Filmpodium

Sa, 25.01.2020 | 15:00 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Slapstick-Familienprogramm

Mighty Like a Moose (USA 1926)
Mr. Moose hat ein grausiges Gebiss, Mrs. Moose eine entstellende Nase. Beide lassen sich heimlich chirurgisch verschönern. Als sie sich begegnen, erkennen sie sich nicht, verlieben sich aber ineinander. Es droht ein doppelter Ehebruch, der keiner wäre.
Charley Chase (1893–1940) war bereits ein arrivierter Filmemacher, als Leo McCarey bei den Hal Roach Studios anheuerte. Chase wechselte vor die Kamera, und McCarey drehte mit ihm klassische Komödien über einen sympathischen Durchschnittsbürger, der in aussergewöhnliche Bredouillen gerät.
Good Night, Nurse! (USA 1918)
Der betrunkene Fatty möchte in einem Lokal Schutz vor dem Unwetter suchen, aber der Besitzer lässt ihn nicht mehr herein. Als er endlich nach Hause kommt, hat seine Frau beschlossen, ihn in ein Sanatorium einzuweisen, um ihn von seiner Trunksucht zu kurieren. Da ihm der Chefarzt der Heilanstalt kein Vertrauen einflösst, versucht Fatty mit einer hübschen Patientin abzuhauen.
Von den Slapstick-Komikern der 1910er-Jahre konnte sich nur Charlie Chaplin in Sachen Ruhm mit Roscoe «Fatty» Arbuckle (1887–1933) messen. Er war ein gewaltiger Star, der auch als Entdecker von Buster Keaton in die Filmgeschichte einging. In Good Night, Nurse! (1918) ist Keaton noch nicht das «Stoneface» und zeigt als flirtender Chefarzt virtuoses Mienenspiel.
The «High Sign» (USA 1921)
Buster heuert bei einer Schiessbude an und gibt sich gegenüber dem Besitzer als Meisterschütze aus. Der Mann ist Chef einer Gangsterbande, deren Mitglieder sich mit einem kuriosen Handzeichen identifizieren. Er befiehlt Buster, den Geizkragen Nicklenurser umzubringen. Aber Nicklenurser und seine Tochter haben soeben Buster als Leibwächter engagiert.
Buster Keaton (1895–1966) drehte The «High Sign» 1921 als ersten Kurzfilm in Eigenregie. Veröffentlicht hat er ihn aber erst später, vermutlich weil er mit der Gestaltung seines Stils und seiner Figur noch nicht zufrieden war. Auch deshalb war der Film eher selten zu sehen, obschon er höchst unterhaltsam ist.
Big Business (USA 1929)
Stan und Ollie hausieren im sonnigen Kalifornien mit Christbäumen. Einer ihrer potenziellen Kunden reagiert unwirsch, als sie bei ihm klingeln. Es kommt zu einer fatalen Eskalation.
Leo McCarey inszenierte diesen Klassiker des rabiaten Slapsticks, in dem das von ihm geschaffene Komiker-Duo Stan Laurel (1890–1965) und Oliver Hardy (1892–1957) seiner Rachsucht und seinem Zerstörungstrieb freien Lauf lässt.
Mabel's Strange Predicament (USA 1914)
Mabel wartet im Hotel auf ihren Liebsten und wird von einem betrunkenen Landstreicher belästigt. Auf ihrer Flucht vor dem zudringlichen Verehrer gerät sie in Teufels Küche.
Mabel Normand (1892–1930) war nicht nur als Model und Schauspielerin erfolgreich, sie führte auch bei zahlreichen Filmen Regie, auch bei Mabel's Strange Predicament (1914). Darin hat Charlie Chaplin seinen zweiten Auftritt überhaupt in der Rolle des Tramps.

Stummfilmfestival 2020
Martin Girod, ehemaliger Koleiter des Filmpodiums, hat unser jährliches Stummfilmfestival erschaffen und bisher hauptsächlich kuratiert. 2020 übernimmt er zum letzten Mal die Federführung, und zwar mit Verve. Live begleitet werden diese Meilensteine wie immer von einer erlesenen Garde von Musikerinnen und Musikern, die jede Filmvorführung zum einmaligen Event machen.

Stummfilm ist nicht nur Slapstick, aber auch. In diesem Familien-Programm zeigen wir fünf kurze Komödien mit damaligen Stars wie Mabel Normand, Charlie Chaplin, Fatty Arbuckle, Buster Keaton, Charley Chase und Laurel & Hardy, darunter einige Raritäten. Damit auch Kinder, die noch nicht schnell lesen können, die Zwischentitel verstehen, werden diese live in Dialekt eingesprochen.
Mr. Moose hat ein grausiges Gebiss, Mrs. Moose eine entstellende Nase. Beide lassen sich heimlich chirurgisch verschönern. Als sie sich begegnen, erkennen sie sich nicht, verlieben sich aber ineinander. Es droht ein doppelter Ehebruch, der keiner wäre.
Charley Chase (1893–1940) war bereits ein arrivierter Filmemacher, als Leo McCarey bei den Hal Roach Studios anheuerte. Chase wechselte vor die Kamera, und McCarey drehte mit ihm klassische Komödien über einen sympathischen Durchschnittsbürger, der in aussergewöhnliche Bredouillen gerät.

Der betrunkene Fatty möchte in einem Lokal Schutz vor dem Unwetter suchen, aber der Besitzer lässt ihn nicht mehr herein. Als er endlich nach Hause kommt, hat seine Frau beschlossen, ihn in ein Sanatorium einzuweisen, um ihn von seiner Trunksucht zu kurieren. Da ihm der Chefarzt der Heilanstalt kein Vertrauen einflösst, versucht Fatty mit einer hübschen Patientin abzuhauen.
Von den Slapstick-Komikern der 1910er-Jahre konnte sich nur Charlie Chaplin in Sachen Ruhm mit Roscoe «Fatty» Arbuckle (1887–1933) messen. Er war ein gewaltiger Star, der auch als Entdecker von Buster Keaton in die Filmgeschichte einging. In Good Night, Nurse! (1918) ist Keaton noch nicht das «Stoneface» und zeigt als flirtender Chefarzt virtuoses Mienenspiel.

Buster heuert bei einer Schiessbude an und gibt sich gegenüber dem Besitzer als Meisterschütze aus. Der Mann ist Chef einer Gangsterbande, deren Mitglieder sich mit einem kuriosen Handzeichen identifizieren. Er befiehlt Buster, den Geizkragen Nicklenurser umzubringen. Aber Nicklenurser und seine Tochter haben soeben Buster als Leibwächter engagiert.
Buster Keaton (1895–1966) drehte The «High Sign» 1921 als ersten Kurzfilm in Eigenregie. Veröffentlicht hat er ihn aber erst später, vermutlich weil er mit der Gestaltung seines Stils und seiner Figur noch nicht zufrieden war. Auch deshalb war der Film eher selten zu sehen, obschon er höchst unterhaltsam ist.

Stan und Ollie hausieren im sonnigen Kalifornien mit Christbäumen. Einer ihrer potenziellen Kunden reagiert unwirsch, als sie bei ihm klingeln. Es kommt zu einer fatalen Eskalation.
Leo McCarey inszenierte diesen Klassiker des rabiaten Slapsticks, in dem das von ihm geschaffene Komiker-Duo Stan Laurel (1890–1965) und Oliver Hardy (1892–1957) seiner Rachsucht und seinem Zerstörungstrieb freien Lauf lässt.

Mabel wartet im Hotel auf ihren Liebsten und wird von einem betrunkenen Landstreicher belästigt. Auf ihrer Flucht vor dem zudringlichen Verehrer gerät sie in Teufels Küche.
Mabel Normand (1892–1930) war nicht nur als Model und Schauspielerin erfolgreich, sie führte auch bei zahlreichen Filmen Regie, auch bei Mabel's Strange Predicament (1914). Darin hat Charlie Chaplin seinen zweiten Auftritt überhaupt in der Rolle des Tramps.

Mighty Like a Moose / 22 / sw / DCP? / Stummfilm, e + d* Zw'titel
Regie: Leo McCarey
Drehbuch: H.M. Walker, Charley Chase
Kamera: Len Powers
Schnitt: Richard C. Currier
Besetzung: Charley Chase (Mr. Moose), Vivien Oakland (Mrs. Moose), Ann Howe (das Dienstmädchen der Mooses), Charles Clary (Zahnarzt), Gale Henry (Floradora)

Good Night, Nurse! / 23 / sw / DCP / Stummfilm, e + d* Zw'titel
Regie: Roscoe «Fatty» Arbuckle
Drehbuch: Roscoe «Fatty» Arbuckle
Kamera: George Peters
Schnitt: Herbert Warren
Besetzung: Roscoe «Fatty» Arbuckle (Fatty), Buster Keaton (Dr. Hampton/Frau mit Schirm), Al St. John (Assistent des Chirurgen), Alice Lake (verrückte Frau)

The «High Sign» / 19 / sw / DCP / Stummfilm, e + d* Zw'titel
Regie: Edward F. Cline, Buster Keaton
Drehbuch: Edward F. Cline, Buster Keaton
Kamera: Elgin Lessley
Besetzung: Buster Keaton (unser Held), Bartine Burkett (Miss Nickelnurser), Charles Dorety (Gangmitglied), Ingram B. Pickett (Tiny Tim)

Big Business / 19 / sw / DCP / Stummfilm, e + d* Zw'titel
Regie: James W. Horne, Leo McCarey
Drehbuch: Leo McCarey, H. M. Walker
Kamera: George Stevens
Schnitt: Richard C. Currier
Besetzung: Stan Laurel (Stan), Oliver Hardy (Ollie), James Finlayson (Hausbesitzer), Tiny Sandford (Polizist)

Mabel's Strange Predicament / 12 / sw / DCP / Stummfilm, e + d* Zw'titel
Regie: Mabel Normand, Mack Sennett
Drehbuch: Charles Chaplin, Henry Lehrman
Kamera: Hans F. Koenekamp, Frank D. Williams
Besetzung: Mabel Normand (Mabel), Charles Chaplin (Betrunkener), Chester Conklin (Ehemann), Alice Davenport (Ehefrau), Harry McCoy (Mabels Verführer)

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

25.01.2020
15:00 - 16:35 UHR

Besetzung / Künstler

Stummfilme mit André Desponds am Flügel

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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Les nuits de la pleine lune: Éric Rohmer (Frankreich 1984) (Februar, März)

Frühe Filme von Éric Rohmer: La carrière de Suzanne (Frankreich 1963)
«Bertrand vertreibt sich gerne die Zeit mit seinem Kumpel Guillaume. In der Freundschaft der beiden schwingen jedoch mitunter Neid und Feindschaft mit. Als der Frauenheld Guillaume sein Spiel mit der lebhaften und unabhängigen Suzanne zu treiben scheint, beobachtet Bertrand das Ganze bitter, missbilligend und eifersüchtig. Mit grobkörnigen Schwarzweissbildern gelingt es Rohmer, das Pariser Lebensgefühl der 60er-Jahre einzufangen. Ein wunderbar bewegendes Porträt jugendlicher Naivität und komplizierter Bindungen von Freundschaft und Liebe.» (Criterion Collection)
«Zweiter Teil von Rohmers sechsteiligem Zyklus ‹Moralische Geschichten›, der inszenatorisch noch nicht vollkommen ist, jedoch Handschrift und Absicht des Regisseurs erkennen lässt: Rohmer feiert den Sieg des ‹moralischen Instinkts› gegen das berechnende Kalkül. Eine intellektuelle Übung voller psychologischer Arabesken.» (Lexikon des int. Films)
La boulangère de Monceau (Frankreich 1963)
«Einfach, delikat und jazzig: Schon die erste der ‹Moralischen Geschichten› lässt erahnen, was den Rohmerschen Stil später auszeichnen wird: eine unspektakuläre, naturalistische Kameraarbeit, das ironische Voice-over des Ich-Erzählers und das Bild der ‹unergründlichen› Frau. Ein Jurastudent mit einem Auge für schöne Frauen und einem grossen Appetit stopft sich täglich mit Süssigkeiten und Gebäck voll, um die Aufmerksamkeit der hübschen brünetten Verkäuferin in einer altmodischen Pariser Bäckerei auf sich zu lenken. Doch ist er wirklich interessiert oder sucht er nur eine süsse Abwechslung?» (Criterion Collection)
La sonate à Kreutzer (Frankreich 1956)
Ein junger, erfolgreicher Architekt beschliesst zu heiraten und wählt dafür in einem Jazzkeller, den er regelmässig besucht, eine unauffällige junge Frau aus, für die er allerdings nichts Besonderes empfindet. Sie entfremden sich rasch, und bald hat er sie im Verdacht, heimlich einen Kritiker zu treffen, den er ihr vorgestellt hatte. Um Gewissheit zu erlangen, stellt er ihnen eine Falle.
Neben Éric Rohmer in der Titelrolle und Jean-Luc Godard, der den Film produziert hat, tauchen auch andere legendäre Cineasten jener Zeit wie Claude Chabrol und François Truffaut kurz auf.
Bis 2013, als das CNC den Film restaurierte, war er nur zweimal in Arbeitskopien zu sehen.
(Februar)

Tomka and His Friends (Tomka dhe shokët e tij): Xhanfise Keko (Albanien 1977) (Februar, März)

L'ami de mon amie: Éric Rohmer (Frankreich 1987) (Februar, März)

L'arbre, le maire et la médiathèque: Éric Rohmer (Frankreich 1993) (Februar, März)

All Quiet on the Western Front: Lewis Milestone (USA 1930) (Februar, März)

Le rayon vert: Éric Rohmer (Frankreich 1986) (Februar, März)

Zauberlaterne (Februar)

Cold November (Nëntor i ftohtë): Ismet Sijarina (Februar, März)

Die Melodie des Meeres (Song of the Sea): Tomm Moore (Irland/Dänemark/Belgien/Luxemburg/Frankreich 2014) (Februar, März)

L'âge d'or: Luis Buñuel (Frankreich 1930) (März)

The Bride and the Curfew & The River That Never Runs Dry: The Bride and the Curfew (Albanien 1978)
Albanien während der deutschen Besetzung. Shpresa ist eine beherzte junge Partisanin, die nicht davor zurückschreckt, Kollaborateure zu töten. Vor allem aber stört sie die Nazis, weil sie überall in der Stadt politische Graffiti anbringt. Der neue deutsche Kommandant beschliesst, hart durchzugreifen. Er verhängt eine Ausgangssperre, riegelt die Stadt nach aussen ab und lässt überall nach Shpresa suchen. Die Widerstandskämpfer sehen nur eine Chance: Sie müssen Shpresa aus der Stadt schmuggeln, indem sie sie als Braut verkleiden. Ein riskantes Unterfangen ...
Aufgrund eines Drehbuchs von Ismail Kadares Frau Elena Kadare haben Kristaq Mitro und Ibrahim Muçaj einen rasanten und atmosphärischen Kriegsfilm inszeniert, der von Kujtim Laro mit fast Western-mässiger Musik untermalt ist. Wohl nicht ganz zufällig steht eine heldenhafte Frau im Mittelpunkt, die ihren männlichen Kampfgenossen in keiner Weise nachsteht. (mb)

The River That Never Runs Dry (Albanien 1989)
In einem verwüsteten winterlichen Bergdorf, wo nur noch ältere Witwen zu leben scheinen, verbergen sich versprengte Partisanen auf dem Rückzug vor den anrückenden Deutschen. Ein Paar nimmt einen kleinen verwaisten Jungen in seine Obhut, aber der Kleine weint und erregt die Aufmerksamkeit der Deutschen. Mit wenig Dialog, starken Bildern und viel Atmosphäre schildert Fatmir Koçi in seinem Diplomfilm eine düstere Episode aus dem Zweiten Weltkrieg. Das wurde dem Film von Viktor Gjika, dem regimetreuen Chef der albanischen Filmproduktion, angekreidet; er verlangte eine heldenhaftere Darstellung der Partisanen und mehr tote Nazis. Im Wendejahr 1989 foutierte sich der Filmemacher aber um Gjikas Anweisung und brachte den Film unverändert heraus. (mb)

(März)

12 Angry Men: Sidney Lumet (USA 1957) (März)

Conte d'hiver: Éric Rohmer (Frankreich 1992) (März)

Les coquelicots sur les murs (Lulkuqe mbi mure): Dhimitër Anagnosti (Albanien 1976) (März)

Magic Eye (Syri magjik): Kujtim Çashku (Albanien/Deutschland 2005) (März)

Podiumsdiskussion: Albanien im Film (März)

Tirana, année zéro (Tirana viti 0): Fatmir Koçi (März)

Sous les toits de Paris: René Clair (Frankreich 1930) (März)

Colonel Bunker (Kolonel Bunker): Kujtim Çashku (März)

Conte d'été: Éric Rohmer (Frankreich 1996) (März)

Im Kampf mit dem Berge: Arnold Fanck (Deutschland 1921) (März)

L'Anglaise et le duc: Éric Rohmer (Frankreich 2001) (März)

The Captain (Kapedani): Muharrem Fejzo, Fehmi Hoshafi (Albanien 1972) (März)

Generalversammlung Lumière (März)

Song of the Sea: Tomm Moore (Irland/Dänemark/Belgien/Luxemburg/Frankreich 2014) (März)