Das Filmpodium zeigt an die 350 verschiedene Filme jährlich. Thematische Reihen und Retrospektiven von Klassikern der Filmgeschichte sind ebenso zu sehen wie Premieren unabhängiger Autorenfilme aus aller Welt und Sonderveranstaltungen mit ...
Ekstase (Extase)
Gustav Machatý (ČSSR/Österreich 1933)
Einführung von Daniel Wiegand, 15'
Eva ist eine Frau aus gutem Hause, die sich – nach einiger Unzufriedenheit in der Hochzeitsnacht – lieber auf den jungen Ingenieur Adam einlässt, als sich weiter mit ihrem hölzernen Ehemann Emil abzugeben. Die Entscheidung hat Konsequenzen … Machatýs emanzipatorisches Drama gilt als Meilenstein der tschechischen Filmgeschichte. Als Teiltonfilm – ein typisches Produkt der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm – ist es an nur wenigen Stellen mit Dialogton und Geräuscheffekten versehen; grösstenteils wird noch ganz auf die visuelle Ausdruckskraft des Stummfilms gesetzt, bis hin zu einer «sozialistischen Apotheose» ganz am Ende, die an die Filme Eisensteins erinnert. Modern wirkt Ekstase auch gerade in der Inszenierung einer sexuell frustrierten und nach Autonomie strebenden Frauenfigur. Es war wohl vor allem dieser Aspekt, der zu zahlreichen Zensureingriffen bis in die 1950er-Jahre führte, mehr noch als die ungewöhnlich freizügigen Nacktauftritte des späteren Hollywoodstars Hedy Lamarr (damals noch Hedwig Kiesler). Die Prager Produktionsfirma Elektafilm drehte den Film parallel in drei Sprachen in Wien (tschechisch, deutsch, französisch). Wir zeigen eine neue Rekonstruktion der deutschen Sprachversion aus dem Filmarchiv Austria, die der ursprünglichen Intention des Films am nächsten kommt. (dw)
90 Min. / sw / DCP / D/e
Eva ist eine Frau aus gutem Hause, die sich – nach einiger Unzufriedenheit in der Hochzeitsnacht – lieber auf den jungen Ingenieur Adam einlässt, als sich weiter mit ihrem hölzernen Ehemann Emil abzugeben. Die Entscheidung hat Konsequenzen … Machatýs emanzipatorisches Drama gilt als Meilenstein der tschechischen Filmgeschichte. Als Teiltonfilm – ein typisches Produkt der Übergangszeit vom Stumm- zum Tonfilm – ist es an nur wenigen Stellen mit Dialogton und Geräuscheffekten versehen; grösstenteils wird noch ganz auf die visuelle Ausdruckskraft des Stummfilms gesetzt, bis hin zu einer «sozialistischen Apotheose» ganz am Ende, die an die Filme Eisensteins erinnert. Modern wirkt Ekstase auch gerade in der Inszenierung einer sexuell frustrierten und nach Autonomie strebenden Frauenfigur. Es war wohl vor allem dieser Aspekt, der zu zahlreichen Zensureingriffen bis in die 1950er-Jahre führte, mehr noch als die ungewöhnlich freizügigen Nacktauftritte des späteren Hollywoodstars Hedy Lamarr (damals noch Hedwig Kiesler). Die Prager Produktionsfirma Elektafilm drehte den Film parallel in drei Sprachen in Wien (tschechisch, deutsch, französisch). Wir zeigen eine neue Rekonstruktion der deutschen Sprachversion aus dem Filmarchiv Austria, die der ursprünglichen Intention des Films am nächsten kommt. (dw)
90 Min. / sw / DCP / D/e
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Donnerstag, 12. November 2026
18:30 Uhr - 20:00 Uhr
Regie: Gustav Machatý
Drehbuch: Gustav Machatý, František Horký
Autor: Viteslav Nezval
Kamera: Jan Stallich
Musik: Giuseppe Becce
Schnitt: Antonín Zelenka
Besetzung: Hedwig Kiesler (= Hedy Lamarr) (Eva), Zvonimir Rogoz (Emil), Aribert Mog (Adam), Leopold Kramer (der Vater), Karel Mácha-Kuča (der Advokat), Jan Svitak, Jiřina Steimarová
Drehbuch: Gustav Machatý, František Horký
Autor: Viteslav Nezval
Kamera: Jan Stallich
Musik: Giuseppe Becce
Schnitt: Antonín Zelenka
Besetzung: Hedwig Kiesler (= Hedy Lamarr) (Eva), Zvonimir Rogoz (Emil), Aribert Mog (Adam), Leopold Kramer (der Vater), Karel Mácha-Kuča (der Advokat), Jan Svitak, Jiřina Steimarová
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