Filmpodium

Mo, 15.07.2019 | 18:15 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Midnight Cowboy

John Schlesinger

Das erste Jahrhundert des Films
In der Dauerreihe «Das erste Jahrhundert des Films» zeigen wir im Lauf von zehn Jahren rund 500 wegweisende Werke der Filmgeschichte. Die Auswahl jedes Programmblocks ist gruppiert nach Jahr­gängen, woraus sich schliesslich 100 Momentaufnahmen des Weltkinos von 1900 bis 1999 ergeben. Referenzzahl ist jeweils der aktuelle Jahrgang, d. h. im Jahr 2019 sind Filme von 1919, 1929, 1939 usw. zu sehen.

Joe Buck arbeitet in einer texanischen Kleinstadt als Tellerwäscher. Eines Tages packt er seine Koffer, kleidet sich als Cowboy und reist nach New York, wo er als bezahlter Liebhaber gut betuchter Ladys reich werden will. Ahnungslos, was urbane Umgangsformen angeht, bleibt er aber erfolglos. In Ratso, einem heruntergekommenen, hinkenden Kleinganoven findet er schliesslich einen Freund, für den er sich zunehmend verantwortlich fühlt.
John Schlesingers Midnight Cowboy ist ein Klassiker des New Hollywood. Dustin Hoffman und Jon Voight bilden mit ihrer grandiosen Verkörperung der beiden klassischen Antihelden ein anrührendes Paar. 1994 wurde der Film in das National Film Registry der US-amerikanischen Library of Congress aufgenommen.
«Midnight Cowboy steht in einer ganzen Reihe von Filmen, die um die zunehmende Freizügigkeit und die parallel wachsende Verwahrlosung der New Yorker Vergnügungsmeile Times Square in den 60er- und 70er-Jahren kreisen und damit auch die eskalierenden sozialen Probleme im damaligen New York spiegeln. Für seine schonungslose Milieuzeichnung wurde der Film, trotz X-Rating, gleich mit drei Oscars (Film, Regie, Drehbuch) ausgezeichnet.» (Andreas Furler, Filmpodium, Juli 2002)
«John Schlesinger, einer der vielseitigsten Regisseure der britischen New Wave, kam Ende der 60er-Jahre nach New York, um Midnight Cowboy zu drehen, eine pikareske Freundschaftsgeschichte, die eine Stadt in der Krise einfing und eine neue Ära von Hollywoodfilmen einläutete. (...) Der Film wurde zu einem beachtlichen Erfolg sowohl bei den Kritikern wie auch an den Kinokassen, trotz der Kontroverse über das, was die MPAA einen ‹homosexual frame of reference› nannte. (...) Jahrzehnte später hallt sein Einfluss immer noch im Kino nach.» (criterion.com)

Joe Buck works as a dishwasher in a small town in Texas. One day, he packs his bags, dresses up as a cowboy and heads for New York, where he means to get rich as a paid lover of well-heeled ladies. Clueless with respect to urban mores, he remains unsuccessful however. Ratso, a derelict small-time crook with a limp, eventually becomes a friend for whom he feels increasingly responsible.
John Schlesinger's Midnight Cowboy is a New Hollywood classic. Dustin Hoffman and Jon Voight brilliantly play the two classic antiheroes whose relationship becomes very moving. In 1994, the film was included in the National Film Registry of the US Library of Congress.
«Midnight Cowboy is one of a whole number of films that revolve around the increasing permissiveness and the simultaneously growing dereliction of New York's entertainment district Times Square in the 1960s and 1970s, thereby reflecting the mounting social problems in New York at that time. Despite its X rating, the film was awarded three Oscars (best film, director, screenplay) for its unsparing portrayal of this milieu.» (Andreas Furler, Filmpodium, July 2002)
«One of the British New Wave’s most versatile directors, John Schlesinger came to New York in the late 1960s to make Midnight Cowboy, a picaresque story of friendship that captured a city in crisis and sparked a new era of Hollywood movies. (...) A critical and commercial success despite controversy over what the MPAA termed its ‹homosexual frame of reference›, Midnight Cowboy became the first X-rated film to receive the best picture Oscar, and decades on, its influence still reverberates through cinema.» (criterion.com)

Midnight Cowboy / 113 / Farbe / 35 mm / E/d/f
Regie: John Schlesinger
Drehbuch: Waldo Salt
Autor: James Leo Herlihy
Kamera: Adam Holender
Musik: John Barry
Schnitt: Hugh A. Robertson
Besetzung: Dustin Hoffman (Ratso), Jon Voight (Joe Buck), Sylvia Miles (Cass), Brenda Vaccaro (Shirley), John McGiver (Mr. O'Daniel), Barnard Hughes (Towny), Ruth White (Sally Buck)

Schweizer Filmwochenschau 1969 / 10 / sw / Digital HD / D

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«Zweiter Teil von Rohmers sechsteiligem Zyklus ‹Moralische Geschichten›, der inszenatorisch noch nicht vollkommen ist, jedoch Handschrift und Absicht des Regisseurs erkennen lässt: Rohmer feiert den Sieg des ‹moralischen Instinkts› gegen das berechnende Kalkül. Eine intellektuelle Übung voller psychologischer Arabesken.» (Lexikon des int. Films)
La boulangère de Monceau (Frankreich 1963)
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Ein junger, erfolgreicher Architekt beschliesst zu heiraten und wählt dafür in einem Jazzkeller, den er regelmässig besucht, eine unauffällige junge Frau aus, für die er allerdings nichts Besonderes empfindet. Sie entfremden sich rasch, und bald hat er sie im Verdacht, heimlich einen Kritiker zu treffen, den er ihr vorgestellt hatte. Um Gewissheit zu erlangen, stellt er ihnen eine Falle.
Neben Éric Rohmer in der Titelrolle und Jean-Luc Godard, der den Film produziert hat, tauchen auch andere legendäre Cineasten jener Zeit wie Claude Chabrol und François Truffaut kurz auf.
Bis 2013, als das CNC den Film restaurierte, war er nur zweimal in Arbeitskopien zu sehen.
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Tomka and His Friends (Tomka dhe shokët e tij): Xhanfise Keko (Albanien 1977) (Februar, März)

L'ami de mon amie: Éric Rohmer (Frankreich 1987) (Februar, März)

L'arbre, le maire et la médiathèque: Éric Rohmer (Frankreich 1993) (Februar, März)

All Quiet on the Western Front: Lewis Milestone (USA 1930) (Februar, März)

Le rayon vert: Éric Rohmer (Frankreich 1986) (Februar, März)

Zauberlaterne (Februar)

Cold November (Nëntor i ftohtë): Ismet Sijarina (Februar, März)

Die Melodie des Meeres (Song of the Sea): Tomm Moore (Irland/Dänemark/Belgien/Luxemburg/Frankreich 2014) (Februar, März)

L'âge d'or: Luis Buñuel (Frankreich 1930) (März)

The Bride and the Curfew & The River That Never Runs Dry: The Bride and the Curfew (Albanien 1978)
Albanien während der deutschen Besetzung. Shpresa ist eine beherzte junge Partisanin, die nicht davor zurückschreckt, Kollaborateure zu töten. Vor allem aber stört sie die Nazis, weil sie überall in der Stadt politische Graffiti anbringt. Der neue deutsche Kommandant beschliesst, hart durchzugreifen. Er verhängt eine Ausgangssperre, riegelt die Stadt nach aussen ab und lässt überall nach Shpresa suchen. Die Widerstandskämpfer sehen nur eine Chance: Sie müssen Shpresa aus der Stadt schmuggeln, indem sie sie als Braut verkleiden. Ein riskantes Unterfangen ...
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