Filmpodium

Mo, 19.10.2020 | 18:00 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Pepi, Luci, Bom y otras chicas del montón (Pepi, Luci, Bom und der Rest der Bande)

Pedro Almodóvar (Spanien 1980)

Das erste Jahrhundert des Films
In der Dauerreihe «Das erste Jahrhundert des Films» zeigen wir im Lauf von zehn Jahren rund 500 wegweisende Werke der Filmgeschichte. Die Auswahl jedes Programmblocks ist gruppiert nach Jahr­gängen, woraus sich schliesslich 100 Momentaufnahmen des Weltkinos von 1900 bis 1999 ergeben. Referenzzahl ist jeweils der aktuelle Jahrgang, d. h. im Jahr 2020 sind Filme von 1910, 1920, 1930 usw. zu sehen.

Pepi wird von einem korrupten Polizisten, der ihre Marihuana-Pflanzen auf dem Balkon entdeckt, vergewaltigt. Um sich zu rächen, bittet sie eine Punkrock-Gruppe, ihren Peiniger zu verprügeln; die Gewalt trifft aber den Falschen, den Zwillingsbruder des Polizisten. Daraufhin bandeln Pepi und ihre Freundin Bom mit Luci an, der masochistischen Ehefrau des Polizisten – fortan ziehen sie zu dritt durch das Madrider Underground-Leben und feiern wilde Partys.
Pedro Almodóvars Kinodebüt Pepi, Luci, Bom y otras chicas del montón ist ein schriller, Comic-artiger Film über das Leben in Madrid während der Punk-Ära, mit rauem Charme und anarchischem Humor. Der Low-Budget-Film, der bereits viele Lieblingsthemen Almodóvars behandelt, wird schnell zum Kultklassiker, etabliert Almodóvar als wichtige Figur in der Madrider Movida und macht ihn international bekannt.
Der Film ist «ein Film voller Makel. Wenn ein Film einen Makel hat, ist es nur ein schlechter Film; hat er dagegen gleich eine ganze Anzahl, dann gilt das als neue Sprache, als neuer Stil. Es ist im Wesentlichen ein unmoralischer Film; (...) und es ist ein feministischer Film, weil er Frauen porträtiert, die ihr Schicksal selbst bestimmen.» (Pedro Almodóvar, zit. in: elpais.com, 26.10.1980)
«Dieser Film, nur wenige Jahre nach dem Ende der repressiven Franco-Ära entstanden, ist von einem jugendlichen und rebellischen Geist erfüllt. Halten Sie Ausschau nach Almodóvars Cameo-Auftritt in der urkomischen Erektionswettbewerb-Szene!» (moma.org, 10/2016)

English Review: moma.org
82 Min. / Farbe / DCP / Sp/d*

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

29.10.2020
15:00 - 16:22 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar
Kamera: Paco Femenia
Musik: Miguel Ángel Polo
Schnitt: José Salcedo
Besetzung: Carmen Maura (Pepi), Olvido «Alaska» Gara (Bom), Eva Siva (Luci), Julieta Serrano (Schauspielerin), Cecilia Roth (Mädchen im Werbespot), Félix Rotaeta (Polizist/Zwillingsbruder), Concha Grégori (Charito), Kiti Mánver (Model), Cristina Sánchez Pascual (Frau mit Bart), Fabio de Miguel (Roxy Burton), Agustín Almodóvar (junger Mann im Publikum), Pedro Almodóvar (Ansager)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch


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English text below

Mary Louise Brooks, 1906 in Kansas geboren, wuchs mit einer kulturell und feministisch engagierten, erzieherisch aber weniger begabten Mutter auf. Mit neun Jahren von einem Nachbarn missbraucht, was ihr Verhältnis zu Sex und Männern prägte, machte Louise bald als Tanztalent von sich reden. Als 15-Jährige zog sie mit einer Anstandsdame nach New York und trat der avantgardistischen Denishawn Company bei. Über die Revue Ziegfeld Follies kam sie 1925 zum Film; 1938 liess sie das Kino hinter sich und versuchte sich neu zu erfinden. Hugh Munro Neelys Dokumentarfilm zeichnet Brooksʼ einzigartigen Lebensweg nach. (mb)

Mary Louise Brooks, born in Kansas in 1906, grew up with a mother who was a sophisticated lover of the arts and a feminist, whose parenting skills, however, were less than impressive. Abused by a neighbor at the age of nine, which had a lasting influence on her attitude to sex and men, Louise soon made a name for herself as a gifted dancer. At the age of 15, she moved to New York with a chaperone and joined the avant-garde Denishawn Company. In 1925, she got into film by way of the Ziegfeld Follies; by 1938 she left cinema behind and tried to reinvent herself. Hugh Munro Neely's documentary traces Brooks' unique life.
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Godards erster in Paris realisierter Kurzfilm, das Drehbuch schrieb, unverkennbar, Éric Rohmer. (pm)
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Wegen einer Überschwemmung stehen die Strassen unter Wasser. Eine junge Frau versucht aus einem Vorort von Paris in die Stadt zu gelangen. Ein junger Mann bietet ihr an, sie mitzunehmen.
Während einer realen Flut machte François Truffaut Aufnahmen für ein Filmprojekt, das er dann aber wegen der Realisierung seines Spielfilmdebüts Les quatre cents coups aufgab. Godard übernahm das gedrehte Material und komponierte daraus einen eigenen Film. (pm)
Charlotte et son Jules (Frankreich 1958)
Charlotte taucht bei ihrem Ex auf, worauf dieser sie mit einem endlosen Monolog zutextet.
Gedreht im damaligen Hotelzimmer Godards in Paris. Belmondo hatte wegen seines Militärdienstes in Algerien keine Zeit, seinen Part nachzuvertonen, weshalb Godard selbst den Monolog einsprach. (pm)
Opération «Béton» (Schweiz 1954)
Sein erstes Geld verdiente der junge Godard als Telefonist auf der Baustelle der Staumauer von Grande Dixence. Damit realisierte er auch seinen ersten Film, eine Kurzdokumentation über deren Erstellung, insbesondere die Phase des Betonierens. Godard konnte den Film an die Betreiberfirma des berühmten Bauwerks verkaufen, was ihm erlaubte, sich für die nächste Zeit aufs Filmemachen zu konzentrieren. (pm)
Mit freundlicher Genehmigung der Cinémathèque française.
Une femme coquette (Frankreich 1955)
Eine junge Frau betrügt «ohne Absicht» ihren Mann, weil sie sich als Prostituierte ausgibt.
Godards erster fiktionaler Kurzfilm, den er innert zwei Tagen mit einer geliehenen 16-mm-Kamera in Genf realisierte. Er zeichnete als Regisseur mit dem Pseudonym Hans Lucas, unter dem er auch Kritiken für die Cahiers du cinéma verfasste. Der Film wurde nach wenigen Vorstellungen nicht mehr gezeigt, galt lange als verschollen und tauchte erst vor drei Jahren überraschend auf Youtube auf. (pm)
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King Lear: Jean-Luc Godard (Dezember)

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JLG/JLG, autoportrait de décembre / Liberté et patrie / Remerciements à son Prix d'honneur: JLG/JLG, autoportrait de décembre (Frankreich 1995)
«Im Dezember 1994 entstand an Godards Wohnort Rolle am Genfersee dieses Selbstporträt, das vor allem ein Versuch der eigenen künstlerischen Standortbestimmung ist. Oszillierend zwischen Selbstreflexion, philosophischem Exkurs und der Selbstbespiegelung eines künstlerischen Egozentrikers gibt Godard ein Bild seiner Existenz, das ihn als leidenschaftlichen, wenn auch desillusionierten Kulturkritiker zeigt. Ein Regisseur, der dem, was er in den Medien präsentiert bekommt, nie glaubt und sich dennoch der Macht der Bilder immer bewusst ist.» (prisma.de)
Remerciements de Jean-Luc Godard à son Prix d'honneur du cinéma suisse (Schweiz 2015)
2015 wurde Jean-Luc Godard der Ehrenpreis des Schweizer Films verliehen. Er konnte an der Zeremonie nicht teilnehmen und bedankte sich mit einem Kurzfilm. «Il est très étrange de donner un prix de cinéma suisse, puisqu’il n’y a pas de cinéma suisse.» (JLG, 2015)
Liberté et patrie (Schweiz 2002)
«Eine Hommage an Ramuz’ fiktiven Romanhelden, den Maler Aimé Pache, der zwischen dem Waadtland und Paris hin- und herreist. Erzählt wird eine fiktive Biografie in einer Abfolge von Landschaftsaufnahmen und Landschaftsmalerei, philosophischen und poetischen Überlegungen und Ideen. Ein versöhnlicher, ruhiger und ironischer Film.» (Vega-Film)
(Dezember)

Reise der Hoffnung: Xavier Koller (Schweiz/Italien/Deutschland 1990) (Dezember)

Allemagne 90 neuf zéro: Jean-Luc Godard (Dezember)

An Angel at My Table: Jane Campion (Neuseeland/Australien/GB 1990) (Dezember)

Strange Days: Kathryn Bigelow (USA 1995) (Dezember)

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