Schauspielhaus Zürich

Mo, 17.02.2020 | 19:00 UHR
Pfauen
Rämistrasse 34 | Zürich

Faust Ⅰ

Von: Johann Wolfgang von Goethe / Inszenierung: Nicolas Stemann

Dieser Faust ist weit gereist. Die Inszenierung zählt zu den wichtigsten Arbeiten der beiden Intendanten und wurde 2012 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Theater Heute wählt sie zur Inszenierung des Jahres, Benjamin von Blomberg wird als Dramaturg des Jahres ausgezeichnet und das neue Ensemblemitglied Sebastian Rudolph als Schauspieler des Jahres. In der Begründung der Jury für den 3sat-Preis des Theatertreffens steht: «So wie Nicolas Stemann Faust Ⅰ & Ⅱ inszeniert, hat man ihn noch nicht gesehen. Seine Inszenierung ist selbst ein faustisches Ereignis, ein Grübeln und Ergründen, was dieses Drama im Innersten zusammenhält, was es bereithält – für uns heute.» Dass Faust heute als Zeitgenosse anmutet, ist verstörend, aber es ist die Gegenwart, von der Goethe erzählt: eine durchbefreite Gesellschaft von Radikalindividualist*innen, unfähig zu Gemeinschaft und Arbeit an kollektivem Sinn. Und der Teufel flüstert in die Ohren: Sei dein eigener Massstab! Statt Erkenntnis gibt es Machtgewinn: Frauen, Natur und Kolonien werden gleichermaßen unterworfen und zerstört – die Zerrissenheit in der Brust dient dabei als Antrieb und Ausrede gleichermaßen.

Reicher um einige Jahre und Erfahrungen ist die Inszenierung nun endlich in einer für Zürich neu eingerichteten Version am Schauspielhaus zu sehen – und zwar sowohl als fast neunstündiger Marathon des gesamten Stückes (Faust Ⅰ & Ⅱ), als auch als Auskopplung nur des ersten Teils Faust Ⅰ.

 

«Stemanns Faust Ⅰ ist ein grandios aktueller, megalomaner Kniefall vor Goethe: hinreissend witzig und krass aufgerissen für unsere Zeit.»

(Tages Anzeiger, 16.9.2019)

 

«Sebastian Rudolph zeigt eine Sternstunde der Schauspielkunst.»

(NZZaS, 22.9.2019)

Einführung 30 Min vor der Aufführung am 8.10., 12.10., 26.10., 27.10., 9.11., 05.12., 15.01., 06.02, 17.02., 04.03. und 31.03. Daniel Lommatzsch für Philipp Hochmair am 27.12., 31.12. und 15.01.

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

17.02.2020, Pfauen
19:00 - 22:40 UHR

04.03.2020, Pfauen
19:30 - 23:10 UHR

TICKET

31.03.2020, Pfauen
19:00 - 22:40 UHR

TICKET

04.04.2020, Pfauen
19:00 - 22:40 UHR

TICKET

Besetzung / Künstler

Mit Friederike Harmsen, Philipp Hochmair, Sven Kaiser, Daniel Lommatzsch, Burkhard Niggemeier, Sebastian Rudolph, Sebastian Vogel, Patrycia Ziolkowska, Andy Zondag

Inszenierung: Nicolas Stemann
Bühne: Thomas Dreissigacker, Nicolas Stemann
Kostüme: Marysol del Castillo
Musik: Thomas Kürstner, Sebastian Vogel, Burkhard Niggemeier, Sven Kaiser
Video: Claudia Lehmann
Videomitarbeit: Eike Zuleeg
Licht: Paulus Vogt
Dramaturgie: Benjamin von Blomberg
Theaterpädagogik: Patrick Oes

Veranstaltungsort

Pfauen


Der Pfauen, gegenüber vom Kunsthaus am Heimplatz/Rämistrasse gelegen, ist die grösste Bühne des Schauspielhauses. Architektonisch eine so genannte Guckkastenbühne, bietet der Pfauen – im Parkett, im Rang und in den Logen – bis zu 750 Zuschauern Platz.


Adresse:

Rämistrasse 34
8001 Zürich
Empfang: +41 (0)44 258 70 70
Kasse: +41 (0)44 258 77 77
Theaterkasse theaterkasse@schauspielhaus.ch

Erreichbarkeit:

Öffentlicher Verkehr
Tram Nr. 3, 5, 8, 9 oder Bus Nr. 31 bis «Kunsthaus»

Parkplätze
Parkhaus «Hohe Promenade», Rämistrasse 22a
oder auf gebührenpflichtigen Parkplätzen

Zugänglichkeit:

Sämtliche Bühnen sind barrierefrei zu erreichen. Gerne reservieren wir einen Rollstuhlplatz für Sie. Ein Anruf an der Theaterkasse unter +41 (0)44 258 77 77 genügt.

Gastroangebot:

Vor und nach dem Theaterbesuch im Pfauen empfehlen wir Ihnen den Besuch des im Gebäude gelegenen Restaurants Santa Lucia Teatro. Kurzfristige Reservationen nimmt auch unser Foyerpersonal gerne entgegen. Für den kleinen Hunger vor Vorstellungsbeginn oder das Glas Champagner in der Pause hat im Pfauen-Foyer vor und nach der Aufführung eine Snack-Bar geöffnet.


Weitere Veranstaltungen

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Der Streik: Ein Musical von Nicolas Stemann nach dem Roman Atlas Shrugged von Ayn Rand (Februar)

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Unterwerfung: Nach dem Roman von Michel Houellebecq / Inszenierung: Johan Simons (Februar, März)

Schneewittchen für Erwachsene: Von: Nicolas Stemann, nach: Gebrüder Grimm / / Inszenierung: Nicolas Stemann (Februar, März)

Der Mensch erscheint im Holozän: Ein Visual Poem nach Max Frisch / Inszenierung: Alexander Giesche / /   / / Eingeladen zum 57. Berliner Theatertreffen (Februar, März)

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Backstage Hopping Schiffbau: Führungen (Februar, März)

Alles meins!: Frau Berg und ihre Gäste (Februar, April, Juni)

Hans Schleif: Von: Matthias Neukirch und Julian Klein (Februar)

L79: Daniel Cohn-Bendit (Februar)

Holozän: Nachglühen: Nachgespräch mit Gästen (März)

Werther!: Nach: Johann Wolfgang von Goethe / / Inszenierung: Nicolas Stemann (März)

Composition ⅠⅠ: Von und mit: Moved by the Motion (Wu Tsang & boychild mit Josh Johnson, Asma Maroof und Gäste) (März)

PERFORMERS RULE Lyrik&Loops: Ein Abend von und mit Jenny Schily, Thomas Kürstner, Sebastian Vogel, echten und erdichteten Gästen. (März, April)

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Offene Bühne: Jeden ersten Samstag im Monat (März)

Früchte des Zorns: Nach: John Steinbeck  / Inszenierung: Christopher Rüping  (März)

Backstage Hopping Pfauen: Führungen (März)

Houellebecq: Streitgespräch: Steiner & Tingler diskutieren (März)

Leonce und Leonce: Inszenierung: Leonie Böhm (März, April)

Das Weinen  (Das Wähnen): Nach Texten von Dieter Roth / Inszenierung: Christoph Marthaler (März, April)

Poetry Slam: Mit Patti Basler (März)

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Frühlings Erwachen: Von Lucien Haug frei nach Frank Wedekind / Inszenierung: Suna Gürler (März)

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The Deathbed of Katherine Dunham: Inszenierung & Choreografie: Trajal Harrell /   (April)

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