Filmpodium

Mi, 05.06.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Das Schicksal (Al-massir)

Youssef Chahine (Frankreich/Ägypten 1997)

Youssef Chahine
Nicht nur als Filmemacher, auch wegen seiner politischen und menschlichen Einstellung gilt Youssef Chahine (1926–2008) als einer der grossen Namen des ägyptischen Kinos. Sein Werk umfasst 37 Spiel- und fünf Kurzfilme; er erhielt dafür zahlreiche Preise, vom Tanit d'or am Carthage Film Festival bis zum Silbernen Bären in Berlin, und mehrere Auszeichnungen für sein Lebenswerk, darunter in Venedig und Cannes. Als anlässlich der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen des ägyptischen Kinos eine Liste der 100 einflussreichsten Werke erstellt wurde, standen darauf sieben Filme von Youssef Chahine.

English text below

«Szenen aus dem Leben des grossen maurischen Übersetzers, Rechtsgelehrten und Philosophen Ibn Rushd bzw. Averroes (in latinisierter Form), der im ausgehenden 12. Jahrhundert die Blütezeit einer kurzen islamischen Aufklärung verkörperte. Nachdem der Kalif von Córdoba den Gelehrten zunächst förderte und achtete, geriet er mehr und mehr unter den Einfluss von Fundamentalisten, liess schliesslich dessen Bücher verbrennen und ihn selbst nach Marrakesch verbannen. Da Kopien der Werke nach Kairo in Sicherheit gebracht worden waren, konnten diese die Jahrhunderte überleben.
Eine mutige Parabel auf die Erosion von Toleranz und Aufklärung durch den Vormarsch fundamentalistischer Ideen, die deutliche Analogien zu aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten aufweist.» (filmdienst.de)

«Scenes from the life of the great Moorish translator, legal scholar and philosopher Ibn Rushd aka Averroës, the embodiment of a brief flowering of Islamic Enlightenment in the late 12th century. The Caliph of Córdoba at first promoted and respected the scholar, but then he became more and more influenced by fundamentalists and wound up having Averroës's books burnt and banishing him to Marrakech. As copies of his works had been brought to safety in Cairo, they managed to survive the centuries.
A brave parable about the erosion of tolerance and enlightenment as a result of the advance of fundamentalist ideas, with obvious analogies to current developments in the Middle East.» (filmdienst.de)

135 Min. / Farbe / DCP / Arab/e

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Besetzung / Künstler

Regie: Youssef Chahine
Drehbuch: Youssef Chahine, Khaled Youssef
Kamera: Mohsen Nasr
Musik: Kamal el-Tawil, Yehia El Mougy
Schnitt: Rashida Abdel Salam
Besetzung: Nour El Sherif (Ibn Rushd), Safia El Emari (Zainab, seine Frau), Mahmoud Hemida (Kalif el-Mansur), Mohamed Mounir (Marwan, der Sänger), Khaled El Nabawy (Prinz Nasir), Laila Eloui (Manuela, die Zigeunerin), Seif El Dine (Bruder des Kalifen)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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Charley Chase (1893–1940) war bereits ein arrivierter Filmemacher, als Leo McCarey bei den Hal Roach Studios anheuerte. Chase wechselte vor die Kamera, und McCarey drehte mit ihm klassische Komödien über einen sympathischen Durchschnittsbürger, der in aussergewöhnliche Bredouillen gerät.
Good Night, Nurse! (USA 1918)
Der betrunkene Fatty möchte in einem Lokal Schutz vor dem Unwetter suchen, aber der Besitzer lässt ihn nicht mehr herein. Als er endlich nach Hause kommt, hat seine Frau beschlossen, ihn in ein Sanatorium einzuweisen, um ihn von seiner Trunksucht zu kurieren. Da ihm der Chefarzt der Heilanstalt kein Vertrauen einflösst, versucht Fatty mit einer hübschen Patientin abzuhauen.
Von den Slapstick-Komikern der 1910er-Jahre konnte sich nur Charlie Chaplin in Sachen Ruhm mit Roscoe «Fatty» Arbuckle (1887–1933) messen. Er war ein gewaltiger Star, der auch als Entdecker von Buster Keaton in die Filmgeschichte einging. In Good Night, Nurse! (1918) ist Keaton noch nicht das «Stoneface» und zeigt als flirtender Chefarzt virtuoses Mienenspiel.
The «High Sign» (USA 1921)
Buster heuert bei einer Schiessbude an und gibt sich gegenüber dem Besitzer als Meisterschütze aus. Der Mann ist Chef einer Gangsterbande, deren Mitglieder sich mit einem kuriosen Handzeichen identifizieren. Er befiehlt Buster, den Geizkragen Nicklenurser umzubringen. Aber Nicklenurser und seine Tochter haben soeben Buster als Leibwächter engagiert.
Buster Keaton (1895–1966) drehte The «High Sign» 1921 als ersten Kurzfilm in Eigenregie. Veröffentlicht hat er ihn aber erst später, vermutlich weil er mit der Gestaltung seines Stils und seiner Figur noch nicht zufrieden war. Auch deshalb war der Film eher selten zu sehen, obschon er höchst unterhaltsam ist.
Big Business (USA 1929)
Stan und Ollie hausieren im sonnigen Kalifornien mit Christbäumen. Einer ihrer potenziellen Kunden reagiert unwirsch, als sie bei ihm klingeln. Es kommt zu einer fatalen Eskalation.
Leo McCarey inszenierte diesen Klassiker des rabiaten Slapsticks, in dem das von ihm geschaffene Komiker-Duo Stan Laurel (1890–1965) und Oliver Hardy (1892–1957) seiner Rachsucht und seinem Zerstörungstrieb freien Lauf lässt.
Mabel's Strange Predicament (USA 1914)
Mabel wartet im Hotel auf ihren Liebsten und wird von einem betrunkenen Landstreicher belästigt. Auf ihrer Flucht vor dem zudringlichen Verehrer gerät sie in Teufels Küche.
Mabel Normand (1892–1930) war nicht nur als Model und Schauspielerin erfolgreich, sie führte auch bei zahlreichen Filmen Regie, auch bei Mabel's Strange Predicament (1914). Darin hat Charlie Chaplin seinen zweiten Auftritt überhaupt in der Rolle des Tramps.
(Januar)

Dragnet Girl (Hijosen no onna): Yasujiro Ozu (Japan 1933) (Januar)

The Blot: Lois Weber (Januar)

The Shining (Extended Version): Stanley Kubrick (GB/USA 1979) (Januar, Februar)

Kohlhiesels Töchter: Ernst Lubitsch (Januar)

Borderline: Kenneth Macpherson (Januar)

Georgy Girl: Silvio Narizzano (GB 1966) (Januar, Februar)

Pandora and the Flying Dutchman: Albert Lewin (GB 1951) (Januar, Februar)

Dr. Jekyll and Mr. Hyde: John S. Robertson (USA 1920) (Januar)

In My Room: Ayelet Albenda (Israel/USA/GB 2017) (Februar)

Kain und Artjom (Kain i Artem): Pawel Petrow-Bytow (UdSSR 1929) (Februar)

Erde (Semlja): Alexander Dowshenko (Februar)

The Covered Wagon: James Cruze (USA 1923) (Februar)

Peppermint Frappé: Carlos Saura (Spanien 1967) (Februar)

Die Galgentoni (Tonka Šibenice): Karl Anton (Tschechoslowakei/Deutschland 1930) (Februar)

The Verdict: Sidney Lumet (USA 1982) (Februar)

Alexandre: Jean-François Amiguet (Schweiz 1983) (Februar)