Filmpodium

Mo, 01.07.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Easy Rider

Dennis Hopper

Das erste Jahrhundert des Films
In der Dauerreihe «Das erste Jahrhundert des Films» zeigen wir im Lauf von zehn Jahren rund 500 wegweisende Werke der Filmgeschichte. Die Auswahl jedes Programmblocks ist gruppiert nach Jahr­gängen, woraus sich schliesslich 100 Momentaufnahmen des Weltkinos von 1900 bis 1999 ergeben. Referenzzahl ist jeweils der aktuelle Jahrgang, d. h. im Jahr 2019 sind Filme von 1919, 1929, 1939 usw. zu sehen.

Nach einem lukrativen Drogendeal machen sich Wyatt und sein Freund Billy mit ihren Harley-Davidson-Motorrädern auf, durch das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen. Unterwegs lesen sie einen jungen Anwalt auf. Ihr Trip wird zur Höllenfahrt durch ein mythenträchtiges Amerika.
Easy Rider war ein epochaler und stilbildender Film, der den Nerv einer ganzen Generation traf und zum Kassenschlager wurde. Er gilt als einer der wichtigsten Filme des New Hollywood. In Cannes als bestes Erstlingswerk gefeiert, begründete er zudem den Ruhm von Dennis Hopper, Peter Fonda und Jack Nicholson; der Soundtrack wurde zu einem Meilenstein der Rockmusik.
«Niemand ging diesen Film nur einmal anschauen. (...) Ihn nun Jahre später zu sehen, ist wie das Öffnen einer Zeitkapsel. (...) Richtig lebendig wird der Film durch den elektrisierenden Auftritt von Jack Nicholson, der den Anwalt spielt. Historische Momente im Kino sind nicht immer so leicht zu erkennen: Nicholson war seit Jahren in Filmen zu sehen, aber sein Gefängnisdialog in Easy Rider machte ihn sofort zum Star. (...) Pauline Kael bemerkte, dass ‹die sentimentale Paranoia des Films offensichtlich der Vision eines grossen, jungen Publikums entsprach. In den späten 60ern war es cool, zu empfinden, dass man nicht gewinnen konnte, dass alles manipuliert und hoffnungslos war.›» (Roger Ebert, rogerebert.com, 24.10.2004)
«Die Initialzündung aller Roadmovies und ein Schlüsselfilm des neueren US-Kinos – und dennoch ein wenig mehr. Mit Easy Rider schreibt sich, für eine Zeit oder für länger, das bislang geächtete Lebensgefühl der jungen Rebellen der amerikanischen Öffentlichkeit ein. Eine Fahrt coolen Geniessens und Staunens, die nichts aneignet, verwertet oder benutzt.» (Harry Tomicek, Österreichisches Filmmuseum, 3/2004)

Having accomplished a lucrative drug deal, Wyatt and his friend Billy set out on their Harley-Davidson motorcycles to travel the land of unlimited possibilities. On the road, they pick up a young lawyer. Their trip becomes a hellish journey through a myth-laden America.
Easy Rider was a landmark, influential film that struck a chord with an entire generation and became a box-office hit. It is considered one of the most important films of New Hollywood. Celebrated in Cannes as the best directorial debut, it also turned Dennis Hopper, Peter Fonda and Jack Nicholson into stars; the soundtrack became a rock-music milestone.
«Nobody went to see Easy Rider only once. (...) Seeing it years later is like opening a time capsule. (...) The film comes alive with the electrifying entry of the Jack Nicholson character, a lawyer named George Hanson whom they meet in a jail cell. (...) Historic moments in the cinema are not always this easy to identify: Nicholson had been in movies for years, but his jailhouse dialogue in "Easy Rider" instantly made him a star. (...) Pauline Kael noted in her review that ‹the movie's sentimental paranoia obviously rang true to a large, young audience's vision. In the late '60s, it was cool to feel that you couldn't win, that everything was rigged and hopeless.›» (Roger Ebert, rogerebert.com, 24/10/2004)

Easy Rider / 95 / Farbe / DCP / E/d*
Regie: Dennis Hopper
Drehbuch: Peter Fonda, Dennis Hopper, Terry Southern
Kamera: László Kovács
Musik: Steppenwolf, Bob Dylan, Jimi Hendrix u. a.
Schnitt: Donn Cambern
Besetzung: Peter Fonda (Wyatt), Dennis Hopper (Billy), Antonio Mendoza (Jesus), Jack Nicholson (George Hanson), Karen Black (Karen), Toni Basil (Mary), Warren Finnerty (Rancher), Mac Mashourian (Bodyguard), Luana Anders (Lisa), George Fowler jr. (Gefängniswärter), Justin Fonda, Bridget Fonda (Kinder in der Hippie-Kommune)

Schweizer Filmwochenschau 1969 / 10 / sw / Digital HD / D

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Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
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«Ein hinreissend schöner Film über die vergessenen Meister der baltischen Neuen Welle (...). Nur ein kleiner Teil des Publikums wird diesen Film ohne den Wunsch verlassen, von diesen poetischen Filmen, die durch die schlichte Darstellung menschlichen Verhaltens (...) ein komplexes Bild des Lebens zeichnen und es für spätere Generationen erhalten, mehr zu sehen.» (Laurence Boyce, cineuropa.org, 7.4.2018)

Lidija (Lettland 2017)
Das aussergewöhnliche und dennoch erstaunlich schlichte Porträt einer besonderen Persönlichkeit Lettlands, der Dissidentin Lidija Doroņina-Lasmane (*1925), die bis Januar 1987 vierzehn Jahre als politische Gefangene in verschiedenen Gefängnissen verbrachte. Regisseur Andrejs Verhoustinskis gelingt mit diesem Porträt gleichzeitig eine Lektion in der Geschichte Lettlands, die sich im Leben von Lidija Doroņina-Lasmane spiegelt .
Der Film erhielt 2017 den lettischen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm.

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Die verträumte Kioskfrau hat die Herzen des Publikums im Sturm erobert. Der Film wurde an unzähligen Festivals rund um den Erdball gezeigt und erhielt viele Auszeichnungen.» (srf)
Der Kiosk ist die Masterarbeit von Anete Melece an der Hochschule Luzern 2012. Die Kioskfrau der gebürtige Lettin beobachtet die Welt fast genauso akribisch wie Laila Pakalniņa.
On Rubiks' Road (Lettland 2010)
Die Regisseurin Laila Pakalniņa ist eine grosse Meisterin des Beobachtens. Hier nimmt sie einen 1980 gebauten und in der Volksprache nach dem damaligen Vorgesetzten der Kommunistischen Partei Alfrēds Rubiks genannten Veloweg zwischen Riga und dem Strandkurort Jūrmala unter ihre «cineastische Lupe» und fängt das rege Leben mit Joggern, Spaziergängerinnen, Velo- und Mofafahrern und einer vielfältigen Tierwelt auf dem «Rubiks Weg» ein. Der Film gewährt so Einblick in den Alltag bzw. die Freizeit der lettischen Bevölkerung.
Snow Crazy (Lettland 2012)
Lettland liegt an der Ostsee und hat, «technisch gesehen», keine Berge; der höchste Punkt liegt 311,6 m ü. M. Dies und die globale Erwärmung hindern die Letten und Lettinen aber nicht daran, Ski fahren zu wollen, vielmehr fordert dies ihre Kreativität heraus. Wenn sich dann noch die renommierte Filmregisseurin Laila Pakalniņa des Themas annimmt, ist das Resultat so blendend wie der Schnee im Sonnenlicht!
Hello, Horse! (Lettland 2017)
Laila Pakalniņa folgte der Empfehlung der Einheimischen aus einem Gebiet an der Ostgrenze Lettlands, «die schreckliche Strasse» zu filmen. Daraus ist ein Film darüber entstanden, wie sich alles ändert und doch gleich bleibt. «Oder es bleibt alles gleich, während das Ganze sich ändert.»
Der Film erlebte seine Premiere am Internationalen Filmfestival Locarno im August 2017.

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Dawn (Ausma): Laila Pakalniņa (Lettland/Estland/Polen 2015) (Dezember)

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Histoire(s) du cinéma: Toutes les histoires (Frankreich 1989)
«So wie ‹Finnegans Wake›, das Kunstwerk, mit dem Histoire(s) du cinéma am ehesten vergleichbar scheint, sich irgendwann in eine theoretische Phase nach dem Ende der englischen Sprache, wie wir sie kennen, versetzt, projiziert sich Godards Opus magnum ebenfalls in die Zukunft, um zu fragen: ‹Was war Kino?› Es handelt sich um ein schichtweise aufgebautes Werk, sowohl akustisch als auch visuell – eine Dimension, die besonders deutlich wird durch das dichte Gewebe, das durch die einzelnen Kanäle des Soundtracks entsteht. (...) Wenn man sich die Anmerkungen und Bearbeitungen von Histoire(s) du cinéma ansieht, kann man erkennen, dass sie den ganzen Weg von Godards Sichtweise der Filmkritik bis hin zu etwas führen, das vielleicht der Philosophie oder sogar der Psychoanalyse näher kommt.» (Jonathan Rosenbaum, ecm-records.com, 1999)
Histoire(s) du cinéma besteht aus vier Kapiteln, die jeweils aus zwei Teilen bestehen. Wir zeigen in diesem Programm ausschliesslich den ersten Teil des ersten Kapitels mit dem Titel Toutes les histoires.
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