Das Filmpodium zeigt an die 350 verschiedene Filme jährlich. Thematische Reihen und Retrospektiven von Klassikern der Filmgeschichte sind ebenso zu sehen wie Premieren unabhängiger Autorenfilme aus aller Welt und Sonderveranstaltungen mit ...
Rape (Voldtekt)
Anja Breien (Norwegen 1971)
In einem Vorort von Oslo wird an einem Wintermorgen eine Frau im Schnee überfallen. Kurz darauf folgt ein zweiter Vergewaltigungsversuch. Die Ermittlungen der Polizei kreisen einen Mann ein, auf dessen Arbeitsweg der Tatort liegt: den jungen Strassenarbeiter Anders, wortkarg, ungebildet, alibilos. Mit dokumentarischer Präzision erzählt Anja Breiens Spielfilmdebüt in Vernehmungen und der Gerichtsverhandlung die Geschichte eines Mannes, der immer tiefer in die Mühlen der norwegischen Justiz gerät. (lf)
«Die Herangehensweise von Anja Breien als feministische Filmemacherin an die gerichtliche Verhandlung einer Vergewaltigung überrascht zunächst: Die Opfer sind im Verfahren nur für ihre Zeugenaussagen von Bedeutung. Die Nachwirkungen der Übergriffe selbst verschwinden aus dem Blickfeld. In dieser Abwesenheit liegt Breiens Kritik. Ihre Inszenierung verweist über den Erzählrahmen hinaus auf die unterliegenden Strukturen der norwegischen Justiz. Indem der Film die starren Abläufe des Gerichtverfahrens auf Kosten der Individuen in den Vordergrund stellt, enthüllt er ein System, in dem die Institution Vorrang vor den Körpern hat, die sie eigentlich schützen soll.» (Stéphane Charrière, Splitscreen Review, 6.5.2026)
93 Min. / Farbe / DCP / Norweg/e
«Die Herangehensweise von Anja Breien als feministische Filmemacherin an die gerichtliche Verhandlung einer Vergewaltigung überrascht zunächst: Die Opfer sind im Verfahren nur für ihre Zeugenaussagen von Bedeutung. Die Nachwirkungen der Übergriffe selbst verschwinden aus dem Blickfeld. In dieser Abwesenheit liegt Breiens Kritik. Ihre Inszenierung verweist über den Erzählrahmen hinaus auf die unterliegenden Strukturen der norwegischen Justiz. Indem der Film die starren Abläufe des Gerichtverfahrens auf Kosten der Individuen in den Vordergrund stellt, enthüllt er ein System, in dem die Institution Vorrang vor den Körpern hat, die sie eigentlich schützen soll.» (Stéphane Charrière, Splitscreen Review, 6.5.2026)
93 Min. / Farbe / DCP / Norweg/e
zur Website der Veranstalter:in
Montag, 02. November 2026
18:30 Uhr - 20:03 Uhr
Sonntag, 08. November 2026
18:00 Uhr - 19:33 Uhr
Regie: Anja Breien
Drehbuch: Per Blom, Anja Breien
Kamera: Halvor Næss
Schnitt: Christian Hartkopp
Besetzung: Svein Sturla Hungnes (Anders), Anne Marie Ottersen (Wilhelmine Hansen), Liv Thorsen (Rita), Per Carlson (Aktor)
Drehbuch: Per Blom, Anja Breien
Kamera: Halvor Næss
Schnitt: Christian Hartkopp
Besetzung: Svein Sturla Hungnes (Anders), Anne Marie Ottersen (Wilhelmine Hansen), Liv Thorsen (Rita), Per Carlson (Aktor)
Filmpodium Kino
Nüschelerstrasse 11
8001 Zürich
+41 (0)44 415 33 66
info@filmpodium.ch
Zugänglichkeit:
Infos Zugänglichkeit:
Das Kino ist rollstuhlgängig und verfügt über eine Funk-Höranlage.

