Filmpodium

Mi, 28.08.2019 | 15:30 - 17:49 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Les petites fugues

Yves Yersin (Schweiz/Frankreich 1979)

Das erste Jahrhundert des Films
In der Dauerreihe «Das erste Jahrhundert des Films» zeigen wir im Lauf von zehn Jahren rund 500 wegweisende Werke der Filmgeschichte. Die Auswahl jedes Programmblocks ist gruppiert nach Jahr­gängen, woraus sich schliesslich 100 Momentaufnahmen des Weltkinos von 1900 bis 1999 ergeben. Referenzzahl ist jeweils der aktuelle Jahrgang, d. h. im Jahr 2019 sind Filme von 1919, 1929, 1939 usw. zu sehen.

30 Jahre hat Pipe als Knecht auf dem Bauernhof der Familie Duperrex verbracht. Jetzt hat er das Rentenalter erreicht und kauft sich mit seiner AHV-Rente ein Mofa. Nach zahlreichen wackligen Versuchen unternimmt Pipe erste Ausflüge in die nähere Umgebung und erlebt unversehens ein Stück Freiheit. Doch dann betrinkt er sich auf einem Ausflug, verursacht einen harmlosen Unfall und verliert die Fahrerlaubnis. Er lässt sich aber nicht unterkriegen: Fortan betrachtet er die Welt durch die Linse seiner Polaroidkamera – sein Weg in die Freiheit ist unaufhaltsam.
Mit Les petites fugues schildert der kürzlich verstorbene Waadtländer Yves Yersin auf bedächtige, zugleich aber poetische und heitere Art den Prozess einer Selbstbefreiung. Der Film wurde im In- und Ausland eine der erfolgreichsten Produktionen der Schweizer Filmgeschichte, sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik.
«Les petites fugues schlug 1979 wie eine Bombe ein. Intuitiv erkannte das Publikum die subversive Kraft dieses poetischen Kinomärchens. (...) Mitverantwortlich für diesen Höhenflug war der damals erst knapp fünfzigjährige französische, durch Filme von Claude Goretta bekannt gewordene Schauspieler Michel Robin, der in der ‹Greisenrolle› des Pipe über sich hinauswuchs und dafür in Locarno als Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde.» (Freddy Buache)
«Yersin hat einen stillen, aber sehr intensiven Film gedreht, einen sinnlich erfassbaren von hoher Intelligenz. Er zeigt die kleinen Fluchten eines alten Mannes aus der Enge seiner Existenz, über Zäune, die in einem langen Leben immer höher geworden sind. Was sich aber ansieht wie eine anekdotische Alltagsschilderung, ist gleichzeitig eine kluge Analyse.» (Reclams Filmführer)

Pipe has spent 30 years as a farmhand on the Duperrex family's estate. Now, he has reached retirement age and buys a moped with the money from his pension. After numerous wobbly attempts, Pipe undertakes his first trips into the surrounding countryside and suddenly experiences a bit of freedom. But then he gets drunk on one of his jaunts, causes a harmless accident and loses his driving license. But he doesn't let this get him down: From now on, he looks at the world through the lens of his Polaroid camera – his journey to freedom cannot be stopped.
In Les petites fugues, the recently deceased Yves Yersin, a filmmaker from Vaud, describes the process of self-liberation in a leisurely, but lyrical and lighthearted manner.
His film became one of the most successful productions in the history of Swiss cinema, at home and abroad, both with audiences and critics.
«Les petites fugues had a huge impact in 1979. The audience intuitively recognized the subversive power of this poetic cinematic fairy tale. (...) French actor Michel Robin, who was only fifty years old at the time and famous for the films he had made with Claude Goretta, had a big part in the success of this fantasy. He surpassed himself in the ‹old man's role› of Pipe and won the Best Actor award at the Locarno Film Festival.» (Freddy Buache)
«Yersin has made a quiet but very intense film, a sensually comprehensible work of high intelligence. He shows an old man's little escapes from the narrowness of his existence, overcoming fences that have grown higher and higher in his long life. But what looks like an anecdotal description of everyday life is simultaneously an astute analysis." (Reclams Filmführer)

Les petites fugues zählt zur ersten Staffel grosser Schweizer Filme, die im Rahmen des Projekts filmo neu aufbereitet werden.
139 Min. / Farbe / DCP / F/d

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Informationen

Daten und Tickets

28.08.2019
15:30 - 17:49 UHR

01.09.2019
20:45 - 23:04 UHR

05.09.2019
18:15 - 20:34 UHR

11.09.2019
20:45 - 23:04 UHR

12.09.2019
15:30 - 17:49 UHR

16.09.2019
18:15 - 20:34 UHR

20.09.2019
15:30 - 17:49 UHR

21.09.2019
20:45 - 23:04 UHR

22.09.2019
18:00 - 20:19 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Yves Yersin
Drehbuch: Yves Yersin, Claude Muret
Kamera: Robert Alazraki
Musik: Léon Francioli, Guillermo Villegas
Schnitt: Yves Yersin, Marianne Monnier
Besetzung: Michel Robin (Pipe), Fabienne Barraud (Josiane), Fred Personne (Duperrex, ihr Vater), Dore De Rosa (Luigi), Mista Préchac (Rose Duperrex, Josianes Mutter), Laurent Sandoz (Alain), Nicole Vautier (Marianne)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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Das Bankkonto im Walde (BRD 1971)
Kübelkind glaubt an unser Kreditwesen. Muss deshalb aus dem vierten Stock eines Hauses springen und ein trauriges Lied singen.
Kübelkind ersäuft Kübelkinder (BRD 1971)
Dazu gibt es schöne Musik und alles ist sehr poetisch.
(September)

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