Filmpodium

So, 07.07.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Romeo und Julia auf dem Dorfe

Valérien Schmidely, Hans Trommer (Schweiz 1941)

Keller im Kino
2019 jährt sich der Geburtstag Gottfried Kellers zum 200. Mal. Als das Kino geboren wurde, waren seit seinem Tod gerade fünf Jahre vergangen. Doch erst gut dreissig Jahre später wagte es sich zum ersten Mal an Kellers Stoffe; wir zeigen eine kleine Auswahl.

«Der schönste, echteste aller Schweizer Filme, dessen Tragweite man gestern nicht erfasst hat und der für heute und morgen noch wegweisend ist», schwärmte Cinémathèque-suisse-Gründer Freddy Buache 1974 über die Gottfried-Keller-Verfilmung um zwei Liebende, die wegen einer alten Familienfehde nicht zueinanderkommen können. Der Publikumserfolg hatte sich nicht einstellen wollen; bald galt das Werk als «film maudit».
Tatsächlich ist Romeo und Julia auf dem Dorfe für seine Zeit einzigartig, fühlte sich Trommer doch filmischen Vorbildern – Griffith, Wertow, Sjöström und vor allem Renoir – eher verpflichtet als der Geistigen Landesverteidigung: «Statt die Novelle zu illustrieren, hat Trommer optische Entsprechungen gefunden, die den Film auf das Niveau eines universellen Gedichts erheben.» (Hervé Dumont: Geschichte des Schweizer Films. Spielfilme 1896–1965, 1987)

84 Min. / sw / 35 mm / Dialekt

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Besetzung / Künstler

Regie: Valérien Schmidely, Hans Trommer
Drehbuch: Hans Trommer
Autor: Gottfried Keller
Kamera: Ady Lumpert
Musik: Jack Trommer
Schnitt: Irene Widmer, Käthe Mey
Besetzung: Margrit Winter (Vreneli Marti), Erwin Kohlund (Sali Manz), Johannes Steiner (Albert Manz), Emil Gyr (Marti), Emil Gerber (der schwarze Geiger), Walburga Gmür (Frau Manz), Anni Dürig (Frau Marti), Ella Kottusch (Elise), Dorli Zäch (Vreneli, Kind), Richard Schuhmacher (Sali, Kind), Ursula von Wiese (Emmi, eine Kellnerin), Max Röthlisberger (Salis Freund)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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«Ein hinreissend schöner Film über die vergessenen Meister der baltischen Neuen Welle (...). Nur ein kleiner Teil des Publikums wird diesen Film ohne den Wunsch verlassen, von diesen poetischen Filmen, die durch die schlichte Darstellung menschlichen Verhaltens (...) ein komplexes Bild des Lebens zeichnen und es für spätere Generationen erhalten, mehr zu sehen.» (Laurence Boyce, cineuropa.org, 7.4.2018)

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Der Film erhielt 2017 den lettischen Filmpreis als Bester Dokumentarfilm.

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Die verträumte Kioskfrau hat die Herzen des Publikums im Sturm erobert. Der Film wurde an unzähligen Festivals rund um den Erdball gezeigt und erhielt viele Auszeichnungen.» (srf)
Der Kiosk ist die Masterarbeit von Anete Melece an der Hochschule Luzern 2012. Die Kioskfrau der gebürtige Lettin beobachtet die Welt fast genauso akribisch wie Laila Pakalniņa.
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Snow Crazy (Lettland 2012)
Lettland liegt an der Ostsee und hat, «technisch gesehen», keine Berge; der höchste Punkt liegt 311,6 m ü. M. Dies und die globale Erwärmung hindern die Letten und Lettinen aber nicht daran, Ski fahren zu wollen, vielmehr fordert dies ihre Kreativität heraus. Wenn sich dann noch die renommierte Filmregisseurin Laila Pakalniņa des Themas annimmt, ist das Resultat so blendend wie der Schnee im Sonnenlicht!
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Laila Pakalniņa folgte der Empfehlung der Einheimischen aus einem Gebiet an der Ostgrenze Lettlands, «die schreckliche Strasse» zu filmen. Daraus ist ein Film darüber entstanden, wie sich alles ändert und doch gleich bleibt. «Oder es bleibt alles gleich, während das Ganze sich ändert.»
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Histoire(s) du cinéma: Toutes les histoires (Frankreich 1989)
«So wie ‹Finnegans Wake›, das Kunstwerk, mit dem Histoire(s) du cinéma am ehesten vergleichbar scheint, sich irgendwann in eine theoretische Phase nach dem Ende der englischen Sprache, wie wir sie kennen, versetzt, projiziert sich Godards Opus magnum ebenfalls in die Zukunft, um zu fragen: ‹Was war Kino?› Es handelt sich um ein schichtweise aufgebautes Werk, sowohl akustisch als auch visuell – eine Dimension, die besonders deutlich wird durch das dichte Gewebe, das durch die einzelnen Kanäle des Soundtracks entsteht. (...) Wenn man sich die Anmerkungen und Bearbeitungen von Histoire(s) du cinéma ansieht, kann man erkennen, dass sie den ganzen Weg von Godards Sichtweise der Filmkritik bis hin zu etwas führen, das vielleicht der Philosophie oder sogar der Psychoanalyse näher kommt.» (Jonathan Rosenbaum, ecm-records.com, 1999)
Histoire(s) du cinéma besteht aus vier Kapiteln, die jeweils aus zwei Teilen bestehen. Wir zeigen in diesem Programm ausschliesslich den ersten Teil des ersten Kapitels mit dem Titel Toutes les histoires.
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