Ade Merci

Was es auf den Bühnen noch mitzunehmen gilt, bevor die Vorhänge über den Sommer für die Dauer der jährlichen Theaterferien fallen.

Hausproduktionen

Die Rote Fabrik beispielsweise zeigt als letzte Hausproduktion mit «Theater der Klientinnen» sechs Stationen zum Thema Arbeit und gleichsam sechs persönliche Geschichten von Zürcher:innen im zweiten Arbeitsmarkt. Das Theater Kanton Zürich lässt seine Bühne bis tief in den Juli hinein durch diverse Gemeinden des Kantons wandern und verwandelt Dorfplätze, Scheunen, Säle und Mehrzweckhallen in ein Theater: Hierbei legt es mit «Die Geizige» eine weibliche Auslegung der Komödie nach Molière vor – bei guter Wetterlage teilweise sogar draussen. «Der Lobster», die letzte Theaterpremiere der Saison am Neumarkt, ist inspiriert vom gleichnamigen Film und verheisst einen Abend über Menschen, Tiere, Narzissmus und die Suche nach der echten grossen Liebe in der dieser Epoche der Instant-Liebe und Match-Gesellschaft. Nomen est Omen in der Winkelwiese: Mit «Die letzte Runde» im Innen- und Aussenraum des Theaters Winkelwiese verabschieden sich das aktuelle Leitungsteam und seine Mitstreiterinnen nach sieben Jahren Programmierung und Bespielung des Hauses von seinen Zuschauer:innen.

Theater Winkelwiese

Letzte Runde

Nach sieben Jahren verabschieden wir uns.

Gastspiele

Einen «sagenhaften Bühnenzauber mit hohem Verführungspotential» versprechen die beiden Vorstellungen von «Die Odyssee» im Theater Winterthur; das Stück feierte in der Saison 2016/17 am Thalia Theater Hamburg Premiere und zeichnet sich dadurch aus, 2018 zum Berliner Theatertreffen eingeladen gewesen zu sein. Mit «Indien» und seiner zweifellos grossartigen Besetzung (Gottfried Breitfuss, Ernst Konarek) kommt eine der erfolgreichsten Theaterproduktionen des Staatstheaters Stuttgart nach Wädenswil: das tragikomische, schönböse Roadmovie von Hader und Dorfer aus den 1990er-Jahren um zwei niederösterreichische Testschnitzelesser.

© Armin Smailovic

Theater Winterthur

Die Odyssee

Mittels einer Kunstsprache, unverständlich und trotzdem klar, rekapitulieren zwei Protagonisten ihre Sichtweise auf ihren sagenumwobenen Erzeuger.

Theater Ticino Wädenswil

«Indien» von Josef Hader & Alfred Dorfer

«Indien» ist ein Wunderwerk, eine ganz und gar schönböse Monsterkomödie - Haders und Dorfers Klassiker aus den 90ern.

Junges Theater

An anderen Häusern des Kantons darf sich um diese Zeit der Bühnennachwuchs präsentieren. Mit der 18. Ausgabe der jährlichen Galavorstellung «Fussspuren» tanzen die 11–19-jährigen Tänzer:innen der TanzAkademie einmal mehr ihrer Ballettkarriere entgegen; am Schauspielhaus Zürich reflektieren Spielbegeisterte zwischen 14 und 24 Jahren Themen wie «Faulheit» oder «Veränderung». Und an der Gessnerallee wappnen sich die jungen Spieler:innen vom LAB Junges Labor Zürich mit Messer und Gabel und begegnen dabei nicht weniger als dem Heisshunger und der Vereinbarkeit von Essen und Klima.

© Bettina Stöss

Theater Winterthur

Gala­vorstel­lungen «fuss­spuren XVIII»

«fussspuren» ist die Galavorstellung und Höhepunkt aller Schülerinnen und Schüler der Tanz Akademie Zürich. Die...

Foto: Bettina Stöss

Opernhaus Zürich

«fussspuren XVIII»

«fussspuren» ist die Galavorstellung und Höhepunkt des Schuljahres aller Schülerinnen und Schüler der Tanz Akademie Zürich.

09.07.2022  |  11:00 Uhr

Gessnerallee Zürich

Fridge Fantasy

«Was macht Essen mit uns und unsere Ernährung mit der Welt» fragen sich die jungen Spielerinnen vom LAB.

Von Katharina Nill am 18. Mai 2022 veröffentlicht.

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