Das Cabaret Voltaire ist der Geburtsort der Dada-Bewegung, die 1916 in Zürich entstand und inmitten des Krieges das Bedürfnis weckte, die Gegenwart mit neuen künstlerischen Formen zu befragen. Heute steht ihr disziplinübergreifendes Erbe ...
New Kyd, «Chanson Noire»
Wie kann ein Mensch versuchen, sich einen Vogelgesang anzueignen und nachzubilden? Und das ohne Ironie?
Wie lässt sich das tun?
Wie wird man zu einem Kapuzenpitohui oder zu einer Amsel – vielleicht sogar nur zum Symbol für einen von ihnen?
Ein wahrhaftiges, mit aufrichtiger Integrität?
Der Abend bringt Musik, Tanz, Experiment und politische Allegorie zusammen. Zwischen Tanz, Performancekunst bewegend und einem inszenierten Entwirren. In die Dunkelheit hineinrufend und zugleich so nah am Licht fliegend, wie es gerade noch erträglich ist. Ein uraltes Lied wird gesungen, während im Schweigen des Mondlichts getanzt wird. Eine Klage mit dem ganzen Körper.
Das Werk befasst sich mit Marcel Jancos dadaistischen Entwürfen von 1916 für Chant n_ – in denen afrikanische und ozeanische Kunst sowie Poesie und Musik wichtige Inspirationsquellen waren. Suzanne Perrottet schildert, wie tief sie davon bewegt war.
«Chanson Noire» und der «Political Marketplace» von New Kyd (13. Februar 2026) greifen das experimentelle Erbe des Cabaret Voltaire auf, während sie zeitgenössische Formen politisch aufgeladener Performance und sozialpolitischer Kritik erproben.
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Donnerstag, 26. Februar 2026
20:00 Uhr - 23:59 Uhr
Cabaret Voltaire
Spiegelgasse 1
8001 Zürich