Filmpodium

So, 26.01.2020 | 18:15 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

The Blot

Lois Weber

Stummfilmfestival 2020
Martin Girod, ehemaliger Koleiter des Filmpodiums, hat unser jährliches Stummfilmfestival erschaffen und bisher hauptsächlich kuratiert. 2020 übernimmt er zum letzten Mal die Federführung, und zwar mit Verve. Live begleitet werden diese Meilensteine wie immer von einer erlesenen Garde von Musikerinnen und Musikern, die jede Filmvorführung zum einmaligen Event machen.

«Lois Weber war zweifellos die bedeutendste [amerikanische] Regisseurin der Stummfilmzeit. Ihre Produktionen waren nicht nur jenen der meisten ihrer männlichen Zeitgenossen ebenbürtig, sondern sie hat in praktisch allen ihren Filmen Prinzipien und Überzeugungen zum Ausdruck gebracht, die ihr selbst existenziell wichtig waren.» (Anthony Slide: Engel vom Broadway, Münster 1982)
«The Blot ist eine Anklage gegen eine Gesellschaft, die sich so sehr dem Wohlstand und dem Konsum verschrieben hat, dass sie ihre Erzieher und Geistlichen unterbewertet. Er spielt die noble Armut der Familie eines Professors gegen den protzigen Reichtum des bessergestellten Verehrers ihrer Tochter und den grellen Materialismus einer ausländischen Schusterfamilie von nebenan aus. Der Film findet Ironie in dem Umstand, dass diejenigen, die Konsumgüter produzieren und verkaufen, ein besseres Auskommen haben als diejenigen, die mit der Bildung der Köpfe und Seelen der Nation betraut sind.» (Il cinema ritrovato, Bologna 2012)
«An indictment of a society so devoted to affluence and consumption that it undervalues its educators and clergy, The Blot sets the genteel poverty of a professor’s family against the ostentatious wealth of their daughter’s society beau and the gaudy materialism of an immigrant shoe-maker’s family next door. The film finds irony in the fact that those who produce and sell consumer goods make a better living than the teachers and clergy charged with sculpting the nation’s minds and souls.» (Il cinema ritrovato, Bologna 2012)
The Blot / 94 / sw / DCP / Stummfilm, e Zw'titel
Regie: Lois Weber
Drehbuch: Marion Orth, Lois Weber
Kamera: Philip R. Du Bois, Gordon Jennings
Besetzung: Philip Hubbard (Prof. Andrew Theodore Griggs), Margaret McWade (Mrs. Griggs), Claire Windsor (Amelia Griggs), Louis Calhern (Phil West)

Suspense / 10 / sw / DCP / Stummfilm, e Zw'titel
Regie: Phillips Smalley, Lois Weber
Besetzung: Lois Weber (die Frau), Val Paul (der Mann), Douglas Gerrard (der Verfolger), Sam Kaufman (der Landstreicher)

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

26.01.2020
18:15 - 19:59 UHR

Besetzung / Künstler

Stummfilme mit Maud Nelissen am Flügel

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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«Zweiter Teil von Rohmers sechsteiligem Zyklus ‹Moralische Geschichten›, der inszenatorisch noch nicht vollkommen ist, jedoch Handschrift und Absicht des Regisseurs erkennen lässt: Rohmer feiert den Sieg des ‹moralischen Instinkts› gegen das berechnende Kalkül. Eine intellektuelle Übung voller psychologischer Arabesken.» (Lexikon des int. Films)
La boulangère de Monceau (Frankreich 1963)
«Einfach, delikat und jazzig: Schon die erste der ‹Moralischen Geschichten› lässt erahnen, was den Rohmerschen Stil später auszeichnen wird: eine unspektakuläre, naturalistische Kameraarbeit, das ironische Voice-over des Ich-Erzählers und das Bild der ‹unergründlichen› Frau. Ein Jurastudent mit einem Auge für schöne Frauen und einem grossen Appetit stopft sich täglich mit Süssigkeiten und Gebäck voll, um die Aufmerksamkeit der hübschen brünetten Verkäuferin in einer altmodischen Pariser Bäckerei auf sich zu lenken. Doch ist er wirklich interessiert oder sucht er nur eine süsse Abwechslung?» (Criterion Collection)
La sonate à Kreutzer (Frankreich 1956)
Ein junger, erfolgreicher Architekt beschliesst zu heiraten und wählt dafür in einem Jazzkeller, den er regelmässig besucht, eine unauffällige junge Frau aus, für die er allerdings nichts Besonderes empfindet. Sie entfremden sich rasch, und bald hat er sie im Verdacht, heimlich einen Kritiker zu treffen, den er ihr vorgestellt hatte. Um Gewissheit zu erlangen, stellt er ihnen eine Falle.
Neben Éric Rohmer in der Titelrolle und Jean-Luc Godard, der den Film produziert hat, tauchen auch andere legendäre Cineasten jener Zeit wie Claude Chabrol und François Truffaut kurz auf.
Bis 2013, als das CNC den Film restaurierte, war er nur zweimal in Arbeitskopien zu sehen.
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Die Melodie des Meeres (Song of the Sea): Tomm Moore (Irland/Dänemark/Belgien/Luxemburg/Frankreich 2014) (Februar, März)

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The Bride and the Curfew & The River That Never Runs Dry: The Bride and the Curfew (Albanien 1978)
Albanien während der deutschen Besetzung. Shpresa ist eine beherzte junge Partisanin, die nicht davor zurückschreckt, Kollaborateure zu töten. Vor allem aber stört sie die Nazis, weil sie überall in der Stadt politische Graffiti anbringt. Der neue deutsche Kommandant beschliesst, hart durchzugreifen. Er verhängt eine Ausgangssperre, riegelt die Stadt nach aussen ab und lässt überall nach Shpresa suchen. Die Widerstandskämpfer sehen nur eine Chance: Sie müssen Shpresa aus der Stadt schmuggeln, indem sie sie als Braut verkleiden. Ein riskantes Unterfangen ...
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Conte d'hiver: Éric Rohmer (Frankreich 1992) (März)

Magic Eye (Syri magjik): Kujtim Çashku (Albanien/Deutschland 2005) (März)

Podiumsdiskussion: Albanien im Film (März)

Tirana, année zéro (Tirana viti 0): Fatmir Koçi (März)

Sous les toits de Paris: René Clair (Frankreich 1930) (März)

Colonel Bunker (Kolonel Bunker): Kujtim Çashku (März)

Conte d'été: Éric Rohmer (Frankreich 1996) (März)

Im Kampf mit dem Berge: Arnold Fanck (Deutschland 1921) (März)

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The Captain (Kapedani): Muharrem Fejzo, Fehmi Hoshafi (Albanien 1972) (März)

Generalversammlung Lumière (März)

Song of the Sea: Tomm Moore (Irland/Dänemark/Belgien/Luxemburg/Frankreich 2014) (März)