HEKABE

von Euripides / aus dem Griechischen von Dietrich Ebener / REGIE: Angeliki Papoulia und Christos Passalis

Troja liegt in Schutt und Asche. Nach zehn Jahren ist der Krieg endlich vorbei. Doch für die Frauen der Besiegten hält das Grauen an: Ihrer Heimat entrissen, in Trauer um die Gefallenen, müssen sie als Kriegsbeute den Griechen dienen. Auch Hekabe, einst stolze Königin, ist nun eine Gefangene und der Willkür ihrer Besatzer ausgeliefert. Als diese zu Ehren ihres Kriegshelden den Tod von Hekabes Tochter verlangen, hilft kein Flehen und kein diplomatisches Geschick. Polyxena muss sterben. Kaum ist das Opfer vollzogen, folgt der nächste Schrecken. Die Leiche des in Sicherheit geglaubten, einzig verbliebenen Sohnes Polydoros taucht auf: aus Geldgier erschlagen. Die Grenzen des Tragbaren sind längst überschritten. Hekabe will Rache um jeden Preis. In einer schmerzerfüllten Metamorphose holt sie sich ihre Kraft zurück.

Angeliki Papoulia und Christos Passalis, Mitbegründer des griechischen Theaterkollektivs BLITZ, sowie bekannt auch aus den Filmen des preisgekrönten Regisseurs Yorgos Lanthimos, bringen klassische Stoffe der griechischen Antike mit Leichtigkeit und scharfsinnigem Blick für akute gesellschaftliche Thematiken auf die Bühne. Sie verzaubern ihr Publikum mit Gesamtkunstwerken aus Schauspiel, Musik, Tanz und Performance. Für ihr Debüt am Schauspielhaus Zürich widmen sie sich Euripides‘ HEKABE, einem Stoff, der gnadenlos genug ist, um der Gnadenlosigkeit unserer europäischen Identität zu entsprechen und wahnsinnig genug, um dem Wahnsinn unserer gegenwärtigen Epoche zu entgegnen.


Unterstützt vom Förder Circle des Schauspielhaus Zürich

Wir freuen uns, Sie im Anschluss an die vorerst letzte Vorstellung von HEKABE herzlich zu einem Nachgespräch einzuladen. Zu Gast ist Anna-Béatrice Schmaltz (Kampagnenleiterin «16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen» FRIEDA), die gemeinsam mit der Dramaturgin Rose Reiter über das Stück spricht. Im Gespräch gehen wir u.a. Fragen zu weiblicher Rache, zu Widerstand, zu Dynamiken von Gewaltspiralen und zu Opfermythen nach. Ein Austausch über Wut, Handlungsmacht und politische Körper auf der Bühne und mitten in der Gesellschaft. Moderiert wird das Gespräch von Yuvviki Dioh, Agent*in für Diversität am Schauspielhaus.


zur Website der Veranstalter:in

Künstler:innen / Personen

Mit Yvon Jansen, Lorena Handschin, Lena Schwarz, Hilke Altefrohne / Laina Schwarz, Lukas Darnstädt, Henri Mertens / Mervan Ürkmez, Matthias Neukirch, Simon Kirsch, Hasenclever / Kenan Wirth / Timur Yanik

Regie: Angeliki Papoulia / Christos Passalis
Bühne: Márton Ágh
Kostüme: Katrin Wolfermann
MUSIK: Nicolas Fehr
Choreografie: Chara Kotsali
Dramaturgie: Rose Reiter

Veranstalter:in

Schauspielhaus Zürich

Das Schauspielhaus Zürich bietet als grösstes Sprechtheater der Schweiz ein abwechslungsreiches und spannendes Programm im Herzen von Zürich. Der Spielplan umfasst neben Klassikern auch Uraufführungen und neue Stücke, die politische und ...

Ort

PFAUEN

Google Maps

Öffnungszeiten:

Theaterkasse (Rämistrasse 34)
Montag bis Freitag: 11 bis 19 Uhr
Samstag: 14 bis 19 Uhr

Zugänglichkeit:

Infos Zugänglichkeit:

Mehr Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie hier.

Infos & Zugänglichkeit Weniger Infos