Schauspielhaus Zürich

Fr, 14.02.2020 | 20:00 UHR
Schiffbau-Halle
Schiffbaustrasse 4 | Zürich

Der Streik

Ein Musical von Nicolas Stemann nach dem Roman Atlas Shrugged von Ayn Rand

Wie sieht er aus, der Aufstand von oben und Traum vom Glück, wenn die unternehmerische Elite – die selbsterklärten «wahren Künstler» – unter sich bleibt, an einem Ort ohne Gesetze, Vorschriften und Verwaltung, funktionierend mit einem autonomen Geldkreislauf und sich endlich selbst verwirklicht? Die Vorlage der zweiten Inszenierung von Nicolas Stemann am Schauspielhaus Zürich ist der Roman Atlas Shrugged von Ayn Rand aus dem Jahre 1957 – in der deutschen Übersetzung: Der Streik (bzw. Atlas wirft die Welt ab, wie der Titel früher übersetzt wurde). Ayn Rand beschreibt hier die Geschichte des Kapitalismus als melodramatische Romanze.Es geht um eine Welt von Grossunternehmer*innen, die sich in ihrer Schaffenskraft und Kapitalakkumulation durch staatliche Regulierungen gebremst fühlen und daher beschliessen, in den Streik zu treten. Sie ziehen sich spurlos verschwindend zurück aus der Welt, um dieser zu zeigen, was passiert, wenn die Leistungsträger*innen ihren Job hinwerfen. Mit Nicolas Stemann erfährt diese Erzählung nun eine Überschreibung und wird zum Musical. Wir befinden uns in einer dystopischen Welt und wippen gleichzeitig mit den Füssen. Ganz nach Ayn Rand «Die Frage ist nicht, wer mich lässt, sondern wer mich stoppen will.»

«Nicolas Stemann dreht und wendet die Kapitalismusfrage an diesem Abend im Takt von Musik, Jux und Dollerei hin und her, bis uns zeitweise Hören und Sehen vergeht. Auf einmal ist nichts mehr einfach, schon gar nicht die Verteilung von Sympathie.» (Tages Anzeiger, 13.1.2020)

«ein unterhaltsamer Abend, der musikalisch mit seiner Mischung aus Jazz und Operette an die Blütezeit des Musicals zwischen den 1930er- und 1960er-Jahren erinnert.» (Südkurier, 14.1.2020)

«Die Musical-Form ist ein Glücksgriff: Spielerisch zwischen Pathos, schriller Überzeichnung und schräger Ironie pendelnd, gleiten die Bilder ineinander, bald schwärmerisch auftrumpfend, dann wieder in urkomischer Verdrehung sentimentaler, melodramatischer Operetten-gesten.» (kultur heute, 13.1.2020)

«Matthias Neukirch spielt diesen John Galt als Entertainer des Abends, aasig und herrlich glatt, und wagt mit Sebastian Rudolph (Hank) ein paar scharfe Tänzchen. Alicia Aumüller ist die eiskalte Dagny, wundervoll, sogar gefährlich sexy - sie singt auch beeindruckend. Wenn auch nicht ganz so beeindruckend wie Thelma Buabeng, Hanks Ehefrau Lilian, die erst den Widerstand gegen den Egoismus organisiert und schließlich Präsidentin der USA wird, eine tolle, schwarze, Soul röhrende Lady.» (Süddeutsche Zeitung, 15.1.2020)

«Der Streik ist ein religiöses Erweckungs- und Erlösungsbuch. Stemanns Inszenierung ist ein vergnügliches und geschickt ambivalentes Antidot dagegen.» (Republik, 14.1.2020)

«Irgendwann sagt Schauspieler Kay Kysela diesen Satz, der einen frösteln lässt: Das ist ein Trivialroman aus den Fünfzigerjahren. Denkt ihr ernsthaft, irgendjemand würde ihn als direkte Anleitung lesen, wie man in Politik und Wirtschaft vernünftig handeln soll?» (St. Galler Tagblatt, 13.1.2020)

«Pulp Fiction für Libertäre» (Republik, 14.1.2020)

Einführung 30 Min vor der Aufführung am 14.01., 16.01., 17.01., 18.01., 20.01., 22.01., 07.02., 11.02., 13.02., 14.02., 18.02., 20.02., 22.02. und 24.02. Wiederaufnahme im Juni 2020

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

24.06.2020, Schiffbau-Halle
19:00 - 22:15 UHR

26.06.2020, Schiffbau-Halle
19:00 - 22:15 UHR

28.06.2020, Schiffbau-Halle
16:00 - 19:15 UHR

Video

Besetzung / Künstler

Mit Alicia Aumüller, Thelma Buabeng, Sachiko Hara, Thomas Kürstner, Kay Kysela , Daniel Lommatzsch, Felix Loycke, Florian Loycke, Hipp Mathis, Matthias Neukirch, Burkhard Niggemeier, Sebastian Rudolph, Sebastian Vogel, Kurt Blum (Statisterie), Vlora Mulaku (Statisterie), Jutta Trautmann, Denise Wintsch (Statisterie), Amine Yakoubi (Statisterie)

Inszenierung: Nicolas Stemann
Komposition: Nicolas Stemann, Burkhard Niggemeier, Sebastian Vogel, Thomas Kürstner
Musikalische Leitung: Burkhard Niggemeier
Bühne: Jelena Nagorni
Kostüme: Marysol del Castillo
Video: Claudia Lehmann
Licht: Rainer Küng
Choreografie: Evelina Stampa
Puppen: Das Helmi
Puppenspiel: Felix Loycke, Florian Loycke
Dramaturgie: Katinka Deecke, Laura Paetau

Veranstaltungsort

Schiffbau-Halle


Im Jahr 2000 wurde der Schiffbau im Gebiet Escher-Wyss unverzichtbarer Bestandteil des Schauspielhauses. An drei Tür an Tür gelegenen Spielstätten werden regelmässig Vorstellungsserien angeboten: in der Halle mit 400 bis 600 Plätzen, in der Box mit bis zu 200 Plätzen sowie – unter der Verantwortung des Jungen Schauspielhauses – in der Matchbox mit 70 Plätzen. Seit seiner Umgestaltung 2009 lädt auch das grosszügige Foyer zum Sitzen und Verweilen ein.


Adresse:

Schiffbaustrasse 4
8005 Zürich
Empfang: +41 (0)44 258 70 70
Kasse: +41 (0)44 258 77 77
Theaterkasse theaterkasse@schauspielhaus.ch

Erreichbarkeit:

Öffentlicher Verkehr
Tram Nr. 4 oder Bus Nr. 33, 71, 72 bis «Schiffbau»
oder mit der S-Bahn bis «Hardbrücke»

Zugänglichkeit:

Sämtliche Bühnen sind barrierefrei zu erreichen. Gerne reservieren wir einen Rollstuhlplatz für Sie. Ein Anruf an der Theaterkasse unter +41 (0)44 258 77 77 genügt.

Gastroangebot:

Das LaSalle Restaurant & Bar ist Teil des architektonisch beeindruckenden Schiffbau-Areals. Es werden hauptsächlich Gerichte aus der französischen und italienischen Küche serviert. Der in ein Speiselokal und eine Bar mit Stammtisch gegliederte Raum bildet die Kulisse, in der das Tafeln vor und nach der Vorstellung täglich neu inszeniert wird. Die Schiffbau-Bar im Foyer hat von Montag bis Samstag von 17 bis 24 Uhr sowie an Vorstellungssonntagen von 18 bis 24 Uhr für Sie geöffnet!


Weitere Veranstaltungen

Faust Ⅰ & Ⅱ: Von: Johann Wolfgang von Goethe / Inszenierung: Nicolas Stemann (Juni)

Greta: Ein Klassenzimmerstück von Lucien Haug & Suna Gürler / Inszenierung: Suna Gürler  (Juni)

Composition (vor) IV: Von und mit: Moved by the Motion (Wu Tsang & boychild mit Josh Johnson, Asma Maroof und Gäste) (Juni)

Corona-Passionsspiel (Juni)