Filmpodium

Mo, 02.03.2020 | 20:45 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Pauline à la plage

Éric Rohmer (Frankreich 1983)

Éric Rohmer
1951 veröffentlichte Éric Rohmer (1920–2010) seinen ersten Artikel in den neu gegründeten Cahiers du cinéma. Ab 1962 widmete er sich ganz dem Filmemachen und realisierte bis 2007 über zwei Dutzend Filme, die er oft in Zyklen – etwa «Contes moraux» oder «Comédies et proverbes» – zusammenfasste. Wir zeigen seine schönsten Filme, in denen sich Lebensfreude und Melancholie subtil die Waage halten und die auf magische Art natürlich wirken.

«Nach ihrer Scheidung fährt Marion mit ihrer jungen Cousine Pauline ins Sommerhaus ihrer Familie, in der Nähe von Granville in der Normandie. Am Strand trifft sie ihre Jugendliebe Pierre und lernt dessen Bekannten Henri kennen. Pierre gesteht Marion seine ungebrochene Liebe, sie aber interessiert sich für Henri. Inzwischen bahnt sich eine leise Romanze zwischen Pauline und Sylvain an, einem Jungen, den sie am Strand getroffen hat. (...) Rohmer spricht von allgemeinen Gefühlen, die er mikroskopisch genau sichtbar macht. Er spinnt seine Geschichten mit verblüffender Konsequenz, spielt wie Hitchcock mit offenen Karten: Man wartet als Zuschauer nicht auf eine Lösung – die eh nicht möglich wäre –, aber auf Erlösung aus einer durchgehaltenen Spannung im Gefühlsbereich. Der ‹suspense› liegt im Unausgesprochenen.» (Walter Ruggle, Filmbulletin 2/1984)
«In Pauline à la plage fasziniert gerade die Identität von Sprache und Charakter bei den sechs Hauptfiguren: Die frühreife und altkluge Pauline, die ihre ersten Liebeserfahrungen und Enttäuschungen erlebt, die attraktive Marion, die auf der Suche nach der grossen Liebe ist und sich doch stets in ihren Gefühlen täuscht, (...) der unglücklich in Marion und in sich selbst verliebte Pierre, der galante Schürzenjäger Henri, der unerfahrene, aber ernsthafte Sylvain – sie machen aus dem anzüglichen Vaudeville eine geistreiche Charakterkomödie, aus dem philosophischen Debattierstück eine psychologische Studie.» (Gerhart Waeger, Zoom 10/1984)
100 Min. / Farbe / DCP / F/d

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

02.03.2020
20:45 - 22:25 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Éric Rohmer
Drehbuch: Éric Rohmer
Kamera: Néstor Almendros
Musik: Jean-Louis Valero
Schnitt: Cécile Decugis, Chris Tate
Besetzung: Amanda Langlet (Pauline), Arielle Dombasle (Marion), Pascal Greggory (Pierre), Féodor Atkine (Henri), Simon de La Brosse (Sylvain), Rosette (Louisette), Michel Ferry (Sylvains Freund), Marie Bouteloup (Marie)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch


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«Zweiter Teil von Rohmers sechsteiligem Zyklus ‹Moralische Geschichten›, der inszenatorisch noch nicht vollkommen ist, jedoch Handschrift und Absicht des Regisseurs erkennen lässt: Rohmer feiert den Sieg des ‹moralischen Instinkts› gegen das berechnende Kalkül. Eine intellektuelle Übung voller psychologischer Arabesken.» (Lexikon des int. Films)
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