Tanztipps im April

Redaktion Sari Pamer
Redaktion Sari Pamer

Von «Signature Pieces» über queere Familienvorstellungen bis hin zu einem subversiven Blick auf historische Erzählungen. Die Tanzstücke im April bieten eine spannende Reise durch Bewegung und Ausdruck.

Choreografische Trilogie

Die drei Stücke des Tanzabends Autographs im Opernhaus Zürich vereinen die einzigartigen chorografischen Handschriften von Crystal Pite, Wayne McGregor und William Forsythe. Jede Performance bietet jeweils Einblick in die Welt des zeitgenössischen Balletts. Pites Emergence verwebt die Schwarmintelligenz von Bienen mit der Kreativität einer Ballettkompanie, McGregors Infra kombiniert Tanz mit Technologie und einer pulsierenden Stadtatmosphäre während Forsythes In the Middle, Somewhat Elevated die Grenzen des klassischen Balletts durch innovative Bewegungen sprengt. Der dreiteilige Ballettabend bietet die Möglichkeit, die sogenannten «Signature Pieces» wichtiger zeitgenössischer Choreograf:innen zu erleben.

Queere Familienfantasien

A Long Story About Our Baby ist eine Tanzperformance, die sich mit queeren Familienvorstellungen, dem Wunsch nach einem Kind und den damit verbundenen gesellschaftlichen sowie biologischen Herausforderungen auseinandersetzt. Zwei Performer:innen bewegen sich durch ihre Gedanken, sprechen durch ihre Körper und erzählen von einer Liebesgeschichte. Dabei hinterfragen und dekonstruieren sie die normative Familiendarstellung. Das Stück öffnet den Raum für die Re-Romantisierung einer queeren Erfahrung von Familie.

A Long Story About Our Baby

Theater am Gleis

A Long Story About Our Baby

Eine auto-fiktionale Tanzperformance und physisch poetische Erzählung über queere Familien-Fantasien.*An auto-fictional piece of dance and embodied...

Begegnung, Berührung, Bewegung

Im Rahmen des Tanzprojekts Touch Through von Lea Moro finden im Tanzhaus Zürich offene Studios statt. Hier können Interessierte ab zehn Jahren die kreative Auseinandersetzung mit Berührung, Bewegung und Stimme erleben. Berührung wird hier jedoch nicht als rein physischer Kontakt verstanden, sondern auch als Form der Kommunikation und Verbindung – sowohl in persönlichen Interaktionen als auch in digitalen Kontexten. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die Interesse an Tanz, generationalem Austausch und kreativer Performance haben. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Credits Illustration Leila Merkofer

Tanzhaus Zürich

Offene Studios: Tanzprojekt Touch Through

Im Rahmen des Kreationsprozesses des Tanzstücks Touch Through von Lea Moro finden im März und April 2025 OFFENE STUDIOS im Tanzhaus Zürich statt. Die ...

Tanz der Veränderung

In Tambourines befragt der Choreograf Trajal Harrell die Geschichte des Romans Der scharlachrote Buchstabe. Harrells Widmung geht an all jene Frauen, die in der Vergangenheit (sowie zeitgenössisch?) nicht über ihren Körper entscheiden konnten. In Nathaniel Hawthornes Roman dazu verurteilt, einen roten Buchstaben als Zeichen für die Geburt eines unehelichen Kindes zu tragen, imaginiert die Choreografie ein alternatives Ende. Was wäre, wenn die Frauen statt Verurteilung Unterstützung erhielten und das Kind mit Freude empfangen worden wäre? Lass dich von diesem subversiven Tanzstück und seiner Idee, die Zukunft gemeinsam verändern zu können, inspirieren.

Von Sari Pamer am 03. April 2025 veröffentlicht.

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