dutchman: Albert Lewin (GB 1951) (Januar, Februar)

Georgy Girl: Silvio Narizzano (GB 1966) (Januar, Februar)

Dr. Jekyll and Mr. Hyde: John S. Robertson (USA 1920) (Januar)

Kain und Artjom (Kain i Artem): Pawel Petrow-Bytow (UdSSR 1929) (Februar)

In My Room: Ayelet Albenda (Israel/USA/GB 2017) (Februar)

Erde (Semlja): Alexander Dowshenko (Februar)

The Covered Wagon: James Cruze (USA 1923) (Februar)

Peppermint Frappé: Carlos Saura (Spanien 1967) (Februar)

The Verdict: Sidney Lumet (USA 1982) (Februar)

Die Galgentoni (Tonka Šibenice): Karl Anton (Tschechoslowakei/Deutschland 1930) (Februar)

Alexandre: Jean-François Amiguet (Schweiz 1983) (Februar)