Filmpodium

Di, 03.12.2019 | 18:15 - 19:40 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

The Book of Life

Hal Hartley

Hal Hartley
Das amerikanische Independentkino der letzten dreissig Jahre wurde von mehreren Filmschaffenden geprägt, aber kaum einer war so eigenwillig wie Hal Hartley. Seine aphoristischen Dialoge, sein witziges Spiel mit Genres und Klischees und seine stets leicht abgehobenen Figuren machen seine Filme unverwechselbar – und zu einem grossen Vergnügen.

«Hartleys typisch ironischer, witziger und einfallsreicher Beitrag zur Millennium-Serie von Haut et Court (für la Sept/Arte) sieht vor, dass Christus widerwillig von seinem Vater nach New York geschickt wird, um den Tag des Jüngsten Gerichts zu überwachen; währenddessen hofft Satan, die Apokalypse zu stoppen und gleichzeitig seine Suche nach missratenen Seelen fortzusetzen. Die Handlung, die philosophischen Diskussionen und die Schauspielkunst sind so vergnüglich wie eh und je, aber das Besondere an diesem Hartley-Film ist sein belebender Einsatz von Digital-Video und Experimenten mit Ton und Musik.» (Geoff Andrew, Time Out Film Guide) «Launig und doch tiefernst, übersetzt Hal Hartleys The Book of Life das Buch der Offenbarung frei in eine hippe religiöse Fabel, die sarkastisch beginnt und immer nachdenklicher wird. Auf Digital-Video aufgenommen und auf 35-mm-Film aufgeblasen, pastellfarben und voller federiger digitaler Nachbilder, hat der Film einen schwebenden, ätherischen Look, der auf seltsame Weise zu seinem erhabenen Thema passt.» (Stephen Holden, New York Times, 10.10.1998)
The Book of Life / 63 / Farbe + sw / Digital SD / E
Regie: Hal Hartley
Drehbuch: Hal Hartley
Kamera: Jim Denault
Schnitt: Steve Hamilton
Besetzung: Martin Donovan (Jesus Christus), PJ Harvey (Magdalena), Dave Simonds (Dave), Thomas Jay Ryan (Satan), Miho Nikaido (Edie), D. J. Mendel (Anwalt), Katreen Hardt (Empfangsdame), James Urbaniak (Gläubiger), Martin Pfefferkorn (Märtyrer)

Opera No. 1 / 8 / Farbe / Digital HD / E
Regie: Hal Hartley
Drehbuch: Hal Hartley
Kamera: Michael Spiller
Musik: Hal Hartley
Schnitt: Steve Silkensen
Besetzung: Patricia Dunnock (Trish), Parker Posey (Fee #1), Adrienne Shelly (Fee #2), James Urbaniak (James)

A/Muse / 11 / Farbe / Digital HD / E+D
Regie: Hal Hartley
Drehbuch: Hal Hartley
Besetzung: Christina Flick

Accomplice / 3 / Farbe / Digital HD / D+E+F
Regie: Hal Hartley
Drehbuch: Hal Hartley
Besetzung: Jean-Luc Godard, Jordana Maurer

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

13.12.2019
18:15 - 19:40 UHR

19.12.2019
15:00 - 16:25 UHR

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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Mr. Moose hat ein grausiges Gebiss, Mrs. Moose eine entstellende Nase. Beide lassen sich heimlich chirurgisch verschönern. Als sie sich begegnen, erkennen sie sich nicht, verlieben sich aber ineinander. Es droht ein doppelter Ehebruch, der keiner wäre.
Charley Chase (1893–1940) war bereits ein arrivierter Filmemacher, als Leo McCarey bei den Hal Roach Studios anheuerte. Chase wechselte vor die Kamera, und McCarey drehte mit ihm klassische Komödien über einen sympathischen Durchschnittsbürger, der in aussergewöhnliche Bredouillen gerät.
Good Night, Nurse! (USA 1918)
Der betrunkene Fatty möchte in einem Lokal Schutz vor dem Unwetter suchen, aber der Besitzer lässt ihn nicht mehr herein. Als er endlich nach Hause kommt, hat seine Frau beschlossen, ihn in ein Sanatorium einzuweisen, um ihn von seiner Trunksucht zu kurieren. Da ihm der Chefarzt der Heilanstalt kein Vertrauen einflösst, versucht Fatty mit einer hübschen Patientin abzuhauen.
Von den Slapstick-Komikern der 1910er-Jahre konnte sich nur Charlie Chaplin in Sachen Ruhm mit Roscoe «Fatty» Arbuckle (1887–1933) messen. Er war ein gewaltiger Star, der auch als Entdecker von Buster Keaton in die Filmgeschichte einging. In Good Night, Nurse! (1918) ist Keaton noch nicht das «Stoneface» und zeigt als flirtender Chefarzt virtuoses Mienenspiel.
The «High Sign» (USA 1921)
Buster heuert bei einer Schiessbude an und gibt sich gegenüber dem Besitzer als Meisterschütze aus. Der Mann ist Chef einer Gangsterbande, deren Mitglieder sich mit einem kuriosen Handzeichen identifizieren. Er befiehlt Buster, den Geizkragen Nicklenurser umzubringen. Aber Nicklenurser und seine Tochter haben soeben Buster als Leibwächter engagiert.
Buster Keaton (1895–1966) drehte The «High Sign» 1921 als ersten Kurzfilm in Eigenregie. Veröffentlicht hat er ihn aber erst später, vermutlich weil er mit der Gestaltung seines Stils und seiner Figur noch nicht zufrieden war. Auch deshalb war der Film eher selten zu sehen, obschon er höchst unterhaltsam ist.
Big Business (USA 1929)
Stan und Ollie hausieren im sonnigen Kalifornien mit Christbäumen. Einer ihrer potenziellen Kunden reagiert unwirsch, als sie bei ihm klingeln. Es kommt zu einer fatalen Eskalation.
Leo McCarey inszenierte diesen Klassiker des rabiaten Slapsticks, in dem das von ihm geschaffene Komiker-Duo Stan Laurel (1890–1965) und Oliver Hardy (1892–1957) seiner Rachsucht und seinem Zerstörungstrieb freien Lauf lässt.
Mabel's Strange Predicament (USA 1914)
Mabel wartet im Hotel auf ihren Liebsten und wird von einem betrunkenen Landstreicher belästigt. Auf ihrer Flucht vor dem zudringlichen Verehrer gerät sie in Teufels Küche.
Mabel Normand (1892–1930) war nicht nur als Model und Schauspielerin erfolgreich, sie führte auch bei zahlreichen Filmen Regie, auch bei Mabel's Strange Predicament (1914). Darin hat Charlie Chaplin seinen zweiten Auftritt überhaupt in der Rolle des Tramps.
(Januar)

Dragnet Girl (Hijosen no onna): Yasujiro Ozu (Japan 1933) (Januar)

The Blot: Lois Weber (Januar)

The Shining (Extended Version): Stanley Kubrick (GB/USA 1979) (Januar, Februar)

Kohlhiesels Töchter: Ernst Lubitsch (Januar)

Borderline: Kenneth Macpherson (Januar)

Georgy Girl: Silvio Narizzano (GB 1966) (Januar, Februar)

Pandora and the Flying Dutchman: Albert Lewin (GB 1951) (Januar, Februar)

Dr. Jekyll and Mr. Hyde: John S. Robertson (USA 1920) (Januar)

Kain und Artjom (Kain i Artem): Pawel Petrow-Bytow (UdSSR 1929) (Februar)

In My Room: Ayelet Albenda (Israel/USA/GB 2017) (Februar)

Erde (Semlja): Alexander Dowshenko (Februar)

The Covered Wagon: James Cruze (USA 1923) (Februar)

Peppermint Frappé: Carlos Saura (Spanien 1967) (Februar)

Die Galgentoni (Tonka Šibenice): Karl Anton (Tschechoslowakei/Deutschland 1930) (Februar)

The Verdict: Sidney Lumet (USA 1982) (Februar)

Alexandre: Jean-François Amiguet (Schweiz 1983) (Februar)