Filmpodium

So, 01.09.2019 | 15:00 - 16:45 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Geschichten vom Kübelkind – Teil 1

Kübelkinds Kindheit (BRD 1971)
Diese Geschichte sollte man sich auf jeden Fall ansehen! Eine Nachgeburt macht sich selbständig..., dann aber kommt die Wohlfahrt.
Alte Männer (BRD 1971)
Wenn Kübelkind es will, stehen manche Männer ganz schnell in der Unterhose da.
Kübelsyndrom (BRD 1971)
Etwas über die Fähigkeit unserer Gesellschaft, alles zu verstehen, zu verzeihen und zu vergelten.
Katzen haben Flöhe (BRD 1971)
Kübelkind tut so, als würde es schlafen. Weil es gerne wissen möchte, was dann passieren kann. Aber die Stiefmutter kommt dazwischen.
Kübelkind lernt ein Scheissspiel (BRD 1971)
Kübelkind erfährt am eigenen Arsch, wie zwischen Streicheln und Hauen ein spassiger Zusammenhang entsteht.
Kübelkind lernt nein sagen (BRD 1971)
Kübelkind feiert eine Hochzeit, aber im entscheidenden Augenblick wird es trotzig, worauf die Waffen sprechen.
Murmeltier lernt tanzen (BRD 1971)
Kübelkind soll für den Jahrmarkt erzogen werden, singt schöne Lieder, beschimpft die Leute und brennt mit der Kasse durch.
Freiheit durch Al Capone (BRD 1971)
Kübelkind redet dauernd von Revolution, aber Al Capone, die Sau, von etwas ganz anderem.
Des Hauses Schmuck ist Reinlichkeit (BRD 1971)
Kübelkind unter der Dusche, im Regen und in der Traufe.
Eine Kaufhausdiebin (BRD 1971)
Nach einem schönen Kaufhausbummel sitzt Kübelkind auf dem Schoss einer Kollegin und macht nur ein bisschen mit.
Kübelkind hat einen guten Menschen zum Fressen gern (BRD 1971)
Liebe geht durch den Magen, aber manchmal verdirbt man sich ihn dabei.

Geschichten vom Kübelkind
Zum «Allianz Tag des Kinos» sind am So, 1.9. im Saal sämtliche Geschichten vom Kübelkind in zwei Tranchen zu sehen (15.00 Uhr und 18.15 Uhr, Eintritt je CHF 5.00) und parallel dazu in der Lounge ein Programm nach Wahl des Publikums.
Edgar Reitz wird persönlich anwesend sein und mehr zu Genese und Hintergründen des Kübelkinds erzählen.

1962 erklärte eine neue deutsche Filmergeneration im Oberhausener Manifest «Opas Kino» für tot. Bis Ende der 60er-Jahre war aber der Sturm und Drang der Jungen erlahmt. Aus Trotz tat sich Edgar Reitz, Mitunterzeichner des Manifests, mit seiner Filmschülerin Ula Stöckl zusammen und drehte etwas, das jegliche cineastische Konvention formal wie inhaltlich gegen den Strich bürstete: eine Serie von 22 «Kino-Miniaturen» unterschiedlicher Länge über eine Figur, die ihrerseits provoziert. Geplant waren 64 Episoden, aber: «Irgendwann war einfach das Geld alle.» (Reitz)
Das «Kübelkind», eine Frau gewordene weggeworfene Nachgeburt, erlebt in jeder Geschichte Komisches, Abstruses, Erotisches, Tragisches und Tödliches und spielt dabei sämtliche Genres durch. Gedreht wurde im Stil der Nouvelle Vague, spontan und mit kleinster Equipe, auf 16 mm. Zeitgenossinnen und Berufskollegen wie Alf Brustellin, Bernhard Sinkel oder Werner Herzog gönnten sich Gastauftritte.
Ebenso freigeistig wie feministisch, fand das Kübelkind in Gestalt der Mimin Kristine de Loup auch ganz eigene Wege zum Publikum: Es geisterte zum einen, wie so manche Produktion des Neuen deutschen Films, als Betthupferl im Spätabendprogramm des WDR durch den Äther; zum andern aber sahen Reitz und Stöckl ihre anarchische Produktion primär für ein «Kneipenkino» vor, in dem die Gäste das Programm der Kurzfilme per «Speisekarte» spontan zusammenstellen konnten – Kino on Demand im vordigitalen Zeitalter.
Im Filmpodium sind am 1. September zum Tag des Kinos im Saal sämtliche Geschichten vom Kübelkind in zwei Tranchen zu sehen und parallel dazu in der Lounge ein Programm nach Wahl des Publikums.
Edgar Reitz wird persönlich anwesend sein und mehr zu Genese und Hintergründen des Kübelkinds erzählen.

Diese Geschichte sollte man sich auf jeden Fall ansehen! Eine Nachgeburt macht sich selbständig..., dann aber kommt die Wohlfahrt.

Wenn Kübelkind es will, stehen manche Männer ganz schnell in der Unterhose da.

Etwas über die Fähigkeit unserer Gesellschaft, alles zu verstehen, zu verzeihen und zu vergelten.

Kübelkind tut so, als würde es schlafen. Weil es gerne wissen möchte, was dann passieren kann. Aber die Stiefmutter kommt dazwischen.

Kübelkind erfährt am eigenen Arsch, wie zwischen Streicheln und Hauen ein spassiger Zusammenhang entsteht.

Kübelkind feiert eine Hochzeit, aber im entscheidenden Augenblick wird es trotzig, worauf die Waffen sprechen.

Kübelkind soll für den Jahrmarkt erzogen werden, singt schöne Lieder, beschimpft die Leute und brennt mit der Kasse durch.

Kübelkind redet dauernd von Revolution, aber Al Capone, die Sau, von etwas ganz anderem.

Kübelkind unter der Dusche, im Regen und in der Traufe.

Nach einem schönen Kaufhausbummel sitzt Kübelkind auf dem Schoss einer Kollegin und macht nur ein bisschen mit.

Liebe geht durch den Magen, aber manchmal verdirbt man sich ihn dabei.

Kübelkinds Kindheit / 7 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Edgar Reitz, Ula Stöckl
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Heidewig Fankhänel (Frau Dr. Wohlfahrt), Antje Ellermann (Hebamme)

Alte Männer / 1 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind)

Kübelsyndrom / 10 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Heidewig Fankhänel (Frau Dr. Wohlfahrt)

Katzen haben Flöhe / 9 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind)

Kübelkind lernt ein Scheissspiel / 4 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Albert Guilhamot (Vater)

Kübelkind lernt nein sagen / 17 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Peter Hohberger (Bräutigam), Ilse Brustellin (Schwiegermutter), Hans-Heinrich Brustellin (Schwiegervater), Albert Guilhamot (Vater), Alexander Kaempfe (Pfarrer)

Murmeltier lernt tanzen / 19 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Albert Guilhamot (Vater), Josette Genet-Bollinger (Schaubudenbesitzerin), Karl Hauer (Schaubudenbesitzer)

Freiheit durch Al Capone / 19 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Hans Sukopp (Al Capone)

Des Hauses Schmuck ist Reinlichkeit / 5 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Heidewig Fankhänel (Frau Dr. Wohlfahrt)

Eine Kaufhausdiebin / 4 / Farbe / DCP / D
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Maxi Mainka (Kaufhausdiebin)

Kübelkind hat einen guten Menschen zum Fressen gern / 10 / Farbe / DCP / D/e
Regie: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Drehbuch: Ula Stöckl, Edgar Reitz
Kamera: Edgar Reitz
Musik: Ekkehart Kühn
Schnitt: Jessy von Sternberg
Besetzung: Kristine de Loup (Kübelkind), Alf Brustellin (guter Mensch)

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

01.09.2019
15:00 - 16:45 UHR

Besetzung / Künstler

in Anwesenheit von Edgar Reitz
Tag des Kinos: Eintritt Fr. 5.-

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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