Filmpodium

Fr, 14.06.2019 | 21:00 - 22:46 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Jules et Jim

François Truffaut (Frankreich 1962)

François Truffaut
Man darf von François Truffaut sagen, was er als junger Filmkritiker über George Cukor, einen Bruder im Geiste, schrieb: Von fünf seiner Filme ist einer ein Meisterwerk, drei sind sehr gut und der fünfte ist bestimmt interessant. Ebenso Mitbegründer der Nouvelle Vague wie Erbe von Jean Renoir und Jünger von Alfred Hitchcock, hat Truffaut ein Werk geschaffen, das vital und vielfältig ist und das oft von starken Frauenfiguren dominiert wird, denen die Männer zu Füssen liegen oder zum Opfer fallen.

«Truffauts Ode an das Leben der Boheme in Frankreich und Deutschland in den Jahren künstlerischer Gärungsprozesse zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg. Der Österreicher Jules und der Franzose Jim – die Sorte Künstler, die als Erwachsene etwas anderes werden – sind in friedlicher Freundschaft verbunden. Wenn sie aber mit Catherine zusammen sind, fühlen sie sich lebendig; da kann alles passieren. Sie ist der Katalysator, der Störenfried, eine Quelle von Freude wie Verzweiflung; eine Zauberin, aber auch eine Fanatikerin, eine Absolutistin und ein bisschen verrückt. Entschlossen, das Leben genauso auszukosten wie ein Mann, beansprucht sie Gleichberechtigung, dieweil sie jede weibliche List anwendet, um ihre Machtposition zu stärken. (...) Catherine heiratet Jules, der sie nicht halten kann, und in seiner Verzweiflung ermutigt er Jims Interesse an ihr: ‹So wird sie immer noch uns gehören.› Sie besteht auf ihrer Freiheit, Männer zu verlassen, doch wenn diese sie verlassen (wie Jim es tut), ist sie ebenso am Boden zerstört und hilflos wie irgendeine allzu anhängliche Pflanze (vielleicht noch schlimmer, da sie nicht einmal Mitgefühl einfordern kann). Elliptisch, voller Witz und Glanz, ist dies der beste Film über jene Epoche, die wir mit Scott Fitzgerald assoziieren (auch wenn die Handlung viel früher einsetzt).» (Pauline Kael, 5001 Nights at the Movies, Marion Boyars, 1993)
106 Min. / sw / DCP / F/d*

zur Website des Veranstalters/der Veranstaltung

Informationen

Daten und Tickets

14.06.2019
21:00 - 22:46 UHR

22.06.2019
18:15 - 20:01 UHR

Besetzung / Künstler

Regie: François Truffaut
Drehbuch: François Truffaut, Jean Gruault
Autor: Henri-Pierre Roché
Kamera: Raoul Coutard
Musik: Georges Delerue
Schnitt: Claudine Bouché
Besetzung: Jeanne Moreau (Catherine), Oskar Werner (Jules), Henri Serre (Jim), Marie Dubois (Thérèse), Boris Bassiak (Albert), Vanna Urbino (Gilberte), Sabine Haudepin (Sabine), Anny Nelsen (Lucie), Michel Subor (Erzähler)

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
Kasse +41 (0)44 211 66 66
Büro +41 (0)44 412 31 28
info@filmpodium.ch


Weitere Veranstaltungen

Tirez sur le pianiste: François Truffaut (Frankreich 1960) (Mai)

Die Erde (Al Ard): Youssef Chahine (Ägypten 1970) (Mai, Juni)

Fahrenheit 451: François Truffaut (GB 1966) (Mai)

Imitation of Life: Douglas Sirk (USA 1959) (Mai, Juni)

Baisers volés: François Truffaut (Mai)

Bauhaus-Tanzkörper: Nachprüfbare geometrische Formen: Das Blumenwunder (Deutschland 1925)
Mensch und Kunstfigur: Oskar Schlemmer und die Bauhausbühne (BRD 1969)
(Mai)

Bauhaus-Blicke: Städtisches Leben, soziale Beobachtung und Exil: Alter Hafen in Marseille (Deutschland/Frankreich 1929)
Berliner Stillleben (Deutschland 1931)
Fliegende Händler (Deutschland 1932)
Wahlkampf (Letzte Wahl) (Deutschland 1932)
Tel Aviv (Palästina 1935)
(Mai)

Der Spatz (Al-asfour): Youssef Chahine (Ägypten/Algerien 1972) (Mai)

Zauberlaterne (Mai, Juni)

Hauptbahnhof (Bab el hadid): Youssef Chahine (Ägypten 1958) (Mai, Juni)

Les quatre cents coups: François Truffaut (Mai)

Dunkle Wasser (Siraa fil Mina): Youssef Chahine (Ägypten 1956) (Mai)

Der abstrakte Film und die absolute Filmarbeit der Frauen vom Bauhaus: Reflektorische Farblichtspiele (Deutschland 1922)
Rekonstruktion von 1966
Der Feinschmecker (Deutschland 1934)
Leihgeber: Unternehmensarchiv Schott AG, Jena
Die Feuerprobe (Deutschland 1935)
Komposition I (Deutschland 1922)
Komposition II (Deutschland 1922)
Symphonie diagonale (Deutschland 1924)
Filmstudie (Deutschland 1928)
Der Aufstieg (Deutschland 1926)
Ein Lichtspiel schwarz-weiss-grau (Deutschland 1930)
Farbenlichtspiele (Deutschland/Österreich 1923)
SONATINE II (ROT), 1923/24 - Rekonstruktion 2000; Ton
S(OVJET)-TANZ, 1923 - Rekonstruktion 2000; Ton
A Short Introduction, 2000; Ton, d/e/i
Rekonstruktion aus dem Jahr 2000 von Corinne Schweizer und Peter Böhm, Atelier 21, Wien
Opus 3+4 (Deutschland 1924)
(Mai)

Das Neue Bauen: Living in a Material World: Wie wohnen wir gesund und wirtschaftlich? Teil 4: Neues Wohnen (Haus Gropius) (Deutschland 1926)
Wo wohnen alte Leute? (Deutschland 1931)
Die Neue Wohnung (Deutschland/Schweiz 1930)
Freidorf 1921-1923 (Schweiz 1923)
Freidorf 1939 (Schweiz 1939)
(Mai)

Emil und die Detektive: Franziska Buch (Deutschland 2001) (Mai, Juni)

Adieu Bonaparte (Wedaan Bonaparte): Youssef Chahine (Ägypten/Frankreich 1985) (Mai, Juni)

La nuit américaine: François Truffaut (Frankreich/Italien 1973) (Mai, Juni)

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes (Awdat al ibn al dal): Youssef Chahine (Ägypten 1976) (Mai, Juni)

Domicile conjugal: François Truffaut (Frankreich/Italien 1970) (Mai, Juni)

Ben-Hur: William Wyler (USA 1959) (Mai, Juni)

Max Bill – das absolute Augenmass: Erich Schmid (Schweiz 2008) (Mai, Juni)

La mariée était en noir: François Truffaut (Frankreich/Italien/GB 1968) (Mai, Juni)

Eine ägyptische Erzählung (Hadduta misriya): Youssef Chahine (Ägypten 1982) (Mai, Juni)

Alexandria ... warum? (Iskandariya... lih?): Youssef Chahine (Ägypten/Algerien 1979) (Mai, Juni)

L'argent de poche: François Truffaut (Frankreich 1976) (Juni)

Das Schicksal (Al-massir): Youssef Chahine (Frankreich/Ägypten 1997) (Juni)

L'histoire d'Adèle H.: François Truffaut (Frankreich 1975) (Juni)

Les deux Anglaises et le continent: François Truffaut (Frankreich 1971) (Juni)

Alexandria, nochmals und immer wieder (Iskindariya, kaman wa kaman): Youssef Chahine (Ägypten/Frankreich 1990) (Juni)

L'enfant sauvage: François Truffaut (Juni)

Hinter den sieben Gleisen: Kurt Früh (Juni)

Der Auswanderer (Al-mohager): Youssef Chahine (Ägypten/Frankreich 1994) (Juni)

Dans la ville blanche: Alain Tanner (Schweiz/Portugal 1983) (Juni)

Der sechste Tag (Al-yawm al-Sadis): Youssef Chahine (Frankreich/Ägypten 1986) (Juni)

Vivement dimanche!: François Truffaut (Frankreich 1983) (Juni)

Hitlers Hollywood: Rüdiger Suchsland (Deutschland 2017) (Juni)

La femme d'à côté: François Truffaut (Frankreich 1981) (Juni)

Apur Sansar: Satyajit Ray (Juni)

L'homme qui aimait les femmes: François Truffaut (Frankreich 1977) (Juni)

La sirène du Mississippi: François Truffaut (Frankreich/Italien 1969) (Juni)

Pickpocket: Robert Bresson (Juni)

L'amour en fuite: François Truffaut (Frankreich 1979) (Juni)

Kinder-Stummfilmkonzert: Liberty (USA 1929)
Nach ihrer Flucht aus dem Gefängnis müssen Stan und Ollie schnell ihre Häftlingskleidung loswerden. Doch in der Eile haben sie versehentlich ihre Hosen vertauscht. Ihr Versuch, die Beinkleider zu wechseln, gestaltet sich schwierig und so landen sie schliesslich hoch auf dem Stahlgerüst eines im Bau befindlichen Wolkenkratzers.
Musikamo-Kurzfilme ( )
Gebrüder Lumière:
L'arrivée d'un train en gare de La Ciotat (1895)
Démolition d'un mur (1895)

Georges Méliès:
Le livre magique (1900)

Graham Smith:
An Interesting Story (1905)

Stefan Pössiger mit Schülerinnen und Schülern des BBZ Stegen (D)
Beim Gorilla in der Villa (2013)
1. Preis beim Bundesschülerfilmwettbewerb 2013

Gebrüder Lumière:
Baignade en mer (1895)
(Juni)