Filmpodium

So, 18.10.2020 | 20:45 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Shadow (Ying)

Zhang Yimou (China/Hongkong 2018)

Zhang Yimou
Es gibt wohl keinen Regisseur, der die vielfältigen Entwicklungen der letzten 35 Jahre im Filmschaffen der Volksrepublik China so gut verkörpert wie der 1950 (oder, je nach Quelle, 1951) geborene Zhang Yimou. Sein Œuvre umfasst sowohl ethnografische Arthouse-Filme als auch kommerzielle Mainstreamproduktionen. Veränderungen im Filmwesen hat sich Zhang nicht nur angepasst, zum Teil hat er sie sogar mitinitiiert, doch ist es ihm dabei gelungen, seiner Handschrift und seinem künstlerischen Credo treu zu bleiben.

China zur Zeit der drei Königtümer. Peis Befehlshaber Zi Yu fordert den feindlichen General Yang zum Duell um die strategisch wichtige Stadt Jingzhou. Der König von Pei will aber dem Frieden zuliebe auf die Stadt und das Duell verzichten und bietet stattdessen seine Schwester als Ehefrau für den Sohn des Generals an. Von einem früheren Kampf gegen Yang ist der Befehlshaber schwer verwundet, was er mithilfe seines Doppelgängers Jing Zhou vor dem gesamten Hof erfolgreich zu verheimlichen weiss. Von der wahren Identität des «Schattens» weiss nur die Frau des Befehlshabers, die zunehmend Gefühle für ihn entwickelt. (pm)
«Ein Martial-Arts-Epos aus der Frühzeit Chinas, das Regisseur Zhang Yimou als monochromes Schattentheater der Macht inszeniert. (…) In weitgehend in Schwarz, Weiss und Grau gehaltenen, exquisiten Bildern und meisterlich choreografierten Kampfszenen entfaltet der Film ein kühl-distanziertes Historiendrama, in dem die oft heroisch verklärte Epoche der ‹Drei Reiche› zum melancholischen Totentanz gerät. (…)
Der Sklave Jing (…) steht im Zentrum von Shadow; doch nicht nur er führt in dem weitgehend in Schwarz, Weiss und Grau gehaltenen Film eine Schattenexistenz, sondern auch alle anderen bis hin zum König: Das Leben scheint, wie die Farbe, in der höfisch-mittelalterlichen Welt vom ständigen Regen wie ausgewaschen zu sein; zusammengehalten wird die feudale Gesellschaft von äusseren Formen und einer strikten Hierarchie. Die Intrigen, die gesponnen, und die Kämpfe, die ausgefochten werden, gerinnen in den exquisiten Bildern, die Zhang Yimous bewährter Kameramann Zhao Xiaoding geschaffen hat, zum tragischen Schattentheater der Macht: Das alte Symbol von Ying und Yang, das immer wieder herbeizitiert wird, erscheint als Fanal einer kalten Ordnung; das Mit- und Gegeneinander polarer Kräfte erzeugt hier keine wirkliche Bewegung, sondern nur einen ewigen Kreislauf der Gewalt.» (Felicitas Kleiner, filmdienst.de)
116 Min. / Farbe / DCP / OV/d

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

01.11.2020
20:45 - 22:41 UHR

13.11.2020
18:00 - 19:56 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: Zhang Yimou
Drehbuch: Li Wei, Zhang Yimou
Autor: Zhu Sujin
Kamera: Zhao Xiaoding
Musik: Loudboy
Schnitt: Zhou Xiaolin
Besetzung: Deng Chao (Jing Zhou/Befehlshaber Zi Yu), Sun Li (Xiao Ai, Zi Yus Gemahlin), Zheng Kai (König von Pei), Wang Qianyuan (Hauptmann Tian Zhan), Wang Jingchun (Minister Lu), Hu Jun (General Yang Cang), Guan Xiaotong (Prinzessin Qing Ping, Schwester des Königs), Leo Wu (Yang Ping, sein Sohn)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch


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English text below

Mary Louise Brooks, 1906 in Kansas geboren, wuchs mit einer kulturell und feministisch engagierten, erzieherisch aber weniger begabten Mutter auf. Mit neun Jahren von einem Nachbarn missbraucht, was ihr Verhältnis zu Sex und Männern prägte, machte Louise bald als Tanztalent von sich reden. Als 15-Jährige zog sie mit einer Anstandsdame nach New York und trat der avantgardistischen Denishawn Company bei. Über die Revue Ziegfeld Follies kam sie 1925 zum Film; 1938 liess sie das Kino hinter sich und versuchte sich neu zu erfinden. Hugh Munro Neelys Dokumentarfilm zeichnet Brooksʼ einzigartigen Lebensweg nach. (mb)

Mary Louise Brooks, born in Kansas in 1906, grew up with a mother who was a sophisticated lover of the arts and a feminist, whose parenting skills, however, were less than impressive. Abused by a neighbor at the age of nine, which had a lasting influence on her attitude to sex and men, Louise soon made a name for herself as a gifted dancer. At the age of 15, she moved to New York with a chaperone and joined the avant-garde Denishawn Company. In 1925, she got into film by way of the Ziegfeld Follies; by 1938 she left cinema behind and tried to reinvent herself. Hugh Munro Neely's documentary traces Brooks' unique life.
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Opération «Béton» (Schweiz 1954)
Sein erstes Geld verdiente der junge Godard als Telefonist auf der Baustelle der Staumauer von Grande Dixence. Damit realisierte er auch seinen ersten Film, eine Kurzdokumentation über deren Erstellung, insbesondere die Phase des Betonierens. Godard konnte den Film an die Betreiberfirma des berühmten Bauwerks verkaufen, was ihm erlaubte, sich für die nächste Zeit aufs Filmemachen zu konzentrieren. (pm)
Mit freundlicher Genehmigung der Cinémathèque française.
Une femme coquette (Frankreich 1955)
Eine junge Frau betrügt «ohne Absicht» ihren Mann, weil sie sich als Prostituierte ausgibt.
Godards erster fiktionaler Kurzfilm, den er innert zwei Tagen mit einer geliehenen 16-mm-Kamera in Genf realisierte. Er zeichnete als Regisseur mit dem Pseudonym Hans Lucas, unter dem er auch Kritiken für die Cahiers du cinéma verfasste. Der Film wurde nach wenigen Vorstellungen nicht mehr gezeigt, galt lange als verschollen und tauchte erst vor drei Jahren überraschend auf Youtube auf. (pm)
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JLG/JLG, autoportrait de décembre / Liberté et patrie / Remerciements à son Prix d'honneur: JLG/JLG, autoportrait de décembre (Frankreich 1995)
«Im Dezember 1994 entstand an Godards Wohnort Rolle am Genfersee dieses Selbstporträt, das vor allem ein Versuch der eigenen künstlerischen Standortbestimmung ist. Oszillierend zwischen Selbstreflexion, philosophischem Exkurs und der Selbstbespiegelung eines künstlerischen Egozentrikers gibt Godard ein Bild seiner Existenz, das ihn als leidenschaftlichen, wenn auch desillusionierten Kulturkritiker zeigt. Ein Regisseur, der dem, was er in den Medien präsentiert bekommt, nie glaubt und sich dennoch der Macht der Bilder immer bewusst ist.» (prisma.de)
Remerciements de Jean-Luc Godard à son Prix d'honneur du cinéma suisse (Schweiz 2015)
2015 wurde Jean-Luc Godard der Ehrenpreis des Schweizer Films verliehen. Er konnte an der Zeremonie nicht teilnehmen und bedankte sich mit einem Kurzfilm. «Il est très étrange de donner un prix de cinéma suisse, puisqu’il n’y a pas de cinéma suisse.» (JLG, 2015)
Liberté et patrie (Schweiz 2002)
«Eine Hommage an Ramuz’ fiktiven Romanhelden, den Maler Aimé Pache, der zwischen dem Waadtland und Paris hin- und herreist. Erzählt wird eine fiktive Biografie in einer Abfolge von Landschaftsaufnahmen und Landschaftsmalerei, philosophischen und poetischen Überlegungen und Ideen. Ein versöhnlicher, ruhiger und ironischer Film.» (Vega-Film)
(Dezember)

Reise der Hoffnung: Xavier Koller (Schweiz/Italien/Deutschland 1990) (Dezember)

Allemagne 90 neuf zéro: Jean-Luc Godard (Dezember)

An Angel at My Table: Jane Campion (Neuseeland/Australien/GB 1990) (Dezember)

Strange Days: Kathryn Bigelow (USA 1995) (Dezember)

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