Robinsonade oder: Mein englischer Grossvater (Robinsoniada, anu tschemi ingliseli Papa / Robinsonada ili moi angliski deduchka)

Nana Djordjadse

Georgiens Cineastinnen
1908 gilt offiziell als das Geburtsjahr des Kinos in Georgien, das in der Sowjetzeit im Bereich Film eine der produktivsten Teilrepubliken war. In jüngster Zeit erlebt das georgische Kino einen erstaunlichen Aufschwung, der auch international sehr beachtet wird. Regisseurinnen haben das georgische Filmschaffen seit jeher geprägt. Im Rahmen des Kulturfestivals «Brücke Zürich−Tbilissi» widmet das Filmpodium den Cineastinnen Georgiens eine kleine Hommage und freut sich, dass Vertreterinnen verschiedener Generationen ihre Filme persönlich vorstellen werden.

«Die Geschichte eines Engländers, der 1920 nach Georgien kommt, um am Aufbau der Telegrafenlinie London–Delhi zu arbeiten. Er verliebt sich in eine Einheimische, wird aber von den Revolutionären vertrieben, die die Macht übernehmen. Da der Boden drei Meter um die Telegrafenmasten von der englischen Regierung aufgekauft wurde, flüchtet er sich auf dieses Miniterritorium und richtet sich ein, bis er von einem aufgebrachten Grundbesitzer eher versehentlich erschossen wird. Die Rahmenhandlung stellt den Enkel des Engländers vor, einen Komponisten, der seinem Grossvater eine Sinfonie widmet. Ein poesievoller Film, von Witz und Humor getragen, der für ein friedliches Zusammenleben der Menschen verschiedener Ideologien und Kulturen plädiert.» (filmdienst.de)

Nana Djordjadse
Nana Djordjadse (* 24. August 1948 in Tbilissi) studierte an der Kunstakademie Tbilissi Design und Architektur, danach bei Tengis Abuladse und Irakli Kwirikadse an der Film- und Theater-Schule Tbilissi. Ihr Diplomfilm Die Reise nach Sopot (1980) wurde sieben Jahre lang von der sowjetischen Zensur verboten. 1987 wurde er beim Filmfestival Oberhausen uraufgeführt und gewann den Grossen Preis. Ihr Spielfilmdebüt Robinsonade oder: Mein englischer Grossvater (1986) wollte die Zensur ebenfalls nicht freigeben, durch Zufall gelangte er nach Cannes und gewann die Goldene Kamera. Ebenfalls im Georgien der 20er-Jahre angesiedelt ist die französische Koproduktion A Chef in Love (1996) mit Pierre Richard und Micheline Presle. Ende der 90er-Jahre ging Djordjadse nach Deutschland und arbeitet seither in Georgien und Berlin. Weitere Filme sind 27 Missing Kisses (2000) und Moya rusalka, moya Lorelyay (2013). Im Film The Golden Thread spielt sie die Hauptrolle.

Robinsonade oder: Mein englischer Grossvater / 76 / Farbe + sw / 35 mm / Georg/E/e
Regie: Nana Djordjadse
Drehbuch: Irakli Kwirikadse
Kamera: Lewan Paataschwili
Musik: Enri Lolaschwili
Besetzung: Shanri Lolaschwili (Christoper Hughes / sein Enkel Chjos), Ninel Tschankwetadse (die junge Anna), Guram Pirzchalawa (Nestro), Elgudsha Burduli (Lawrenti), Tiko Eliosdie (die alte Anna)

Atlant / 16 / sw / DCP / Georg/d
Regie: Nana Djordjadse
Drehbuch: Nana Djordjadse
Kamera: Yuri Kikabidse
Musik: Temo Bakuradse
Schnitt: Nana Djordjadse
Besetzung: Givi Sarchimelidse (Atlant), Guliko Emkhvari (seine Frau), Ruslan Mikaberidse (Nachbar), Giorgi Schengelaia , Nana Djordjadse, E. Aslamazischwili (Hausverwalterin), Keti Kezkhoveli (Frau auf dem Balkon), Vaja Pirzkhalaischwili

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Das Filmpodium zeigt an die 350 verschiedene Filme jährlich. Thematische Reihen und Retrospektiven von Klassikern der Filmgeschichte sind ebenso zu sehen wie Premieren unabhängiger Autorenfilme aus aller Welt und Sonderveranstaltungen mit...

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