Filmpodium

Do, 05.03.2020 | 15:00 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Conte d'hiver

Éric Rohmer (Frankreich 1992)

Éric Rohmer
1951 veröffentlichte Éric Rohmer (1920–2010) seinen ersten Artikel in den neu gegründeten Cahiers du cinéma. Ab 1962 widmete er sich ganz dem Filmemachen und realisierte bis 2007 über zwei Dutzend Filme, die er oft in Zyklen – etwa «Contes moraux» oder «Comédies et proverbes» – zusammenfasste. Wir zeigen seine schönsten Filme, in denen sich Lebensfreude und Melancholie subtil die Waage halten und die auf magische Art natürlich wirken.

Eine junge Frau verliebt sich während ihrer Sommerferien, schreibt dem geliebten Mann beim Abschied allerdings in der Hektik eine falsche Adresse auf. Die Jahre vergehen, ohne dass sie etwas von ihm hört. Dennoch bleibt sie ihm treu, erzieht die gemeinsame Tochter und lebt mit zwei Männern zusammen – bis der Geliebte unverhofft und wie durch ein Wunder wieder auftaucht.
«Rohmers Lebensnähe wirkt immer wieder schmerzlich, denn während man der Frau wünscht, ihr verschollenes Ideal von Mannsbild möge wieder auftauchen, sehen wir zu, wie sie sich mit den beiden andern schwertut. Nur zwei Gewissheiten bleiben einem in diesen Momenten: Der nächste Frühling folgt auf den Winter bestimmt, und Rohmer wird die Shakespearsche Fügung schaffen, die aus der ausweglosen Situation ein offenes und doch glücklich anmutendes Ende stiftet. Die wundersame Wiedervereinigung, zu der der Film gelangt, hat der französische Gefühlsgeometer jedenfalls dem ‹Wintermärchen› des englischen Machtanalytikers entlehnt.» (Walter Ruggle, Züritipp 1992)
114 Min. / Farbe / DCP / F/d

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Informationen

Daten und Tickets

05.03.2020
15:00 - 16:54 UHR

14.03.2020
21:00 - 22:54 UHR

21.03.2020
18:15 - 20:09 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Éric Rohmer
Drehbuch: Éric Rohmer
Kamera: Luc Pagès
Musik: Sébastien Erms
Schnitt: Mary Stephen
Besetzung: Charlotte Véry (Félicie), Frédéric van den Driessche (Charles), Michel Voletti (Maxence), Hervé Furic (Loïc), Ava Loraschi (Élise), Christiane Desbois (die Mutter), Rosette (die Schwester), Jean-Luc Revol (der Schwager), Haydée Caillot (Edwige), Jean-Claude Biette (Quentin), Marie Rivière (Dora), Roger Dumas (Léontes)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch


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«Zweiter Teil von Rohmers sechsteiligem Zyklus ‹Moralische Geschichten›, der inszenatorisch noch nicht vollkommen ist, jedoch Handschrift und Absicht des Regisseurs erkennen lässt: Rohmer feiert den Sieg des ‹moralischen Instinkts› gegen das berechnende Kalkül. Eine intellektuelle Übung voller psychologischer Arabesken.» (Lexikon des int. Films)
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«Einfach, delikat und jazzig: Schon die erste der ‹Moralischen Geschichten› lässt erahnen, was den Rohmerschen Stil später auszeichnen wird: eine unspektakuläre, naturalistische Kameraarbeit, das ironische Voice-over des Ich-Erzählers und das Bild der ‹unergründlichen› Frau. Ein Jurastudent mit einem Auge für schöne Frauen und einem grossen Appetit stopft sich täglich mit Süssigkeiten und Gebäck voll, um die Aufmerksamkeit der hübschen brünetten Verkäuferin in einer altmodischen Pariser Bäckerei auf sich zu lenken. Doch ist er wirklich interessiert oder sucht er nur eine süsse Abwechslung?» (Criterion Collection)
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Nomination: Bester Animationsfilm

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Nomination Bester Abschlussfilm

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