Filmpodium

Fr, 12.07.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Rashomon

Akira Kurosawa (Japan 1950)

Toshiro Mifune
Schon nur durch seine Präsenz hat Toshiro Mifune (1920-1997) die Leinwand dominiert. Dabei war er als Samurai so glaubwürdig wie als Gangster, als abgeklärter Arzt oder als Geschäftsmann. Legendär war vor allem seine Zusammenarbeit mit Akira Kurosawa, doch er hat auch Filmen anderer Regisseure seinen Stempel aufgedrückt, sogar westlichen Kinohits wie Hell in the Pacific (1968) und Red Sun (1971).

English text below

«Dieser Film ist wie ein Rollbild, das im Entrollen das menschliche Ich enthüllt.» (Akira Kurosawa)
«Rashomon leitet die Reihe der Meisterwerke ein, die Akira Kurosawa auch im Ausland bekannt machten. Der Film zeigt vier Versionen derselben Geschichte: eines Überfalls, den ein Räuber auf einen reisenden Samurai und dessen Frau verübt hat. Die Versionen, von verschiedenen Zeugen vorgetragen, widersprechen einander; die Wahrheit kommt nicht an den Tag, aber die gute Tat eines Holzfällers, der sich eines ausgesetzten Kindes annimmt, gibt am Ende eine Antwort, die die Frage nach der Wahrheit hinfällig werden lässt.» (Ulrich Gregor/Enno Patalas: Geschichte des Films)

«This film is like an illustrated scroll that unrolls to reveal the human self.» (Akira Kurosawa)
«Rashomon is the first of a series of masterpieces that made Akira Kurosawa internationally famous. The film shows four versions of the same story: a bandit's attack on a travelling samurai and his wife. These versions, recounted by different witnesses, contradict each other; the truth does not come to light in the end, but the good deed of a lumberjack who takes care of an abandoned child ultimately provides an answer that makes the search for the truth obsolete.» (Ulrich Gregor/Enno Patalas: Geschichte des Films)

88 Min. / sw / 35 mm / Jap/d/f

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Besetzung / Künstler

Regie: Akira Kurosawa
Drehbuch: Akira Kurosawa, Shinobu Hashimoto
Autor: Ryunosuke Akutagawa
Kamera: Kazuo Miyagawa
Musik: Fumio Hayasaka
Schnitt: Akira Kurosawa
Besetzung: Toshiro Mifune (Tajomaru, Bandit), Machiko Kyo (Masago, Frau), Masayuki Mori (Takehiro, Samurai), Takashi Shimura (Holzfäller), Minoru Chiaki (Mönch), Daisuke Kato (Polizist), Kichijiro Ueda (Bürger), Fumio Honma (Medium)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


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L'âge d'or (Frankreich 1930)
Aus dem verspielten «épater le bourgeois» von Un chien andalou wird jetzt blutiger Ernst:
«Gezeigt wird ein Liebespaar, das am Vollzug seiner Liebe durch die ‹etablierten Ordnungsmächte› gehindert wird. Eine ‹normale› Handlung gibt es allerdings in diesem Film nicht. Die Geschichte einer Amour fou, einer unbedingten, alle Konventionen verachtenden Liebe wird unterbrochen, kontrastiert und kommentiert durch Wochenschaubilder und durch Sequenzen eines Dokumentarfilms über Skorpione. Die ‹Ordnungsmächte› – Kirche, Militär, Familie – werden in berühmt gewordenen Sequenzen attackiert. (…) Der Schluss des Films ist eine deutliche Anspielung auf die ‹120 Tage von Sodom› des Marquis de Sade: Vier Männer verlassen ein Schloss, in dem sie 120 Tage in wildesten Ausschweifungen verbracht haben; einer von ihnen sieht aus wie eine populäre Christus-Darstellung. Dieser Film schockierte die bürgerliche Welt.» (Reclams Filmführer)
Die Vorführung des Films in Paris wurde durch rechtsextreme Krawallmacher gestört; der Polizeipräfekt Chiappe nahm dies zum Vorwand, den Film zu verbieten. Erst 1981 wurde L’âge d’or in Frankreich freigegeben.
Die 4K-Restaurierung wurde von der Cinémathèque française und dem Centre Pompidou, MNAM-CCI/Service du cinéma expérimental, mit Unterstützung von Pathé und Maison de Champagne Piper-Heidsieck, Sponsoren der Cinémathèque française, durchgeführt. Die Arbeiten am Bild wurden im Hiventy-Labor, die am Ton im L.E. Diapason-Studio unter Verwendung der originalen Nitratbild- und Tonnegative und von Sicherungselementen durchgeführt.
Das ursprüngliche Nitratbildnegativ wurde durch Immersion gescannt und das Tonnegativ wurde unter Berücksichtigung des noch unvollkommenen Nachsynchronisationssystems von 1930 wiederhergestellt. Eine damalige Vorführkopie wurde als Referenz für die Lichtbestimmung verwendet. Die Fehler, wie sie bei den Dreharbeiten und der Postproduktion auftreten, wurden bewusst erhalten. Einige der im Zerfall begriffene Einstellungen wurden durch Zwischenkopien aus der 1993 vom Centre Pompidou durchgeführten Analog-Restaurierung ersetzt. Ebenso ermöglichten es die Sicherungselemente, die fehlenden Rollen der Tonspur zu vervollständigen


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