Schauspielhaus Zürich

Di, 14.01.2020 |
Pfauen
Rämistrasse 34 | Zürich

Der Kirschgarten

Nach: Anton Tschechow / Inszenierung: Yana Ross

Der Kirschgarten soll verkauft werden. Und er wird es auch. Als die Hausherrin Ranjewskaja nach Jahren im Ausland auf das Gut ihrer Kindheit zurückkehrt, haben sich die Besitz- und Machtverhältnisse verändert. Doch die neuen Beziehungen sind noch zu fragil, um für die Zukunft zu halten.
Tschechows Kirschgarten ist die Geschichte einer Statusverschiebung. Auf- und Abstiege im Wohlstandsgefüge lassen den sozialen Kitt brüchig werden. Im Versuch zu beschreiben, was dem Zusammenleben einer Gemeinschaft Bodenhaftung geben könnte, durchleuchtet Regisseurin Yana Ross sichtbare und unsichtbare soziale Unterschiede und arrangiert Eingesessene und Eingewanderte zu einer Familienaufstellung. Für ihre erste Zürcher Inszenierung überzieht sie die Schweiz mit Kirschbäumen. Wem gehört dieses Land heute, das einst von Bauern bewirtschaftet und besessen wurde? Wer hat über Herkunft, Klasse und Kontostand Teil an seinem Besitz? Und inwieweit ist dieser Boden auch ein inneres Land: Wo verwurzelt man sich mental und emotional, wenn der gemeinsame Ankerpunkt eine geteilte Erzählung von Heimat ist? Um herauszufinden, was eine Gesellschaft verbinden kann, gilt es, herauszufinden, was sie trennt. Der Kirschgarten liegt unter Zürich, als manifestes und umkämpftes Terrain.

«Dem Zürcher Sprechtheater ist ein Sprung in die Gegenwart geglückt. Ross’ Tschechow-Überschreibung sucht nach nicht weniger als nach dem letzten Verbindenden zwischen Menschen.» (NZZ, 16.12.2019)

«Beziehungen und Beziehungsmuster werden sichtbar, Konflikte auf- und ausgestellt. Yana Ross treibt es in ihrer Zürcher Inszenierung auf die Spitze, klar und unterhaltsam.» (SRF, 16.12.2019)

«Leo hat auf eine irritierend lustige Art schlechte Laune, wie es nur Menschen am Rande einer Depression haben. Neuenschwander lotet die Figur fabelhaft gut aus, und der zentrale Disput mit Wodianka, natürlich im Ergebnis nutzlos, ist ein ganz starker Theatermoment.» (Süddeutsche Zeitung, 19.12.2019)

«Grossartig das körperliche Spiel der Polin Danuta Stenka. Sie sagt, sie fühle sich mit der Sprache blockiert, und spuckt dabei die Worte aus, als lägen sie wie Würfel im Mund.» (St. Galler Tagblatt, 16.12.2019)

«Mama!, schreit am Ende die Tochter Anja ihre Sehnsucht durch die Glaswand der Psychiatrie ins Leere. Die wunderbar feinsinnige Wiebke Mollenhauer tut es schmerzhaft wahr.» (NZZ, 16.12.2019)

«Mitten in der Schwärze hat man das seltsame Gefühl, als hätte man voll mitgelebt in diesen drei Therapiestunden.» (Tages Anzeiger, 16.12.2019)

Einführung 30 Min vor der Aufführung am 16.12., 18.12., 21.12., 07.01., 14.01., 16.01., 22.01., 24.01., 25.01., 30.01., 11.02. und 18.02.

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

19.01.2020, Pfauen
16:00 UHR

TICKET

22.01.2020, Pfauen
19:30 UHR

TICKET

24.01.2020, Pfauen
19:30 UHR

TICKET

25.01.2020, Pfauen
19:30 UHR

TICKET

30.01.2020, Pfauen
19:30 UHR

TICKET

11.02.2020, Pfauen
19:30 - 22:15 UHR

TICKET

16.02.2020, Pfauen
18:00 - 20:45 UHR

TICKET

18.02.2020, Pfauen
19:30 - 22:15 UHR

TICKET

Video

Besetzung / Künstler

Mit Danuta Stenka, Michael Neuenschwander, Wiebke Mollenhauer, Lena Schwarz, Vincent Basse, Milian Zerzawy, Thomas Wodianka, Steven Sowah, Gottfried Breitfuss

Inszenierung: Yana Ross
Bühne: Justyna Elminowska
Kostüme: Zane Pihlstrom
Musik: Jonas Redig
Licht: Vilius Vilutis
Video: Algirdas Gradauskas
Live Video: Julian Gresenz
Choreografie: Evelina Stampa
Dramaturgie: Fadrina Arpagaus
Audience Development: Elena Manuel
Theaterpädagogik: Patrick Oes
Produktionsassitenz: Sultan Coban, Leila Vidal-Sephipha
Bühnenbildassistenz: Eva Willenegger
Kostümassistenz: Liv Senn, Paula Hermann

Veranstaltungsort

Pfauen


Der Pfauen, gegenüber vom Kunsthaus am Heimplatz/Rämistrasse gelegen, ist die grösste Bühne des Schauspielhauses. Architektonisch eine so genannte Guckkastenbühne, bietet der Pfauen – im Parkett, im Rang und in den Logen – bis zu 750 Zuschauern Platz.


Adresse:

Rämistrasse 34
8001 Zürich
Empfang: +41 (0)44 258 70 70
Kasse: +41 (0)44 258 77 77
Theaterkasse theaterkasse@schauspielhaus.ch

Erreichbarkeit:

Öffentlicher Verkehr
Tram Nr. 3, 5, 8, 9 oder Bus Nr. 31 bis «Kunsthaus»

Parkplätze
Parkhaus «Hohe Promenade», Rämistrasse 22a
oder auf gebührenpflichtigen Parkplätzen

Zugänglichkeit:

Sämtliche Bühnen sind barrierefrei zu erreichen. Gerne reservieren wir einen Rollstuhlplatz für Sie. Ein Anruf an der Theaterkasse unter +41 (0)44 258 77 77 genügt.

Gastroangebot:

Vor und nach dem Theaterbesuch im Pfauen empfehlen wir Ihnen den Besuch des im Gebäude gelegenen Restaurants Santa Lucia Teatro. Kurzfristige Reservationen nimmt auch unser Foyerpersonal gerne entgegen. Für den kleinen Hunger vor Vorstellungsbeginn oder das Glas Champagner in der Pause hat im Pfauen-Foyer vor und nach der Aufführung eine Snack-Bar geöffnet.


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