Filmpodium

Fr, 03.05.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Der Einstein des Sex

Rosa von Praunheim (Deutschland/Niederlande 1999)

Rosa von Praunheim
Rosa von Praunheim ist ein Filmemacher, dessen Person von seinem Werk untrennbar ist; auch seine eigene Identität und seine Herkunft gehörten immer wieder zu den Themen, die er erkundete. Zu Ehren der Verleihung des Pink Apple Festival Award an Rosa von Praunheim zeigt das Filmpodium eine Auswahl seiner besten Filme.

Der jüdische Arztsohn Magnus Hirschfeld widmet sich Ende des 19. Jahrhunderts der Sexualforschung und kommt zum Schluss, dass Homosexualität nicht krankhaft und unnatürlich sei. Sein Versuch, den Paragraphen 175, der Homosexualität kriminalisiert, abzuschaffen, scheitert, aber nach dem Ersten Weltkrieg gründet Hirschfeld ein Institut für Sexualwissenschaft, dessen wegweisende Forschung erst von den Nazis abgewürgt wird.
«Eben weil er gar keine ‹grossen› Bilder (für ein Budget von 1,8 Millionen sieht der Film dennoch toll aus) bieten kann, konzentriert sich Praunheim auf eine Abfolge gut geschriebener, zwischen Komik und Tragödie schwankender Szenen, die zwar im kleinen Rahmen Augenmerk auf die Qualitätsmassstäbe historischer Filme (detaillierte Interieurs, schöne Farbgestaltung, fliessende Übergänge) legen, durch ihre Bescheidenheit aber ein umso intimeres und nahegehenderes Bild der handelnden Figuren formen. Der Witz kommt dabei nicht zu kurz.» (Christoph Huber, filmzentrale.com, 26.9.2000)

100 Min. / Farbe / 35 mm / D+E/d

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Besetzung / Künstler

Regie: Rosa von Praunheim
Drehbuch: Chris Kraus, Valentin Passoni, Rosa von Praunheim, Friedel von Wangenheim
Kamera: Elfi Mikesch
Musik: Karl-Ernst Sasse
Schnitt: Mike Shephard
Besetzung: Kai Schumann (Magnus Hirschfeld), Friedel von Wangenheim (Magnus Hirschfeld), Ben Becker (Adolf Brand), Wolfgang Völz (Polizeipräsident), Otto Sander (Prof. Steinach), Meret Becker (Arbeiterin), Monika Hansen (Gräfin), Gerd Lukas Storzer (Baron von Teschenberg)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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Kübelkind glaubt an unser Kreditwesen. Muss deshalb aus dem vierten Stock eines Hauses springen und ein trauriges Lied singen.
Kübelkind ersäuft Kübelkinder (BRD 1971)
Dazu gibt es schöne Musik und alles ist sehr poetisch.
(September)

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