Wer arbeitet hier eigentlich?

Am 1. Mai ist Arbeit laut: Sie steht auf Transparenten, zieht durch die Strassen und wird in Reden verhandelt. Danach verschwindet sie oft wieder in überfüllten Kalendern, unbezahlter Fürsorge, müden Körpern und alltäglichen Routinen. Diese acht Veranstaltungen nehmen das Thema Arbeit genauer unter die Lupe.

Auf die Strasse

Den Anfang macht der 1. Mai selbst: Unter dem Motto Blochiamo Tutto ruft das 1.-Mai-Komitee Zürich zur Demonstration, zum Fest und zu einem mehrtägigen Polit- und Kulturprogramm auf. 

Donnerstag, 30. April bis Sonntag, 3. Mai -> Programm anschauen

Arbeit vor der Stechuhr

Dass Arbeit älter ist als Kapitalismus, Bürosoftware und Burn-out-Ratgeber, zeigt die Ringvorlesung Homo Faber – Antike Arbeitswelten zwischen Abhängigkeit und Freiheit. Ob versklavter Mensch, Handwerker:in oder Literat:in: In der Antike bedeutete Arbeit immer auch soziale Stellung, Abhängigkeit, Gestaltung und Wirkung. Ein historischer Blick, der gegenwärtiger ist, als man zuerst denkt.

ZAZH - Zentrum Altertumswissenschaft Zürich

Homo Faber - Antike Arbeitswelten zwischen Abhängigkeit und Freiheit

ZAZH-Ringvorlesung 2026.

12.05.2026  |  18:15 Uhr

Weitere Daten vorhanden

Care statt Hamsterrad

Arbeit findet nicht nur am Schreibtisch statt. In Dragon Love sucht Lea Whitcher in einer feministischen Zaubershow nach neuen Sorge-Netzwerken, Beziehungsformen und Möglichkeiten, das Private politisch zu denken. Magie, Sex und Care Revolution treffen aufeinander und plötzlich wirkt Fürsorge nicht mehr wie etwas, das nebenbei passiert, sondern wie ein Entwurf für eine andere Stadt.

Flyer Dragon Love

Rote Fabrik

Dragon Love

ein neues Solo von und mit Lea Whitcher.

12.05.2026  |  20:00 Uhr

Weitere Daten vorhanden

Wer trägt wen?

Care-Arbeit beginnt viel früher als in politischen Debatten: in Beziehungen, Familien, Abhängigkeiten und in all dem, was täglich getragen wird. MONSTER am Schauspielhaus Zürich schaut auf weisse Mütter und nicht-weisse Kinder im deutschsprachigen Kontext und verbindet Fürsorge mit kolonialer Geschichte, Normen und frühkindlicher Ichwerdung. Ein Stück über Tragen, Prägen, Schützen und Aushalten und darüber, warum Familie nie nur privat ist.

MONSTER

Schauspielhaus Zürich

MONSTER

EINE VISUELLE ALBTRAUMANALYSE   / von Recke/Lehmann/Froelicher / Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich / REGIE: Anta Helena Recke, Maxi Menja ...

16.05.2026  |  20:00 Uhr

Weitere Daten vorhanden

Zukunft üben

Auch der Workshop Es gibt mehr als nur eine Zukunft fragt, wie Care-Arbeit anders organisiert werden könnte. Mit Collagen, Sound und spekulativen Zukunftsbildern wird Utopie hier nicht als ferner Traum behandelt, sondern als Praxis. Es geht um Gesundheitsversorgung jenseits von Profitlogik, geteilte Verantwortung und die Frage, was möglich wird, wenn man dem Realismus kurz die Tür vor der Nase schliesst.

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Karl der Grosse

Es gibt mehr als nur eine Zukunft

Es gibt mehr als nur eine Zukunft – Workshop gegen die Hoffnungslosigkeit: Utopie als Praxis.

10.10.2026  |  14:00 Uhr

Die Arbeit hinter den Bildern

Die Ausstellung Frauen. Fragen. Fotoarchive blickt auf ein Berufsfeld, dessen Geschichte lange männlich erzählt wurde. Sie zeigt Archive von Fotografinnen aus den Jahren 1900 bis 1970 und fragt, welche Arbeit hinter Bildern steckt: fotografieren, sammeln, ordnen, erinnern. Wer durfte sichtbar arbeiten? Wessen Werk wurde bewahrt? Und wer ging vergessen?

Die Veranstaltung (Un-)Sichtbarkeiten vertieft diese Fragen und zeigt: Arbeit zählt auch dort, wo sie lange übersehen, schlecht dokumentiert oder anderen zugeschrieben wurde. Genau darum lohnt sich der Blick in diese Archive.

Frauen. Fragen. Fotoarchive

Fotostiftung Schweiz

Frauen. Fragen. Fotoarchive

Die Ausstellung zeigt sieben Archive von Fotografinnen (1900–1970) und hinterfragt die männlich geprägte Schweizer Fotogeschichte.

Bis zum 14.06.2026

(Un-)Sichtbarkeiten – Perspektiven auf die Arbeit mit Frauenarchiven

Fotostiftung Schweiz

(Un-)Sichtbarkeiten – Perspektiven auf die Arbeit mit Frauenarchiven

Im Rahmen der Ausstellung Frauen. Fragen. Fotoarchive. lädt die Fotostiftung Schweiz zu einem Nachmittag mit Vorträgen und Diskussionen mit drei ...

Büroblues mit Lachkrampf

Arbeiten nimmt verdächtig viel Platz im Leben ein. Kein Wunder, taucht irgendwann die grosse Frage auf: Bin ich hier richtig oder nur sehr überzeugend anwesend? In Gregor Stäheli – Out Of Office wird daraus ein Comedyabend zwischen Bürograu, Selbstoptimierung, Bewerbungsgespräch und Karriereplänen, die sich plötzlich eher wie ein Umweg mit Stolperfallen anfühlen. Für alle, die im Meeting schon einmal freundlich genickt haben, während innerlich längst Feierabend war.

Gregor Stäheli – Out Of Office

Millers

Gregor Stäheli – Out Of Office

Wir verbringen etwa die Hälfte unserer wachen Zeit mit Arbeiten. Egal ob für den Erfolg, die Selbstverwirklichung oder lediglich für die Miete – ...

29.05.2026  |  20:00 Uhr

Glück per Update

Happily Ever After kratzt dort, wo wir alle ein bisschen mitmachen: beim Optimieren, Vergleichen und ständigen «an sich arbeiten». Aus dem harmlosen Wunsch nach einem Schokoriegel wird ein Stück über digitale Glücksversprechen, Coaching-Sprache und die Frage, was mit uns passiert, wenn sogar Gefühle effizienter werden sollen. Absurd, witzig und unangenehm nah am Alltag.

Happily Ever After

Theater am Gleis

Happily Ever After

«Happily Ever After» befragt die Versprechen von Glücksratgebern in Zeiten der Klimakrise und des digitalen Kapitalismus.

20.06.2026  |  20:00 Uhr

Weitere Daten vorhanden

Veröffentlicht am 30. April 2026.

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