Filmpodium

Do, 10.10.2019 | 21:00 - 22:47 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

The Learning Tree

Gordon Parks (USA 1969)

Black Light
Die diesjährige Retrospektive des Filmfestivals Locarno widmete sich unter dem Titel «Black Light» dem internationalen Black Cinema, zeigte aber nicht nur Filme von Schwarzen. Kurator Greg de Cuir Jr schildert nachstehend die Überlegungen, die ihn bei Auswahl und Zusammenstellung der Filme geleitet haben. Das Filmpodium zeigt mehrheitlich Filme, die in Locarno zu sehen waren. Einzelne Filme wurden gegen andere Raritäten ausgetauscht, die im Schein des «Black Light» hier erstmals zutage treten.

English text below.

Der 15-jährige Schwarze Newt muss lernen, in seiner Kleinstadt, die von Spannungen zwischen der weissen Mehrheit und den Schwarzen gekennzeichnet ist, zu überleben und zu sich selbst zu stehen, auch wenn er sich dadurch gefährliche Feinde macht.
«Im ländlichen Kansas der 1920er-Jahre lernt der Teenager Newt Winger, mit alltäglichen rassistischen Vorurteilen umzugehen, sei es in beunruhigenden Begegnungen mit Strafverfolgern, seinen Lehrern oder ganz allgemein dem weissen Blick. The Learning Tree zeichnet sich dadurch aus, dass er der erste Hollywood-Studio-Film eines schwarzen Filmemachers ist, aber er ist nicht nur wegweisend: Er ist auch ein einflussreiches, emotional fesselndes Drama, das zum Herzen der schwierigen Erfahrung des Heranwachsens vordringt. Dieser leise Film des vom renommierten ‹Life›-Fotografen zum Regisseur avancierten Gordon Parks, eine Adaption seines eigenen halb autobiografischen Romans, vermittelt eine kraftvolle Botschaft.» (Aisha Harris & Dan Kois, slate.com, 30.5.2016)

«In rural 1920s Kansas, teenager Newt Winger (Kyle Johnson) learns to deal with everyday racial prejudice, be it unsettling interactions with law enforcement, his teachers, or more generally, the white gaze. The Learning Tree holds the distinction of being the first Hollywood studio film directed by a black filmmaker, but it’s not merely pioneering: It’s an influential, emotionally arresting drama that gets at the heart of the difficult adolescent experience. Adapted from renowned ‹Life› photographer turned director Gordon Parks’ semi-autobiographical novel, this quiet film packs a powerful message.» (Aisha Harris & Dan Kois, slate.com, 30/5/2016)
107 Min. / Farbe / 35 mm / E

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

24.10.2019
21:00 - 22:47 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Gordon Parks
Drehbuch: Gordon Parks, Genevieve Young
Autor: Gordon Parks
Kamera: Burnett Guffey
Musik: Gordon Parks
Schnitt: George R. Rohrs
Besetzung: Kyle Johnson (Newt), Alex Clarke (Marcus), Estelle Evans (Sarah), Dana Elcar (Kirky), Mira Waters (Arcella), Joel Fluellen (Onkel Rob), Malcolm Atterbury (Silas Newhall), Richard Ward (Booker Savage), Russell Thorson (Richter Cavanaugh), Peggy Rea (Miss McClintock)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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«Einige Szenen sind bewusst als anarchische Provokation gedacht, andere lassen sich als poetische Metaphern deuten – insgesamt attackieren die vieldeutigen Bilder nachhaltig die herkömmlichen Vorstellungen von Ratio und Normalität. An deren Stelle tritt die Logik des Traums, die auflösende Kraft der Fantasie.» (Lexikon des int. Films)
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Die Vorführung des Films in Paris wurde durch rechtsextreme Krawallmacher gestört; der Polizeipräfekt Chiappe nahm dies zum Vorwand, den Film zu verbieten. Erst 1981 wurde L’âge d’or in Frankreich freigegeben.
Die 4K-Restaurierung wurde von der Cinémathèque française und dem Centre Pompidou, MNAM-CCI/Service du cinéma expérimental, mit Unterstützung von Pathé und Maison de Champagne Piper-Heidsieck, Sponsoren der Cinémathèque française, durchgeführt. Die Arbeiten am Bild wurden im Hiventy-Labor, die am Ton im L.E. Diapason-Studio unter Verwendung der originalen Nitratbild- und Tonnegative und von Sicherungselementen durchgeführt.
Das ursprüngliche Nitratbildnegativ wurde durch Immersion gescannt und das Tonnegativ wurde unter Berücksichtigung des noch unvollkommenen Nachsynchronisationssystems von 1930 wiederhergestellt. Eine damalige Vorführkopie wurde als Referenz für die Lichtbestimmung verwendet. Die Fehler, wie sie bei den Dreharbeiten und der Postproduktion auftreten, wurden bewusst erhalten. Einige der im Zerfall begriffene Einstellungen wurden durch Zwischenkopien aus der 1993 vom Centre Pompidou durchgeführten Analog-Restaurierung ersetzt. Ebenso ermöglichten es die Sicherungselemente, die fehlenden Rollen der Tonspur zu vervollständigen


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