Mein erstes Mal ... im Nordamerika Native Museum

Die Vielfalt und Schönheit der Objekte im NONAM ist schlichtweg überwältigend – im positiven Sinne!

Das Nordamerika Native Museum, kurz NONAM, liegt etwas versteckt im äussersten Zipfel des Seefelds. Wer mit den ÖV kommt, muss das letzte Stück Weg zu Fuss gehen. Dies lohnt sich jedoch alleweil, vor allem auch für Familien mit Kindern.

Seine Anfänge fand das damalige «Indianermuseum» mit einer privaten Sammlung, die die Stadt erworben hatte und 1963 in einem Zürcher Schulhaus zeigte. Über die Jahre wurde die Sammlung ausgebaut und seit 1993 fanden thematische Wechselausstellungen statt. 2003 wurde das Museum in Nordamerika Native Museum NONAM umbenannt und bezog die Räumlichkeiten im Seefeld. Die Sammlung wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums mit mehr als 50 Werken zeitgenössischer, indigener Kunst substanziell erweitert. Heute ist das NONAM eines der wenigen Museen in Europa, das sich ausschliesslich den indigenen Kulturen Nordamerikas widmet. Das Museum will nicht nur das Verständnis für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der indigenen Nationen fördern, sondern auch auf deren kulturelle Vielfalt aufmerksam machen. Die 2021 komplett überarbeitete Dauerausstellung zeigt mehr als 700 Objekte aus sechs Regionen und Kulturen der First Nations, Métis und Inuit in Kanada sowie Native Americans und Alaska Natives in den USA.

Soviel zur Geschichte des NONAM. Ich war an einem Donnerstag Nachmittag im Museum und hatte genügend Zeit zur Verfügung, um mir alles genau anzuschauen. Und das lohnt sich. Die Vielfalt und Schönheit der Objekte ist schlichtweg überwältigend – im positiven Sinne. Die momentane Wechselausstellung ist der Meeresgöttin Sedna, auch Mutter der Meerestiere, gewidmet. In einem Zirkel von sieben Themen werden das Leben, die Mythen und der Wandel der zirkumpolaren Welt beleuchtet. Mittels Skulpturen, Druckgrafiken, Zeichnungen und Filmen werden Sequenzen aus dem Leben der Inuit dargestellt. Die ganze Ausstellung ist wie eine Eislandschaft konzipiert, projizierte Nordlichter verstärken den Eindruck der Arktis. Die Kunstobjekte sind atemberaubend schön und kunstvoll geschnitzt. Die künstlerische Ausdrucksweise hat etwas Kindliches, Comichaftes und fasziniert sicherlich auch ein jüngeres Publikum.

Die Dauerausstellung im zweiten Stock beeindruckt vor allem durch Artefakte des Lebens der Native Americans. Perlenverzierte Kleidungsstücke, Schuhe und Amulette, Kindertragen, Spielsachen und Federschmuck. Aber auch kunstvoll geschnitzte und verzierte Totem, Masken und Kultgegenstände. Eine unglaublich bunte und reiche Kultur, an der man sich kaum sattsehen kann. Ich wohnte kurz einer Familienführung bei, die viele interessante Informationen zu den Ausstellungstücken vermittelte, die man mittels QR Code auch auf seinem Mobile abrufen kann. Es macht allerdings mehr Spass, die Geschichten und die interessierten Fragen der Kinder dazu live zu hören.

Fazit: Unbedingt ins NONAM gehen, alles anschauen, staunen! Und falls es ein Familienausflug werden soll: die Familienführung lohnt sich!

SEDNA. Mythos und Wandel in der Arktis.

Nordamerika Native Museum NONAM

SEDNA. Mythos und Wandel in der Arktis.

Sedna, die Mutter der Meerestiere, ist die Hauptfigur der NONAM-Jubiläumsausstellung über Kunst, Kultur- und Klimawandel in der Arktis.

Dauerausstellung

NONAMini: Maskenfest

Nordamerika Native Museum NONAM

NONAMini: Maskenfest

Auch für die Kleinsten ist ein Museum spannend! Gemeinsam begeben wir uns auf eine Entdeckungsreise und gestalten zusammen etwas in unserem Atelier.

Zürich liest - Augen auf und Ohren gespitzt!

Nordamerika Native Museum NONAM

Zürich liest - Augen auf und Ohren gespitzt!

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Von Simone Liedtke am 19. Oktober 2023 veröffentlicht.

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