Filmpodium

Sa, 16.02.2019 |
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Casque d'or

Jacques Becker (Frankreich 1952)

Simone Signoret
Schön, stark und etwas verrucht – Simone Signoret hatte schon in jungen Jahren eine Ausstrahlung, die sie für Rollen im Halbweltmilieu zu prädestinieren schien. Erst allmählich vermochte sie sich von diesem Stereotyp zu befreien, nicht zuletzt mit Projekten, in denen sie ihr politisches Engagement einbrachte. Noch im Alter, dessen Spuren sie nie vertuschte, verkörperte sie unvergessliche Filmfiguren.

Marie gefällt dem Tischler Georges, aber der Ganove Leca und der Zuhälter Roland wollen sie nicht freigeben.
«Simone Signorets beste Rolle (bis zu Room at the Top) war eine Gigolette mit einem prachtvollen Helm aus goldenem Haar in Jacques Beckers lustvollem poetischen Porträt der Pariser Unterwelt von 1900. Ihre Darbietung ist ein Triumph der Sinnlichkeit: Mit ihrem sanften Lächeln strahlt sie eine so intensive, reife Körperlichkeit aus, dass sie die Leinwand dominiert. Becker stellt uns eine Welt voller Halsabschneider, Apachen und Gangsterbräute vor und erzeugt dann auf subtile Weise eine Atmosphäre, die ihren Rivalitäten und Intrigen Bedeutung und Leidenschaft – und eine Überdosis Unheil – verleiht. Die Liebesszenen zwischen Signoret und Reggiani sind ungewöhnlich schlicht und zärtlich; vielleicht wirkt deswegen der grimmige Schluss fast unerträglich schmerzhaft.» (Pauline Kael: 5001 Nights at the Movies, Marion Boyars 1993)
«Casque dʼor erreicht auf Anhieb und mühelos, dank der natürlichen Neigung des Autors, tragische Grösse und steht in der grossen französischen Romantradition. Alles – die dramatische Dichte, die Schauspieler, die sich selbst übertreffen, der historische Realismus, das Hinauswachsen über die Anekdote, die aussergewöhnliche Kraft der Bilder – fügt sich zusammen zu einem der Meisterwerke des französischen Nachkriegskinos.» (Jacques Doniol-Valcroze, France-Observateur, 5.2.1960)

96 Min. / sw / Digital HD / F/d

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Besetzung / Künstler

Regie: Jacques Becker
Drehbuch: Jacques Becker, Jacques Companéez
Kamera: Robert Lefebvre
Musik: Georges Van Parys
Schnitt: Marguerite Renoir
Besetzung: Simone Signoret (Marie, «Casque d'or»), Serge Reggiani (Georges Manda), Claude Dauphin (Félix Leca), Raymond Bussières (Raymond), Gaston Modot (Danard), Loleh Bellon (Léonie, seine Tochter), William Sabatier (Roland Dupuis), Paul Barge (Inspektor Juliani), Dominique Davray (Julie), Roland Lesaffre (Anatole), Emile Genevois (Billy)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


Weitere Veranstaltungen

Die Blechtrommel: Volker Schlöndorff (BRD/Frankreich 1979) (August)

The Apartment: Billy Wilder (USA 1960) (August)

The Big Carnival: Billy Wilder (USA 1951) (August)

Avanti!: Billy Wilder (USA 1972) (August, September)

The Seven Year Itch: Billy Wilder (USA 1955) (August, September)

Stalag 17: Billy Wilder (USA 1953) (August)

Sabrina: Billy Wilder (USA 1954) (August)

Die Bösen schlafen gut (Warui yatsu hodo yoku nemuru): Akira Kurosawa (Japan 1960) (August, September)

Sunset Boulevard: Billy Wilder (USA 1950) (August)

Rotbart (Akahige): Akira Kurosawa (Japan 1965) (August)

Mad Max: George Miller (Australien 1979) (August)

The Fortune Cookie: Billy Wilder (USA 1966) (August)

Some Like It Hot: Billy Wilder (USA 1959) (August, September)

Double Indemnity: Billy Wilder (USA 1944) (August)

The Front Page: Billy Wilder (USA 1974) (August, September)

L'héritage des 500 000 (Gojuman-nin no isan): Toshiro Mifune (Japan 1963) (August, September)

Monty Python's Life of Brian: Terry Jones (GB 1979) (August, September)

Sanjuro (Tsubaki Sanjuro): Akira Kurosawa (Japan 1962) (August, September)

One, Two, Three: Billy Wilder (USA 1961) (August, September)

Les petites fugues: Yves Yersin (Schweiz/Frankreich 1979) (August, September)

Kiss Me, Stupid: Billy Wilder (USA 1964) (August)

Das stumme Duell (Shizukanaru ketto): Akira Kurosawa (Japan 1949) (August)

Love in the Afternoon: Billy Wilder (USA 1957) (August, September)

Ein streunender Hund (Nora inu): Akira Kurosawa (Japan 1949) (August)

Geschichten vom Kübelkind – Teil 1: Kübelkinds Kindheit (BRD 1971)
Diese Geschichte sollte man sich auf jeden Fall ansehen! Eine Nachgeburt macht sich selbständig..., dann aber kommt die Wohlfahrt.
Alte Männer (BRD 1971)
Wenn Kübelkind es will, stehen manche Männer ganz schnell in der Unterhose da.
Kübelsyndrom (BRD 1971)
Etwas über die Fähigkeit unserer Gesellschaft, alles zu verstehen, zu verzeihen und zu vergelten.
Katzen haben Flöhe (BRD 1971)
Kübelkind tut so, als würde es schlafen. Weil es gerne wissen möchte, was dann passieren kann. Aber die Stiefmutter kommt dazwischen.
Kübelkind lernt ein Scheissspiel (BRD 1971)
Kübelkind erfährt am eigenen Arsch, wie zwischen Streicheln und Hauen ein spassiger Zusammenhang entsteht.
Kübelkind lernt nein sagen (BRD 1971)
Kübelkind feiert eine Hochzeit, aber im entscheidenden Augenblick wird es trotzig, worauf die Waffen sprechen.
Murmeltier lernt tanzen (BRD 1971)
Kübelkind soll für den Jahrmarkt erzogen werden, singt schöne Lieder, beschimpft die Leute und brennt mit der Kasse durch.
Freiheit durch Al Capone (BRD 1971)
Kübelkind redet dauernd von Revolution, aber Al Capone, die Sau, von etwas ganz anderem.
Des Hauses Schmuck ist Reinlichkeit (BRD 1971)
Kübelkind unter der Dusche, im Regen und in der Traufe.
Eine Kaufhausdiebin (BRD 1971)
Nach einem schönen Kaufhausbummel sitzt Kübelkind auf dem Schoss einer Kollegin und macht nur ein bisschen mit.
Kübelkind hat einen guten Menschen zum Fressen gern (BRD 1971)
Liebe geht durch den Magen, aber manchmal verdirbt man sich ihn dabei.
(September)

Geschichten vom Kübelkind – Teil 2: Kübelkind wird glatt und rund (BRD 1971)
Kübelkind erlebt einen Erziehungsversuch durch einen geistlichen Herrn, der genau weiss, was gut tut.
Ein ganz kleines Glück (BRD 1971)
Kübelkind treibt es mit den Früchten des Feldes.
Kübelkind erzählt einer Königin ein Märchen (BRD 1971)
Eine Geschichte zum Hinhören und Zuschauen.
Kübelkind lernt einen Lord kennen und wird aufgehängt (BRD 1971)
Das stimmt, aber die Rache ist ganz besonders süss.
Besonders nette Eltern (BRD 1971)
Kübelkind muss lernen, dass ein Beischlaf auch dann von Übel ist, wenn er auf dem Klo vollzogen wird.
Niedrig gilt das Geld auf dieser Erde (BRD 1971)
Kübelkind geht auf den Strich und wird dafür ermordet.
Alle Macht den Vampiren (BRD 1971)
Es ist kaum zu glauben, wie viele Vampire es geben könnte. Kübelkind ruft sie zu einer grossen Demonstration auf.
Die Hexe soll brennen (BRD 1971)
Muss Kübelkind auf dem Scheiterhaufen enden? Kommt eine Rettung von oben?
Kübelkind reitet für den König (BRD 1971)
Der grösste Film aller Zeiten. Intrigen, alte Gemäuer, quietschende Fussböden, die Königin schläft mit dem falschen Mann, Kübelkind heiratet D’Artagnan und reitet auf einem weissen Pferd, noch mehr Intrigen und Kübelkind macht mit. Dafür soll sie am Ende an allem schuld sein.
Das Bankkonto im Walde (BRD 1971)
Kübelkind glaubt an unser Kreditwesen. Muss deshalb aus dem vierten Stock eines Hauses springen und ein trauriges Lied singen.
Kübelkind ersäuft Kübelkinder (BRD 1971)
Dazu gibt es schöne Musik und alles ist sehr poetisch.
(September)

Buddy Buddy: Billy Wilder (USA 1981) (September)

Alien: Ridley Scott (GB/USA 1979) (September)

Irma la Douce: Billy Wilder (USA 1963) (September)

Geschichte der Nacht: Clemens Klopfenstein (Schweiz/BRD 1979) (September)

Red Sun: Terence Young (Spanien/Italien/Frankreich 1971) (September)

Hell in the Pacific: John Boorman (USA 1968) (September)

High and Low (Tengoku to jigoku): Akira Kurosawa (Japan 1963) (September)

Die Ewigkeit und ein Tag (Mia eoniotita ke mia mera): Theo Angelopoulos (Griechenland/Frankreich 1998) (September)

Fedora: Billy Wilder (Frankreich/BRD 1978) (September)

Arrietty – Die wundersame Welt der Borger (Kari-gurashi no Arietti): Hiromasa Yonebayashi (Japan 2010) (September)

Zauberlaterne (September)

Palaver, Palaver – Eine Schweizer Herbstchronik 1989: Alexander J. Seiler (Schweiz 1990) (September)

Ringvorlesung Filmwissenschaft (1/12) (September)

Yojimbo: Akira Kurosawa (Japan 1961) (September)

Mifune: The Last Samurai: Steven Okazaki (USA 2015) (September)

Ringvorlesung Filmwissenschaft (2/12) (September)

Auf Streife (Minjing gushi): Ning Ying (China 1995) (September)