Take Care: Kunst und Medizin

Streifzug durch die Geschichte von Krankheit und Heilung

Das Thema Gesundheit nimmt neben dem der Sicherheit, der Mobilität und des Klimas einen zentralen Platz in der öffentlichen Debatte ein. Und spätestens 2020 wurde uns vor Augen geführt, wie eng Gesundheitsfragen in einem globalen Zusammenhang stehen – als Konsequenz unserer veränderten Lebensumstände diagnostiziert der Philosoph Paul B. Preciado ein tiefgreifendes Bedürfnis nach neuen ästhetischen Formen des Begehrens. Die Beschäftigung mit dem physischen Befinden ist in der Kunst jedoch so alt wie die Kunst selbst, der sensible Körper ist da Arbeitsinstrument und Beobachtungsgegenstand zugleich. Kunst und Medizin sind zwei hochkomplexe Disziplinen, die unser Leben bereichern, gleichzeitig aber einen grossen Interpretationsbedarf aufweisen. Sie sind physisch unmittelbar und erzeugen Empathie, können aber auch grosse Distanz zwischen den Beteiligten herstellen. Ziel dieser Ausstellung ist es, die Kunst nicht als Illustratorin der Medizin walten zu lassen, sondern im gegenseitigen Dialog Verständnis für zwei unsere Gesellschaft mitkonstituierende Systeme zu fördern. In ihrer sinnlichintuitiven Interpretation kann die Kunst wesentlich dazu beitragen, ineinander verschränkte Systeme wie Körper, Krankheit und Genesung, Medizin und Umweltfaktoren begreifbar zu machen. Die Ausstellung zeichnet ausgewählte Schlüsselmomente der Medizingeschichte vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart nach, mit Leihgaben medizinhistorischer Sammlungen sowie rund 80 künstlerischen Positionen.


zur Website der Veranstalter:in
Meret Oppenheim, Glove, 1985 Parkett-Ed. Nr. 4, Kunsthaus Zürich, Geschenk von Ursula Hauser, 2004 © 2022, ProLitteris, Zurich
Manon, Selbstporträt in Gold, 2012, Courtesy the artist, © 2021, ProLitteris, Zurich
Lotte Luise Volger, Lupus erythematodes, undatiert, Moulagenmuseum des Universitätsspitals und der Universität Zürich, © Moulagenmuseum USZ/UZH
Barbara Hammer, Sanctus, 1990, 16-mm-Film auf HD-Video übertragen, Courtesy of the Hammer Estate and Electronic Arts Intermix (EAI), New York, and KOW, Berlin © Hammer Estate
Duane Hanson, Medical Doctor, 1992–1994, Courtesy the Estate of Duane Hanson and Gagosian, Foto: Robert McKeever, © 2022, ProLitteris, Zurich
Herbert Ploberger, Selbstbildnis mit ophthalmologischen Lehrmodellen, um 1928/1930, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, 2022, © ProLitteris, Zurich

Künstler:innen / Personen

Sabian Baumann, Rachal Bradley, Georges Chicotot, Honoré Daumier, Adolf Fleischmann, Damien Hirst, Ferdinand Hodler, Martin Kippenberger, Paul Klee, Herlinde Koelbl, Manon, Wangechi Mutu, Maria Pomiansky, Marc Quinn, RELAX (chiarenza & hauser & co), Ana Roldán, Talaya Schmid, Kiki Smith, Veronika Spierenburg, Jules Spinatsch, Annie Sprinkle, Luc Tuymans oder Varlin.

Veranstalter:in

Kunsthaus Zürich

Das Kunsthaus Zürich ist das grösste Kunstmuseum der Schweiz und präsentiert eine der bedeutendsten Kunstsammlungen vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart und veranstaltet attraktive Ausstellungen. Zu den international bedeutsamen Positionen...

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Öffnungszeiten:

Dienstag, Freitag, Samstag, Sonntag: 10:00 - 18:00
Mittwoch bis Donnerstag: 10:00 - 20:00

Montag: geschlossen

Beschreibung:

Das Kunsthaus Zürich ist das grösste Kunstmuseum der Schweiz und präsentiert eine der bedeutendsten Kunstsammlungen vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart und veranstaltet attraktive Ausstellungen. Zu den international bedeutsamen Positionen gehören die umfangreichste Werksammlung Alberto Giacomettis, die grösste Munch-Sammlung ausserhalb Norwegens sowie die privaten Sammlungen Emil Bührle, Merzbacher, Looser und Knecht. Ein Höhepunkt sind die Gemälde des Impressionismus und der Klassischen Moderne von Monet, Picasso, Chagall und der Expressionisten Kokoschka, Beckmann und Corinth. Neben der Pop Art von Warhol und Hamilton sind Werke von Künstlern wie Rothko, Twombly, Beuys und Baselitz vertreten.

Zugänglichkeit:

Das Kunsthaus Zürich ist barrierefrei zugänglich.

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Abb. oben: Aristide Maillol, La Nuit, 1909, Paris, Fondation Dina Vierny - musée Maillol, Foto © J.-L. Losi

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