Filmpodium

Do, 09.05.2019 | 18:15 UHR
Nüschelerstrasse 11 | Zürich

Das indische Grabmal. 2. Der Tiger von Eschnapur

Joe May (Deutschland 1921)

Joe May und der frühe deutsche Tonfilm
Aus Anlass des 100. Jahrestags der Gründung der Weimarer Republik hat das Hamburger cinefest, das «Internationale Festival des deutschen Film-Erbes», seine Festivalausgabe vom November 2018 dem Regisseur, Produzenten und Talentförderer Joe May (1880–1954) gewidmet, der auch als Atelierbetreiber und Erfinder zahlreicher Genre-Serien einer der wichtigsten Filmschaffenden des Weimarer Kinos war. Wir übernehmen eine Auswahl seiner Filme aus verschiedenen Schaffensperioden und ergänzen sie mit zeitgenössischen frühen deutschen Tonfilmen.

Durch einen Fluch ist Rowland leprakrank geworden und wird gefangen gehalten. Gemeinsam mit der Fürstin und seiner Verlobten Irene, die ihm nachgereist ist, gelingt ihm die Flucht, doch vom Maharadscha bedroht, stürzt sich die Fürstin verzweifelt in den Abgrund und stirbt. Der rachedurstige Maharadscha bricht zusammen und bereut seine Taten. Nun baut Rowland doch das geplante Grabmal, als «Mahnmal einer grossen Liebe und einer grossen Schuld».
Der Zweiteiler entstand nach einem Roman von Thea von Harbou, die mit Fritz Lang auch das Drehbuch schrieb. Der Stoff wurde noch zweimal als Zweiteiler verfilmt: 1938 von Richard Eichberg, z. T. in den Ruinen der massiven Tempelanlagen, die für den monumentalen «Grossfilm» auf dem May-Filmgelände in Woltersdorf errichtet worden waren, 1958/59 als bunte Euro-Version vom ursprünglichen Koautor Fritz Lang.
«Ein Weltfilm! (…) Noch niemals war Mays Können sicherer, seine Einfallskraft elastischer. Man spürt an seiner Hand etwas, was keiner (wohlgemerkt keiner!) seiner Kollegen Gross-Regisseure in diesem Ausmass besitzt: den Griff ins Schauerlich-Gewaltige, Dämonisch- Gigantische, so vor allem in der Szene der Aussätzigen, die in einem Mauerbau die Europäerin bis zur äussersten Treppenhöhe verfolgen. (…) Vor allem aber: Conrad Veidt. Ohne ihn wäre dieser Film undenkbar. Wer könnte das bei uns spielen? Diesen asiatisch-fanatischen Fürsten in allen seinen inneren Verzweigungen und äusseren Spiegelungen. Am Schluss den vor dem Grabmal der Liebe und Schuld Knieenden, Zerbrochenen … fast Verchristlichten.» (Arthur Krefft, Der Kritiker, Dezember 1921)

110 Min. / sw / DCP / Stummfilm, d Zw'titel

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Informationen

Besetzung / Künstler

Stummfilm mit Neil Brand am Flügel

Veranstaltungsort

Filmpodium


Adresse:

Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch


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