Filmpodium

Mo, 05.08.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Manhattan

Woody Allen (USA 1979)

Das erste Jahrhundert des Films
In der Dauerreihe «Das erste Jahrhundert des Films» zeigen wir im Lauf von zehn Jahren rund 500 wegweisende Werke der Filmgeschichte. Die Auswahl jedes Programmblocks ist gruppiert nach Jahr­gängen, woraus sich schliesslich 100 Momentaufnahmen des Weltkinos von 1900 bis 1999 ergeben. Referenzzahl ist jeweils der aktuelle Jahrgang, d. h. im Jahr 2019 sind Filme von 1919, 1929, 1939 usw. zu sehen.

Der New Yorker Fernseh-Autor Isaac hat es nicht leicht: Zwei gescheiterte Ehen hat er schon hinter sich, seine lesbische Ex-Frau Jill will ein Enthüllungsbuch über ihre Ehe schreiben und die Beziehung zur 17-jährigen Tracy scheitert. Frustriert kündigt er seinen Job, zieht um und beginnt eine Affäre mit der klugen Neurotikerin Mary, der neuen Flamme seines besten Freundes.
Manhattan karikiert die Lebenskrise eines Intellektuellen und gilt als einer der besten aller Woody-Allen-Filme. In dieser romantischen Komödie, die nebenbei auch eine einzigartige Hommage an New York ist, brillieren an der Seite von Regisseur und Hauptdarsteller Woody Allen seine damalige Lebenspartnerin Diane Keaton, Meryl Streep und die blutjunge Mariel Hemingway.
«Nur schon die Eröffnungssequenz ist atemberaubend. Fünfmal nimmt Allen zu den Klängen von Gershwins ‹Rhapsody in Blue› und den schwarzweissen Cinemascope-Impressionen von Gordon Willis Anlauf zu einer Liebeserklärung an New York, beim letzten Mal steigern sich Text, Bild und Musik in unwiderstehlichem Rhythmus zur Hymne. (…) Nie hat Allen seine Kreise und ihre gesammelten Neurosen liebevoller und intimer porträtiert, selten hat er zu einer ähnlich präzisen, vielschichtigen (dabei gewohnt ökonomischen) Dramaturgie gefunden.» (Andreas Furler, Filmpodium, Dezember

New York TV writer Isaac is having a tough time: He has already had two failed marriages, his lesbian ex-wife Jill wants to write a tell-all book about their marriage, and his relationship with 17-year-old Tracy fails. Frustrated, he quits his job, moves into a different apartment and embarks on an affair with clever, neurotic Mary, his best friend's new sweetheart.
Manhattan caricatures the midlife crisis of an intellectual and is considered one of Woody Allen's best films. In this romantic comedy, which is also a unique tribute to New York, his then life partner Diane Keaton, Meryl Streep and the very young Mariel Hemingway shine opposite director and lead actor Woody Allen. To the sounds of Gershwin's ‹Rhapsody in Blue› and the black-and-white cinemascope impressions by d.o.p. Gordon Willis, Allen takes five runs at a declaration of love to New York, and at his last attempt, text, image and music join in an irresistible rhythm creating a paean to the city. (...) Never has Allen portrayed his circles and their collected neuroses more lovingly and intimately, rarely has he come up with a similarly precise, multi-layered (and yet, as usual, economical) dramaturgy.» (Andreas Furler, Filmpodium, December 2010) 2010)
97 Min. / sw / 35 mm / E/d/f

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Besetzung / Künstler

Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen, Marshall Brickman
Kamera: Gordon Willis
Musik: George Gershwin
Schnitt: Susan E. Morse
Besetzung: Woody Allen (Isaac Davis), Diane Keaton (Mary Wilke), Michael Murphy (Yale), Mariel Hemingway (Tracy), Meryl Streep (Jill), Anne Byrne (Emily), Karen Ludwig (Connie), Michael O'Donoghue (Dennis)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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Charley Chase (1893–1940) war bereits ein arrivierter Filmemacher, als Leo McCarey bei den Hal Roach Studios anheuerte. Chase wechselte vor die Kamera, und McCarey drehte mit ihm klassische Komödien über einen sympathischen Durchschnittsbürger, der in aussergewöhnliche Bredouillen gerät.
Good Night, Nurse! (USA 1918)
Der betrunkene Fatty möchte in einem Lokal Schutz vor dem Unwetter suchen, aber der Besitzer lässt ihn nicht mehr herein. Als er endlich nach Hause kommt, hat seine Frau beschlossen, ihn in ein Sanatorium einzuweisen, um ihn von seiner Trunksucht zu kurieren. Da ihm der Chefarzt der Heilanstalt kein Vertrauen einflösst, versucht Fatty mit einer hübschen Patientin abzuhauen.
Von den Slapstick-Komikern der 1910er-Jahre konnte sich nur Charlie Chaplin in Sachen Ruhm mit Roscoe «Fatty» Arbuckle (1887–1933) messen. Er war ein gewaltiger Star, der auch als Entdecker von Buster Keaton in die Filmgeschichte einging. In Good Night, Nurse! (1918) ist Keaton noch nicht das «Stoneface» und zeigt als flirtender Chefarzt virtuoses Mienenspiel.
The «High Sign» (USA 1921)
Buster heuert bei einer Schiessbude an und gibt sich gegenüber dem Besitzer als Meisterschütze aus. Der Mann ist Chef einer Gangsterbande, deren Mitglieder sich mit einem kuriosen Handzeichen identifizieren. Er befiehlt Buster, den Geizkragen Nicklenurser umzubringen. Aber Nicklenurser und seine Tochter haben soeben Buster als Leibwächter engagiert.
Buster Keaton (1895–1966) drehte The «High Sign» 1921 als ersten Kurzfilm in Eigenregie. Veröffentlicht hat er ihn aber erst später, vermutlich weil er mit der Gestaltung seines Stils und seiner Figur noch nicht zufrieden war. Auch deshalb war der Film eher selten zu sehen, obschon er höchst unterhaltsam ist.
Big Business (USA 1929)
Stan und Ollie hausieren im sonnigen Kalifornien mit Christbäumen. Einer ihrer potenziellen Kunden reagiert unwirsch, als sie bei ihm klingeln. Es kommt zu einer fatalen Eskalation.
Leo McCarey inszenierte diesen Klassiker des rabiaten Slapsticks, in dem das von ihm geschaffene Komiker-Duo Stan Laurel (1890–1965) und Oliver Hardy (1892–1957) seiner Rachsucht und seinem Zerstörungstrieb freien Lauf lässt.
Mabel's Strange Predicament (USA 1914)
Mabel wartet im Hotel auf ihren Liebsten und wird von einem betrunkenen Landstreicher belästigt. Auf ihrer Flucht vor dem zudringlichen Verehrer gerät sie in Teufels Küche.
Mabel Normand (1892–1930) war nicht nur als Model und Schauspielerin erfolgreich, sie führte auch bei zahlreichen Filmen Regie, auch bei Mabel's Strange Predicament (1914). Darin hat Charlie Chaplin seinen zweiten Auftritt überhaupt in der Rolle des Tramps.
(Januar)

Dragnet Girl (Hijosen no onna): Yasujiro Ozu (Japan 1933) (Januar)

The Blot: Lois Weber (Januar)

The Shining (Extended Version): Stanley Kubrick (GB/USA 1979) (Januar, Februar)

Kohlhiesels Töchter: Ernst Lubitsch (Januar)

Borderline: Kenneth Macpherson (Januar)

Georgy Girl: Silvio Narizzano (GB 1966) (Januar, Februar)

Pandora and the Flying Dutchman: Albert Lewin (GB 1951) (Januar, Februar)

Dr. Jekyll and Mr. Hyde: John S. Robertson (USA 1920) (Januar)

Kain und Artjom (Kain i Artem): Pawel Petrow-Bytow (UdSSR 1929) (Februar)

In My Room: Ayelet Albenda (Israel/USA/GB 2017) (Februar)

Erde (Semlja): Alexander Dowshenko (Februar)

The Covered Wagon: James Cruze (USA 1923) (Februar)

Peppermint Frappé: Carlos Saura (Spanien 1967) (Februar)

Die Galgentoni (Tonka Šibenice): Karl Anton (Tschechoslowakei/Deutschland 1930) (Februar)

The Verdict: Sidney Lumet (USA 1982) (Februar)

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