Filmpodium

Mo, 29.04.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Später Frühling (Banshun)

Yasujiro Ozu

Das erste Jahrhundert des Films
In der Dauerreihe «Das erste Jahrhundert des Films» zeigen wir im Lauf von zehn Jahren rund 500 wegweisende Werke der Filmgeschichte. Die Auswahl jedes Programmblocks ist gruppiert nach Jahr­gängen, woraus sich schliesslich 100 Momentaufnahmen des Weltkinos von 1900 bis 1999 ergeben. Referenzzahl ist jeweils der aktuelle Jahrgang, d. h. im Jahr 2019 sind Filme von 1919, 1929, 1939 usw. zu sehen.

Die 27-jährige Noriko lebt zufrieden mit ihrem verwitweten Vater, um den sie sich mit zärtlicher Fürsorge kümmert. Der Vater sorgt sich um die Zukunft seiner Tochter und versucht sie zur Heirat zu bewegen. Noriko möchte ihren alten Vater aber nicht alleine lassen und willigt erst dann in eine Ehe ein, als er selber Anstalten macht, wieder zu heiraten.
Später Frühling zählt zu den stärksten Filmen von Yasujiro Ozu und gilt als Auftakt zu seiner gewaltigen letzten Schaffensphase – seine Themen, aber auch der spezielle Umgang mit Raum und Zeit beeinflussten Filmschaffende wie Claire Denis, Hirokazu Kore-eda, Aki Kaurismäki und Jim Jarmusch.
«Die hochkarätigen Ozu-Schauspieler Chishu Ryu und Setsuko Hara beherrschen diese ergreifende Geschichte von Liebe und Verlust im Nachkriegsjapan, die auch heute noch so stark ist wie eh und je – und eine überzeugende Rechtfertigung für die Aufnahme Ozus in das Pantheon der grössten Filmregisseure.» (criterion.com)
«Vollendete Harmonie in der Konstruktion des Films: Aussparung dessen, was gemeinhin für Melodrama sorgt, stattdessen eine unauffällig virtuose Handhabung minimalster Mittel. Kontemplatives An- und Abschwellen der Szenenfolgen, gefüllt mit Schmerz und Schönheit des Lebens. (...) Behutsam ermutigt der Witwer seine Tochter, zu gehen, ohne ihre Gefühle zu verletzen. In einem der erhabensten Enden der Filmgeschichte bleibt er alleine zurück. Die Folgenschwere des Einschnitts, ausgedrückt in wenigen Bildern: sorgfältiges Schälen einer Nashi-Frucht. Senken des väterlichen Haupts. Bild des Meeres. Japanisches Schriftzeichen für Ende. Ein grenzenloses Meisterwerk.» (Christoph Huber, Österreichisches Filmmuseum, 1/2011)

Später Frühling / 108 / sw / 35 mm / Jap/d/f
Regie: Yasujiro Ozu
Drehbuch: Kogo Noda, Yasujiro Ozu
Autor: Kazuo Hirotsu
Kamera: Yuharu Atsuta
Musik: Senji Ito
Schnitt: Yoshiyasu Hamamura
Besetzung: Chishu Ryu (Shukichi Somiya), Setsuko Hara (Noriko Somiya, seine Tochter), Yumeji Tsukioka (Aya Kitagawa, ihre Freundin), Haruko Sugimura (Masa Taguchi, Norikos Tante), Hohi Aoki (Katsuyoshi), Jun Usami (Shoichi Hattori), Kuniko Miyake (Akiko Miwa), Masao Mishima (Jo Onodera), Yoshiko Tsubouchi (Kiku), Yoko Katsuragi (Misako), Toyo Takahashi (Shige)

Schweizer Filmwochenschau 1949 / 10 / sw / Digital HD / D/Dialekt

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


Weitere Veranstaltungen

Die sieben Samurai (Shichinin no samurai): Akira Kurosawa (Japan 1954) (Juli)

Der Mann, der seinen Mörder sucht: Robert Siodmak (Deutschland 1931) (Juli)

Romeo und Julia auf dem Dorfe: Valérien Schmidely, Hans Trommer (Schweiz 1941) (Juli)

Der Grüne Heinrich: Thomas Koerfer (Schweiz/Frankreich 1993) (Juli)

Was Frauen träumen: Géza von Bolváry (Deutschland 1933) (Juli)

Engel der Verlorenen (Yoidore tenshi): Akira Kurosawa (Japan 1948) (Juli)

Skandal (Shubun): Akira Kurosawa (Japan 1950) (Juli, August)

Ein streunender Hund (Nora inu): Akira Kurosawa (Japan 1949) (Juli, August)

Rashomon: Akira Kurosawa (Japan 1950) (Juli)

Midnight Cowboy: John Schlesinger (Juli)

Midnight: Mitchell Leisen (USA 1939) (Juli)

Das Fähnlein der sieben Aufrechten: Simon Aeby (Schweiz 2000) (Juli)

Z: Constantin Costa-Gavras (Frankreich/Algerien 1969) (Juli, August)

Mifune: The Last Samurai: Steven Okazaki (USA 2015) (Juli, August, September)

Five Graves to Cairo: Billy Wilder (USA 1943) (Juli, August)

The Apartment: Billy Wilder (USA 1960) (Juli, August)

Fedora: Billy Wilder (Frankreich/BRD 1978) (Juli, September)

The Major and the Minor: Billy Wilder (USA 1942) (Juli, August)

Die verborgene Festung (Kakushi toride no san-akunin): Akira Kurosawa (Japan 1958) (Juli, August)

Mauvaise graine: Billy Wilder, Alexandre Esway (Frankreich 1934) (Juli, August)

Flitzer: Peter Luisi (Schweiz 2017) (Juli)

Bluebeard's Eighth Wife: Ernst Lubitsch (USA 1938) (Juli)

Das stumme Duell (Shizukanaru ketto): Akira Kurosawa (Japan 1949) (Juli, August)

Ninotchka: Ernst Lubitsch (USA 1939) (Juli)

Das Schloss im Spinnwebwald (Kumonosu-jo): Akira Kurosawa (Japan 1957) (Juli, August)

Kiss Me, Stupid: Billy Wilder (USA 1964) (Juli, August)

Double Indemnity: Billy Wilder (USA 1944) (Juli, August)

The Lost Weekend: Billy Wilder (USA 1945) (Juli, August)

Kes: Ken Loach (Juli, August)

A Foreign Affair: Billy Wilder (USA 1948) (Juli, August)

Witness for the Prosecution: Billy Wilder (USA 1957) (August)

Love in the Afternoon: Billy Wilder (USA 1957) (August, September)

Sanjuro (Tsubaki Sanjuro): Akira Kurosawa (Japan 1962) (August, September)

Yojimbo: Akira Kurosawa (Japan 1961) (August, September)

The Spirit of St. Louis: Billy Wilder (USA 1957) (August)

Stalag 17: Billy Wilder (USA 1953) (August)

Manhattan: Woody Allen (USA 1979) (August)

Sabrina: Billy Wilder (USA 1954) (August)

Die Bösen schlafen gut (Warui yatsu hodo yoku nemuru): Akira Kurosawa (Japan 1960) (August, September)

Sunset Boulevard: Billy Wilder (USA 1950) (August)

Die Blechtrommel: Volker Schlöndorff (BRD/Frankreich 1979) (August)

Mad Max: George Miller (Australien 1979) (August)

Rotbart (Akahige): Akira Kurosawa (Japan 1965) (August)

The Seven Year Itch: Billy Wilder (USA 1955) (August, September)

The Fortune Cookie: Billy Wilder (USA 1966) (August)

The Big Carnival: Billy Wilder (USA 1951) (August)

Avanti!: Billy Wilder (USA 1972) (August, September)

Some Like It Hot: Billy Wilder (USA 1959) (August, September)

L'héritage des 500 000 (Gojuman-nin no isan): Toshiro Mifune (Japan 1963) (August, September)

The Front Page: Billy Wilder (USA 1974) (August, September)

Monty Python's Life of Brian: Terry Jones (GB 1979) (August, September)

One, Two, Three: Billy Wilder (USA 1961) (August, September)

Les petites fugues: Yves Yersin (Schweiz/Frankreich 1979) (August, September)

Geschichten vom Kübelkind – Teil 1: Kübelkinds Kindheit (BRD 1971)
Diese Geschichte sollte man sich auf jeden Fall ansehen! Eine Nachgeburt macht sich selbständig..., dann aber kommt die Wohlfahrt.
Alte Männer (BRD 1971)
Wenn Kübelkind es will, stehen manche Männer ganz schnell in der Unterhose da.
Kübelsyndrom (BRD 1971)
Etwas über die Fähigkeit unserer Gesellschaft, alles zu verstehen, zu verzeihen und zu vergelten.
Katzen haben Flöhe (BRD 1971)
Kübelkind tut so, als würde es schlafen. Weil es gerne wissen möchte, was dann passieren kann. Aber die Stiefmutter kommt dazwischen.
Kübelkind lernt ein Scheissspiel (BRD 1971)
Kübelkind erfährt am eigenen Arsch, wie zwischen Streicheln und Hauen ein spassiger Zusammenhang entsteht.
Kübelkind lernt nein sagen (BRD 1971)
Kübelkind feiert eine Hochzeit, aber im entscheidenden Augenblick wird es trotzig, worauf die Waffen sprechen.
Murmeltier lernt tanzen (BRD 1971)
Kübelkind soll für den Jahrmarkt erzogen werden, singt schöne Lieder, beschimpft die Leute und brennt mit der Kasse durch.
Freiheit durch Al Capone (BRD 1971)
Kübelkind redet dauernd von Revolution, aber Al Capone, die Sau, von etwas ganz anderem.
Des Hauses Schmuck ist Reinlichkeit (BRD 1971)
Kübelkind unter der Dusche, im Regen und in der Traufe.
Eine Kaufhausdiebin (BRD 1971)
Nach einem schönen Kaufhausbummel sitzt Kübelkind auf dem Schoss einer Kollegin und macht nur ein bisschen mit.
Kübelkind hat einen guten Menschen zum Fressen gern (BRD 1971)
Liebe geht durch den Magen, aber manchmal verdirbt man sich ihn dabei.
(September)

Geschichten vom Kübelkind – Teil 2: Kübelkind wird glatt und rund (BRD 1971)
Kübelkind erlebt einen Erziehungsversuch durch einen geistlichen Herrn, der genau weiss, was gut tut.
Ein ganz kleines Glück (BRD 1971)
Kübelkind treibt es mit den Früchten des Feldes.
Kübelkind erzählt einer Königin ein Märchen (BRD 1971)
Eine Geschichte zum Hinhören und Zuschauen.
Kübelkind lernt einen Lord kennen und wird aufgehängt (BRD 1971)
Das stimmt, aber die Rache ist ganz besonders süss.
Besonders nette Eltern (BRD 1971)
Kübelkind muss lernen, dass ein Beischlaf auch dann von Übel ist, wenn er auf dem Klo vollzogen wird.
Niedrig gilt das Geld auf dieser Erde (BRD 1971)
Kübelkind geht auf den Strich und wird dafür ermordet.
Alle Macht den Vampiren (BRD 1971)
Es ist kaum zu glauben, wie viele Vampire es geben könnte. Kübelkind ruft sie zu einer grossen Demonstration auf.
Die Hexe soll brennen (BRD 1971)
Muss Kübelkind auf dem Scheiterhaufen enden? Kommt eine Rettung von oben?
Kübelkind reitet für den König (BRD 1971)
Der grösste Film aller Zeiten. Intrigen, alte Gemäuer, quietschende Fussböden, die Königin schläft mit dem falschen Mann, Kübelkind heiratet D’Artagnan und reitet auf einem weissen Pferd, noch mehr Intrigen und Kübelkind macht mit. Dafür soll sie am Ende an allem schuld sein.
Das Bankkonto im Walde (BRD 1971)
Kübelkind glaubt an unser Kreditwesen. Muss deshalb aus dem vierten Stock eines Hauses springen und ein trauriges Lied singen.
Kübelkind ersäuft Kübelkinder (BRD 1971)
Dazu gibt es schöne Musik und alles ist sehr poetisch.
(September)

Alien: Ridley Scott (GB/USA 1979) (September)

Buddy Buddy: Billy Wilder (USA 1981) (September)

Irma la Douce: Billy Wilder (USA 1963) (September)

Geschichte der Nacht: Clemens Klopfenstein (Schweiz/BRD 1979) (September)

Red Sun: Terence Young (Spanien/Italien/Frankreich 1971) (September)

Hell in the Pacific: John Boorman (USA 1968) (September)

High and Low (Tengoku to jigoku): Akira Kurosawa (Japan 1963) (September)

Die Ewigkeit und ein Tag (Mia eoniotita ke mia mera): Theo Angelopoulos (Griechenland/Frankreich 1998) (September)

Arrietty – Die wundersame Welt der Borger (Kari-gurashi no Arietti): Hiromasa Yonebayashi (Japan 2010) (September)

Zauberlaterne (September)

Palaver, Palaver – Eine Schweizer Herbstchronik 1989: Alexander J. Seiler (Schweiz 1990) (September)

Ringvorlesung Filmwissenschaft (1/12) (September)

Ringvorlesung Filmwissenschaft (2/12) (September)

Auf Streife (Minjing gushi): Ning Ying (China 1995) (September)