Filmpodium

So, 21.04.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Twixt (3D)

Francis Ford Coppola (USA 2011)

Francis Ford Coppola zum 80. Geburtstag
Independentfilmer, Anti-Hollywoodmogul, Winzer, Familienmensch – Francis Ford Coppola, der am 7. April 80 Jahre alt wird, ist eine schillernde, überlebensgrosse Figur. Seine kometenhafte Karriere vom Schundbastler über den New-Hollywood-Autorenfilmer zum gefeierten Epiker und Blockbuster-Schöpfer erfuhr einen jähen Absturz als Pleitier und mündete in eine Rückkehr zu einem persönlicheren, selbstbestimmten Filmschaffen.

Hall Baltimore, einst erfolgreicher Autor einer Reihe von Gruselromanen um Hexerei, kommt auf Lesetournee ins verschlafene Nest Swann Valley. Dessen Sheriff Bobby LaGrange ist sein einziger Fan und selber Möchtegernautor. Er erzählt Baltimore von einem Massenmord an Kindern in Swann Valley und dass Edgar Allan Poe dort einst gewohnt hat. Baltimore, von Traumata und Trunksucht geplagt, verliert sich bald im Delirium zwischen Wahn und Wirklichkeit.
«Es ist zu hoffen, dass Twixt sich nicht als Francis Ford Coppolas Schwanengesang erweist – doch wenn es so wäre, ergäbe diese entwaffnend freche, streckenweise prachtvolle Petitesse einen perfekt symmetrischen Schlusspunkt zu einer Karriere, die vor fast 50 Jahren mit dem von Roger Corman produzierten Billigschocker Dementia 13 begonnen hat.» (Rob Nelson, Variety, 12.9.2011)
«Die Rückkehr hat sich in drei Phasen vollzogen. Erste Phase, Youth Without Youth nach Mircea Eliade: der Rückwärtslauf, der Reigen von Sprachen und Ursprüngen, mehrmals in denselben Fluss steigen, die endlich wiedergefundene Jugend. Zweite Phase, Tetro: die Familie, die Legende, die Konfrontation mit dem Vater, die Hybris. Dritte Phase, Twixt: die tote Schönheit, der Traum, der Wahnsinn der Uhren, die verlorenen Kinder. Es fällt nicht schwer, die Brücke zu beschreiben, die die drei Bände dieser Trilogie verbindet, zwischen der Legende von den Jahrhunderten und der wiedergefundenen Zeit. Es ist dieselbe, die Coppolas ganzem Werk zugrunde liegt, diese Obsession mit der Zeit, die mehr oder minder verborgen alle Filme durchzieht, von The Outsiders bis zu Peggy Sue Got Married, von The Godfather bis zu Rumble Fish. (...) Der Cineast hat sich drei Filme von einer ungehörigen Freiheit gegönnt, die sich nicht nur auf die Bedingungen bezieht, unter denen er sie realisiert hat (selbst geschrieben und produziert, seine Equipe und die Drehorte ausgewählt), sondern sich ins Herz dieser Filme einschreibt, durch inszenatorische Entscheidungen, die oft verwirrend wirken oder in Twixt gar souverän bis zur Farce.» (Jean-Philippe Tessé, Cahiers du cinéma, April 2012)

Weil Coppola zwei Traumsequenzen des Films in 3D gedreht hat, zeigen wir Twixt auch in diesem Format, allerdings ohne deutsche Untertitel.
88 Min. / Farbe + sw / DCP 3D / E

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Besetzung / Künstler

Regie: Francis Ford Coppola
Drehbuch: Francis Ford Coppola
Kamera: Mihai Malaimare Jr.
Musik: Dan Deacon, Osvaldo Golijov
Schnitt: Kevin Bailey, Glen Scantlebury, Robert Schafer
Besetzung: Val Kilmer (Hall Baltimore), Bruce Dern (Sheriff Bobby LaGrange), Elle Fanning (V.), Ben Chaplin (Poe), Joanne Whalley (Denise), David Paymer (Sam), Anthony Fusco (Pastor Allan Floyd), Alden Ehrenreich (Flamingo)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


Weitere Veranstaltungen

Der Mann, der seinen Mörder sucht: Robert Siodmak (Deutschland 1931) (Juli)

Romeo und Julia auf dem Dorfe: Valérien Schmidely, Hans Trommer (Schweiz 1941) (Juli)

Die sieben Samurai (Shichinin no samurai): Akira Kurosawa (Japan 1954) (Juli)

Engel der Verlorenen (Yoidore tenshi): Akira Kurosawa (Japan 1948) (Juli)

Der Grüne Heinrich: Thomas Koerfer (Schweiz/Frankreich 1993) (Juli)

Was Frauen träumen: Géza von Bolváry (Deutschland 1933) (Juli)

Ein streunender Hund (Nora inu): Akira Kurosawa (Japan 1949) (Juli, August)

Rashomon: Akira Kurosawa (Japan 1950) (Juli)

Skandal (Shubun): Akira Kurosawa (Japan 1950) (Juli, August)

Midnight Cowboy: John Schlesinger (Juli)

Midnight: Mitchell Leisen (USA 1939) (Juli)

Das Fähnlein der sieben Aufrechten: Simon Aeby (Schweiz 2000) (Juli)

Mifune: The Last Samurai: Steven Okazaki (USA 2015) (Juli, August, September)

Z: Constantin Costa-Gavras (Frankreich/Algerien 1969) (Juli, August)

The Apartment: Billy Wilder (USA 1960) (Juli, August)

Five Graves to Cairo: Billy Wilder (USA 1943) (Juli, August)

The Major and the Minor: Billy Wilder (USA 1942) (Juli, August)

Fedora: Billy Wilder (Frankreich/BRD 1978) (Juli, September)

Mauvaise graine: Billy Wilder, Alexandre Esway (Frankreich 1934) (Juli, August)

Flitzer: Peter Luisi (Schweiz 2017) (Juli)

Die verborgene Festung (Kakushi toride no san-akunin): Akira Kurosawa (Japan 1958) (Juli, August)

Bluebeard's Eighth Wife: Ernst Lubitsch (USA 1938) (Juli)

Das stumme Duell (Shizukanaru ketto): Akira Kurosawa (Japan 1949) (Juli, August)

Das Schloss im Spinnwebwald (Kumonosu-jo): Akira Kurosawa (Japan 1957) (Juli, August)

Ninotchka: Ernst Lubitsch (USA 1939) (Juli)

Double Indemnity: Billy Wilder (USA 1944) (Juli, August)

Kiss Me, Stupid: Billy Wilder (USA 1964) (Juli, August)

The Lost Weekend: Billy Wilder (USA 1945) (Juli, August)

Kes: Ken Loach (Juli, August)

A Foreign Affair: Billy Wilder (USA 1948) (Juli, August)

Witness for the Prosecution: Billy Wilder (USA 1957) (August)

Love in the Afternoon: Billy Wilder (USA 1957) (August, September)

Sanjuro (Tsubaki Sanjuro): Akira Kurosawa (Japan 1962) (August, September)

Yojimbo: Akira Kurosawa (Japan 1961) (August, September)

The Spirit of St. Louis: Billy Wilder (USA 1957) (August)

Stalag 17: Billy Wilder (USA 1953) (August)

Manhattan: Woody Allen (USA 1979) (August)

Sabrina: Billy Wilder (USA 1954) (August)

Die Bösen schlafen gut (Warui yatsu hodo yoku nemuru): Akira Kurosawa (Japan 1960) (August, September)

Sunset Boulevard: Billy Wilder (USA 1950) (August)

Die Blechtrommel: Volker Schlöndorff (BRD/Frankreich 1979) (August)

Mad Max: George Miller (Australien 1979) (August)

Rotbart (Akahige): Akira Kurosawa (Japan 1965) (August)

The Seven Year Itch: Billy Wilder (USA 1955) (August, September)

The Fortune Cookie: Billy Wilder (USA 1966) (August)

The Big Carnival: Billy Wilder (USA 1951) (August)

Avanti!: Billy Wilder (USA 1972) (August, September)

Some Like It Hot: Billy Wilder (USA 1959) (August, September)

The Front Page: Billy Wilder (USA 1974) (August, September)

L'héritage des 500 000 (Gojuman-nin no isan): Toshiro Mifune (Japan 1963) (August, September)

Monty Python's Life of Brian: Terry Jones (GB 1979) (August, September)

One, Two, Three: Billy Wilder (USA 1961) (August, September)

Les petites fugues: Yves Yersin (Schweiz/Frankreich 1979) (August, September)

Geschichten vom Kübelkind – Teil 1: Kübelkinds Kindheit (BRD 1971)
Diese Geschichte sollte man sich auf jeden Fall ansehen! Eine Nachgeburt macht sich selbständig..., dann aber kommt die Wohlfahrt.
Alte Männer (BRD 1971)
Wenn Kübelkind es will, stehen manche Männer ganz schnell in der Unterhose da.
Kübelsyndrom (BRD 1971)
Etwas über die Fähigkeit unserer Gesellschaft, alles zu verstehen, zu verzeihen und zu vergelten.
Katzen haben Flöhe (BRD 1971)
Kübelkind tut so, als würde es schlafen. Weil es gerne wissen möchte, was dann passieren kann. Aber die Stiefmutter kommt dazwischen.
Kübelkind lernt ein Scheissspiel (BRD 1971)
Kübelkind erfährt am eigenen Arsch, wie zwischen Streicheln und Hauen ein spassiger Zusammenhang entsteht.
Kübelkind lernt nein sagen (BRD 1971)
Kübelkind feiert eine Hochzeit, aber im entscheidenden Augenblick wird es trotzig, worauf die Waffen sprechen.
Murmeltier lernt tanzen (BRD 1971)
Kübelkind soll für den Jahrmarkt erzogen werden, singt schöne Lieder, beschimpft die Leute und brennt mit der Kasse durch.
Freiheit durch Al Capone (BRD 1971)
Kübelkind redet dauernd von Revolution, aber Al Capone, die Sau, von etwas ganz anderem.
Des Hauses Schmuck ist Reinlichkeit (BRD 1971)
Kübelkind unter der Dusche, im Regen und in der Traufe.
Eine Kaufhausdiebin (BRD 1971)
Nach einem schönen Kaufhausbummel sitzt Kübelkind auf dem Schoss einer Kollegin und macht nur ein bisschen mit.
Kübelkind hat einen guten Menschen zum Fressen gern (BRD 1971)
Liebe geht durch den Magen, aber manchmal verdirbt man sich ihn dabei.
(September)

Geschichten vom Kübelkind – Teil 2: Kübelkind wird glatt und rund (BRD 1971)
Kübelkind erlebt einen Erziehungsversuch durch einen geistlichen Herrn, der genau weiss, was gut tut.
Ein ganz kleines Glück (BRD 1971)
Kübelkind treibt es mit den Früchten des Feldes.
Kübelkind erzählt einer Königin ein Märchen (BRD 1971)
Eine Geschichte zum Hinhören und Zuschauen.
Kübelkind lernt einen Lord kennen und wird aufgehängt (BRD 1971)
Das stimmt, aber die Rache ist ganz besonders süss.
Besonders nette Eltern (BRD 1971)
Kübelkind muss lernen, dass ein Beischlaf auch dann von Übel ist, wenn er auf dem Klo vollzogen wird.
Niedrig gilt das Geld auf dieser Erde (BRD 1971)
Kübelkind geht auf den Strich und wird dafür ermordet.
Alle Macht den Vampiren (BRD 1971)
Es ist kaum zu glauben, wie viele Vampire es geben könnte. Kübelkind ruft sie zu einer grossen Demonstration auf.
Die Hexe soll brennen (BRD 1971)
Muss Kübelkind auf dem Scheiterhaufen enden? Kommt eine Rettung von oben?
Kübelkind reitet für den König (BRD 1971)
Der grösste Film aller Zeiten. Intrigen, alte Gemäuer, quietschende Fussböden, die Königin schläft mit dem falschen Mann, Kübelkind heiratet D’Artagnan und reitet auf einem weissen Pferd, noch mehr Intrigen und Kübelkind macht mit. Dafür soll sie am Ende an allem schuld sein.
Das Bankkonto im Walde (BRD 1971)
Kübelkind glaubt an unser Kreditwesen. Muss deshalb aus dem vierten Stock eines Hauses springen und ein trauriges Lied singen.
Kübelkind ersäuft Kübelkinder (BRD 1971)
Dazu gibt es schöne Musik und alles ist sehr poetisch.
(September)

Buddy Buddy: Billy Wilder (USA 1981) (September)

Alien: Ridley Scott (GB/USA 1979) (September)

Irma la Douce: Billy Wilder (USA 1963) (September)

Geschichte der Nacht: Clemens Klopfenstein (Schweiz/BRD 1979) (September)

Red Sun: Terence Young (Spanien/Italien/Frankreich 1971) (September)

Hell in the Pacific: John Boorman (USA 1968) (September)

High and Low (Tengoku to jigoku): Akira Kurosawa (Japan 1963) (September)

Die Ewigkeit und ein Tag (Mia eoniotita ke mia mera): Theo Angelopoulos (Griechenland/Frankreich 1998) (September)

Arrietty – Die wundersame Welt der Borger (Kari-gurashi no Arietti): Hiromasa Yonebayashi (Japan 2010) (September)

Zauberlaterne (September)

Palaver, Palaver – Eine Schweizer Herbstchronik 1989: Alexander J. Seiler (Schweiz 1990) (September)

Ringvorlesung Filmwissenschaft (1/12) (September)

Auf Streife (Minjing gushi): Ning Ying (China 1995) (September)

Ringvorlesung Filmwissenschaft (2/12) (September)